30 Jahre normal anders (7) Für einander mit einander
- gert

- 27. Dez. 2019
- 66 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Nov. 2022
Für einander mit einander

Wir fuhren erst am Nachmittag des Neujahrstages zu Joachims Gärtnerei. Den Betrieb hatten wir bereits drei Tage zuvor besichtigt und uns die gerade neu eingerichteten Hydrokulturbeete zeigen und erklären lassen. Joachims Betriebswohnung hatten wir noch nicht gesehen.
„Kommt rein! Es ist nicht sehr komfortabel, aber es ist gemütlich und ich genieße die Freiheit hier draußen. Im Winter ist außer mir niemand auf dem Gelände und auch im Sommer bin ich nach Feierabend allein. Ein paar hundert Meter hinterm Haus gibt es einen Badeplatz an der Wümme und ich kann Fahrradtouren ins Teufelsmoor machen.
Joachims Wohnung war im ersten Stock eines alten Fachwerkhauses. Dicke, dunkle Balken bestimmten die Atmosphäre der Wohnung. Im Wohnzimmer standen eine Sitzgruppe in braunem Leder mit breitem Schlafsofa und ansonsten helle, moderne Kiefernmöbel. An der Schmalseite des Raumes fiel ein schmiedeeiserner Kohleofen aus der Zeit der Jahrhundertwende ins Auge. In den kleinen Fenstern standen verschiedene Zimmerpflanzen. Die Vorhänge waren aus dickem, schwerem braunem Stoff.
Ein kleiner angrenzender Raum diente Joachim als Arbeitszimmer. Dort gab es neben einem antiken Schreibtisch, an drei Wänden Bücherregale vom Boden bis zur Decke. Vom Arbeitszimmer kam man durch eine schmale, schiefe und niedrige Tür ins Schlafzimmer. Joachim musste regelrecht gebeugt ins Bett gehen, denn seine Schlafzimmertür war für die kleinwüchsigen Menschen des 16. Jahrhunderts gebaut, aber bestimmt nicht für ihn. Sein Schlafzimmer war fast völlig in Schwarz und Grau gehalten. Einen interessanten Kontrast bildetet allerdings eine Serie fünf ähnlicher, surrealistischer, sehr farbiger Ölgemälde, die jeweils einen kräftigen, nackten, jungen Mann in verschiedenen Posen zeigten.
„Das Bildnis des Dorian Gray“, lachte ich und wies auf die Bilder. „Viktors Art mich zu sehen“, grinste Joachim. „Er meinte, ich brächte Farbe in seine eintönige Welt, und daher wäre seine Serie von mir hier genau richtig platziert“. Joachim schmunzelte. „Ich habe mich an mich gewöhnt… Das sechste Bild hängt übrigens bei ihm im Schlafzimmer. Achtet mal das nächste Mal darauf“. „Ach, das bist Du?“, rief ich überrascht. „Da musst Du aber mal tüchtig Eindruck auf Viktor gemacht haben“. „Ich denke schon“, grinste Joachim. „Nur, er wollte, dass ich für ihn mein Leben ändern, von hier wegziehen und meinen Job aufgeben sollte… das wollte ich nicht. Also hänge ich eben ‚nur‘ nackt über seinem Bett. Obwohl ich ihn nach wie vor wahnsinnig nett finde“.
Ansonsten wurde der Raum von einem riesigen Doppelbett dominiert, das am Fuß- und Kopfende mit weichem, schwarzem Leder bespannt war. Auf einem schmalen Regal über dem Kopfende stand eine Auswahl kleinerer Flaschen, Tuben und Dosen. Ein von Wand zu Wand reichender Spiegelschrank bewahrte seine Garderobe auf, und vom Fenster aus hatte man einen herrlichen Blick über die Wümmeniederungen.
Gus schaute sich interessiert die Behältersammlung über dem Bett an, und ich genoss den Blick auf eine auch im Winter sehr schöne Flusslandschaft mit endlosen Wiesen und Weiden.
„Tja, der einzige Nachteil mit dieser Wohnung ist, dass kaum ein netter Mann den Weg hier heraus findet, geschweige denn mit mir hier wohnen möchte“, bemerkte Joachim etwas bekümmert. „Na ja, und kommt dann doch mal jemand, bin ich meistens zu aufdringlich, will zu viel auf einmal und das dann auch noch sofort“, lachte Joachim. „Die meisten Männer bekommen dann Angst und verschwinden schnell wieder. Viktor war bisher der einzige, der mal zwei ganze Nächte hier bei mir zugebracht hat. Heiko wäre gern geblieben, aber sein Laden war ihm dann plötzlich doch wichtiger, mit Ronald kann ich nichts anfangen und Werner ist mir einfach auf die Dauer zu langweilig. Ich brauche fröhliche, aktive Männer, die Spaß an Sex, Sport, Natur und allen anderen schönen Dingen des Lebens haben. Für den passenden Mann würde ich auf meinen Fetisch Leder und meine Porno-Sammlung verzichten, aber nicht auf meine Freiheit.
„Eine Pornosammlung hast Du auch?“, fragte Gus und zwinkerte ihm zu. „Ja, ich sammele alles, was es an schwulen Männermagazinen, Büchern, Filmen und Bildern gibt. Im nächsten Jahr möchte ich mir einen von diesen neuen Video-Rekordern kaufen. In Dänemark und Schweden gibt es schon eine Menge schwule Video-Filme zu kaufen. Im Augenblick habe ich nur einen uralten Super8-Projektor und ein paar amerikanische Filme, die mir mal ein Brief-Freund aus New York geschickt hat. Das ist allerdings das Geilste, was ich bisher an Sex-Filmen gesehen habe. Mach mal die rechte Seite des Schrankes auf, da ist alles zu meinem „Hobby“ gelagert“. Dabei zwinkerte er Gus vielsagend zu.
Der Schrank war in mehrere Fächer mit Schubladen und eine Garderobe eingeteilt. Verschiedene Lederjacken und Hosen hingen neben unterschiedlichen Riemen und Gürteln, darunter war ein Fach nur mit Leder-Unterwäsche. In den Schubladen fanden sich Männer-Magazine aus der ganzen Welt zeitlich sortiert. Ein Fach enthielt nur erotische, lose Fotos von nackten Männern. In einem anderen lagen ein paar Filmrollen unterschiedlicher Größe. „Da sollten wir irgendwann mal einen Filmabend machen“, grinste Gus. „Können wir gerne machen, obwohl ich die Realität dem Film immer vorziehe“, lachte Joachim. „Ich allerdings auch“, pflichtete ihm mein Schatz bei.
„Möchtet Ihr eine Tasse Kaffee? Ich brauche einen, sonst schlafe ich gleich wieder ein. Die Nacht war zu kurz“, schmunzelte unser Gastgeber. „Gerne, dann kommen wir vielleicht auch einigermaßen wach wieder nach Hause“. „Och, bleibt doch noch ein bisschen. Es wartet doch niemand auf Euch, oder? Ich habe so selten Besuch und schon gar nicht SO netten“. „Und wir kriegen selten so liebe Einladungen“, sagte ich lachend.
Badezimmer und Küche waren ganz einfach und im Stil der 50iger Jahre eingerichtet. Mir fiel auf, dass es im Badezimmer mehrere Rasierapparate und verschiedene Rasierwasser gab. „Hast Du noch einen Fetisch? Für einen Bartträger, hast Du viele Rasierapparate“, stellte ich bewusst etwas neugierig fest. „Die sind fast alle noch aus der Zeit, bevor ich Viktor kennengelernt habe. Damals hatte ich weder Haare im Gesicht noch zwischen den Beinen. Viktor mag Haare. Na ja, und dann blieb das halt so“. „Du siehst toll mit Bart aus, aber ohne fände ich auch irre sexy. Meine paar Barthaare müssen einfach immer weg. Bart steht mir einfach nicht. Bisher habe ich mich nicht getraut, zwischen den Beinen zu rasieren. Gus wollte das schon mal machen, aber ich wollte nicht“. Ich schaute mich nach Gus um. Der war allerdings fasziniert von der Pornosammlung.
„Also ich finde, am Schwanz und am Sack rasiert zu sein ist sehr, sehr geil. Aber nur, wenn man das dann auch regelmäßig schön glatt hält. Hört man übrigens mit dem Rasieren auf, wächst alles noch dichter und mehr als vorher“. „Hast Du das damals nass oder trocken rasiert?“ „Immer nass. Die erste Rasur dauert etwas länger, weil man erst trocken mit einem Langhaarschneider und anschließend mit einem Rasiermesser nass rasieren sollte.“ –„ Dann lass ich das lieber. Mit einem Rasiermesser kann ich nicht umgehen“. – Joachim lachte. „Wenn Du oder Gus eines Tages Eure Schwänze rasiert, nehme ich meinen Bart ab“. – „OK, abgemacht! Gus sah mich belustigt an. „Der nimmt seinen Mund ganz schön voll, oder?“ – „Ja, finde ich auch. Ich habe kein Problem damit, sofort alles blank zu rasieren“, gab ich etwas großspurig an. „Ich auch nicht“, bestätigte Gus. „Und Viktor ist dann traurig“, lachte ich. „Der hat doch jetzt seinen Heiko“, konterte Joachim mit einem leicht spöttischen Unterton. „Also, sagt Bescheid, wenn einer von Euch es hinter sich gebracht hat, dann ist der Bart noch am selben Tag ab“.
Gus und ich schauten uns an und zwinkerten uns zu: „Machen wir! Wir gehen rasiert ins neue Jahr. Du musst mir nur das mit dem Rasiermesser zeigen“, wendete sich Gus an Joachim. „Komm mit, ich zeig’s Dir“. Wir folgten ihm ins Bad. Dort forderte er Gus auf, seine Hose auszuziehen, holte einen elektrischen Langhaarschneider aus dem Schrank und legte ein altmodisches silbernes und sauber blitzendes Rasiermesse zusammen mit einem breiten Lederriemen auf einen Schrank neben das Waschbecken. Er mischte in einem Keramikgefäß mit einem Rasierpinsel die Seife, bis sie schön schäumte, dann drückte er Gus den Haarschneider in die Hand. „Jetzt mach erstmal das weg, was Du nicht mehr haben möchtest“. „Ja, wenn schon, dann alles“. „Überlege Dir das gut. Am Loch würde ich die Haare stehen lassen. Das juckt schon nach zwei Tage und man kann selbst nur schwer nachrasieren. Das müsste dann immer Walter machen“, gab Joachim zu bedenken.
Ich musste schmunzeln und schaute zu, wie die dunklen Schamhaar-Locken meines Liebsten fielen. Er rasierte systematisch von den Oberschenkeln bis zum Schaft und zurück. Gleichzeitig richtete sich sein schöner gerader Schwanz auf. Meine Hose war bereits stramm gefüllt.
„Ach komm, jetzt ist es auch egal. Rasier meinen gleich mit!“ Ich zog meine Hose aus und stellte mich neben meinen Mann. Der machte sofort weiter und fünf Minuten später war meine intime Haarpracht auch verschwunden.
„OK, das sieht gut aus, und da wir gerade dabei sind, kannst Du meine paar Locken gleich mit abmähen“, lachte Joachim und schmiss seine Hose und Unterhose auch auf den Fußboden.
Gus hielt den harten, schön gewachsenen Schwanz unseres Gastgebers fest und führte den Rasierer mehrfach im Kreis um ihn herum. Noch während der Haarschneider lief, schärfte Joachim das Rasiermesser mit eleganten Schwüngen auf dem Lederriemen.
Gus hatte seinen Teil der Arbeit beendet und streckte sich breitbeinig auf seinem Stuhl aus. Joachim kniete sich vor ihm hin und begann ein großes Dreieck einschließlich Schwanz und Sack einzuseifen.
Mit langsam schwingenden Handbewegungen ließ er das Messer von innen nach außen gleiten. Zwischendurch verrieb er einen Lusttropfen auf der gut durchbluteten, dunkelrot glänzenden Eichel meines Schatzes. Am Sack und am Schwanz setzte er das Messer noch vorsichtiger an, strich immer wieder die Seife ab, wischte leicht mit einem Handtuch nach und kontrollierte gegen das Licht, ob er auch die kleinsten Härchen erwischt hatte.
Nach etwa einer Viertelstunde glänzte alles sauber und weiß-rosa im Licht der Badezimmerleuchte.
Joachim drückte Gus ein Handtuch in die Hand und bat ihn, die Seifenreste abzuwaschen. Er hielt das Messer kurz in heißes Wasser, rieb es ab und dann kam ich dran.
Bei mir war der zu bearbeitende Bereich etwas größer und die Haare härter. Aber Joachim erledigte die Rasur ebenso routiniert wie vorher.
Da er auch an meinem empfindlichsten Punkt zwischen Poritze und Schaft rasieren musste, begann ich zu stöhnen und befürchtete, meinem Frisör mein Sperma direkt ins Gesicht zu schleudern.
„Warte bitte mal einen Augenblick, sonst komme ich“. „Was? Ich habe doch gar nichts gemacht“, verteidigte sich Joachim. „Das ist nun mal mein schwächster Punkt. Stimulierst Du den nur lang genug, dann geht alles wie von selbst“, lachte ich. Meine Eichel war bereits so feucht, als hätte ich schon einen Abgang gehabt. Joachim beugte sich über meinen Schoß und nahm meinen Schwanz kurz in den Mund, um ihn sauber zu lecken. Dann setzte er seine Arbeit fort. Gus beschwerte sich, dass er eine solche Behandlung nicht bekommen hatte. Daraufhin nahm unser Frisör auch seinen Schwanz kurz in den Mund, während er das Rasiermesser weit von sich weg streckte. Durch diese Verzögerungen dauerte es bei mir etwas länger, bis auch ich zwischen den Beinen so haarlos wie ein Baby-Po war.
Nachdem er das Messer erneut mit heißem Wasser abgewaschen hatte, legte Joachim Hand an sich selbst. Jeder Handgriff schien zu sitzen. Bei sich selbst hatte er deutlich mehr Routine. Schon nach wenigen Minuten glänzte auch sein Schritt sauber und sehr ästhetisch. Sein wirklich schöner Schwanz kam jetzt wesentlich besser zur Geltung. Kurz trocknete er die Seife ab, um anschließend gleich zum Elektrorasierer zu greifen und auch seinen Bart auf wenige Millimeter zu stutzen. Zu guter Letzt seifte er sein Gesicht ein und griff zu einem Nassrasierer mit Gold-Griff. In wenigen Minuten war unser Freund kaum noch wiederzuerkennen. Seine fröhlichen kleinen Augen leuchteten aus einem hellen, eher weichen und viel markanterem Gesicht, als es bisher sichtbar war.
„Oh Jungs, was seht Ihr gut aus. Das Jahr beginnt mit einer absoluten Augenweide“, schwärmte er und küsste uns jeweils auf den Mund. „Lasst mich Eure Haut noch ein bisschen mit Aftershave-Balsam massieren. Das riecht gut und pflegt die Haut. Er nahm eine Flasche aus dem Schrank und verteilte etwas Balsam auf beiden Handflächen. „Leg Dich mal hin und zieh Dein Hemd aus!“ forderte er mich auf. Dann glitten seine feuchten Hände über meine Körpermitte. Von der Innenseite meiner Pobacken über den Schafft hinab zum Sack und wieder zurück. Auf der frisch rasierten Haut waren seine Hände besonders angenehm zu spüren. Er zog immer größere Kreise und arbeitete sich dann in der Poritze bis zu meiner Rosette vor. Er öffnete jetzt noch eine zweite Flasche. Mit Babyöl glitten seine Finger jetzt mühelos in mein Loch und mein Schwanz wurde extrem empfindsam und geschmeidig.
Gus kniete sich neben uns und nahm Joachim den Balsam ab, verteilte auch auf seinen Handflächen ein paar Tropfen und massierte erst Joachims Gesicht, dann dessen Schwanz und die Umgebung. Quasi als Dank massierte Joachim jetzt Gus‘ Rücken, Po und schließlich auch dessen Schwanz und Sack mit Baby-Öl. Gus hatte seine Beine auf meine Schultern gelegt und sein Loch war weit offen. Ich konnte nicht widerstehen und schob vorsichtig mein glutheißes, hartes Rohr hinein. Er stöhnte leicht und schloss dann die Augen. Joachim sah uns zu und verteilte weiter Baby-Öl auf seinem Schwanz und meinem Po. Immer wieder spürte ich seine Finger mal an meiner Prostata und mal an meinem eigentlichen G-Punkt.
„Süßer, können wir nicht den Standort wechseln? Hier ist es so unbequem“, fragte ich. Gus drehte sich um und grunzte bestätigend. Joachims starke Arme packten uns beide gleichzeitig und schoben uns liebevoll in Richtung Schlafzimmer.
„Hier können wir noch besser fortsetzen, was wir heute Morgen begonnen haben“, lachte er. „Ihr macht mich so unbeschreiblich geil und glücklich. Ich glaube immer noch ich träume“.
Gus schmiss sich aufs Bett und legte sich mit leicht angehobenem Po auf den Bauch. Sein Loch war immer noch weit offen und leuchtete tief rosa.
Joachim sah mich fragend an. Ich begriff. Er wollte jetzt gern mal den Anus meines Liebsten genießen. Ich überließ ihn ihm und führte seinen Schwanz an die richtige Stelle. Während er seinen fettig-feuchten Schwanz immer tiefer in den Darm meines Mannes versenkte, ließ ich zwei meiner Finger folgen und stimulierte damit zusätzlich unseren Gärtner-Freund. Gus grunzte, stöhnte, lachte und schrie fast gleichzeitig. Langsam zog Joachim seinen jetzt viel länger wirkenden Schwanz zurück und drückte mich auf die Matratze, während er Gus etwas anhob. Auch ich legte mich jetzt auf den Bauch und ließ Joachims und Gus‘ Finger gleichzeitig mein Loch weiten und dann folgten die zwei eisenharten Schwänze abwechselnd im Zwei-Minuten-Takt. Rein…raus…rein…raus… „Bitte, habt Erbarmen, ich kann nicht mehr. Ich brauche eine kleine Pause, bitte! Beide zogen sich sofort zurück und beschäftigten sich mit einander. Dann setzte Gus sich auf das Rohr von Joachim und hob und senkte seinen Po rhythmisch.
Diesen beiden frisch rasierten Unterleibern zuzusehen war ein Genuss.
Gus gab mir einen kurzen Wink, dass ich meinen Platz auf dem ‚Pflanzstab‘ unseres Gärtners übernehmen konnte. Ein paar Minute nachdem ich einen massiven Druck auf meiner Prostata gespürt hatte, fühlte ich ein heftiges Pulsieren in meinem Darm und, dass er sich mit so viel Flüssigkeit füllte, dass ich sie nicht halten konnte.
Gus hatte das zwar bemerkt, zwang meinen Schwengel, aber trotzdem noch einmal sein Loch zu füllen. Er bewegte seinen Arsch rauf und runter und bearbeitete wie ein Wilder seinen jetzt total glatten, glänzenden Schwanz selbst.
Seine – trotz unserer morgendlichen Eskapaden – noch immer enorme Ladung landete diesmal in hohem Bogen auf dem glatten, schönen Gesicht von Joachim, der Mühe hatte, die Soße von seinen Augen fernzuhalten. Auch meine Samenblase hatte sich offenbar schnell wieder gefüllt und entleerte sich jetzt in zwei kurzen Schüben in den Darm meines Liebsten. Wieder grunzte er wohlig und drückte mich langsam aus sich heraus.
Joachims Bettwäsche war total versaut, aber wir blieben alle drei liegen und schliefen fast momentan ein. Erst gegen vier Uhr morgens wachten wir wieder auf, wankten alle drei schlaftrunken ins Bad und pinkelten gleichzeitig ins kleine Klo-Becken. „Bleibt Ihr noch?“, fragte Joachim. Wir nickten beide und schmissen uns wieder ins riesige Doppelbett. Das Laken war immer noch feucht von Sperma und Baby-Öl. Wir kuschelten uns aber an einander und drehten uns in die beiden vorhandenen Decken ein. Ich hatte meinen Liebsten im Arm und beide wurden wir von den Riesenarmen unseres Gastgebers umschlungen. In dieser Stellung erwachten wir dann endgültig, als es draußen schon wieder hell wurde.
Joachim kochte Kaffee und stellte ein Frühstück auf den Tisch. „Ihr Süßen, ich muss gleich los, die Arbeit ruft. Ihr braucht Euch nicht zu beeilen. Zieht einfach die Tür hinter Euch zu, wenn Ihr geht“. „Machen wir“, sagte ich. „ Danke Dir für diese unvergessliche Neujahrsfeier und den ‚neuen Look‘. Hast Du Lust, übermorgen zum Abendbrot zu kommen? Wir kochen italienisch“. Ich sah ihn fragend an. „Gern, wenn ich darf. Ihr seid so unwahrscheinlich lieb… Wer hätte das noch vor ein paar Tagen für möglich gehalten, dass ich jemals zwei so tolle Kerle eine ganze Nacht lang hier in meinem Bett haben würde…“. „Also, abgemacht, übermorgen 19:00 Uhr bei uns. Tschüss, Süßer!“ Wir verabschiedeten uns mit einer herzlichen Umarmung und einem dicken Kuss.
Zwei Tage später hätte ich unsere Einladung beinahe vergessen. Erst mittags fiel mir wieder ein, dass wir Joachim versprochen hatten, italienisch zu kochen. Da mir auf die Schnelle nichts Originelles und gleichzeitig Einfaches einfiel, suchte ich Robertos fachmännischen Rat. Der lachte sich halb tot, weil er gerade als ich kam überlegt hatte, was er mit einer riesigen Lasagne machen sollte, die er eigentlich für Tante Rosa, Bjørn, einige Kommilitonen und sich für den nächsten Tag vorbereitet hatte. Gerade eine Stunde vorher hatten sowohl Tante Rosa als auch die Studienfreunde aus unterschiedlichen Gründen abgesagt. „Also, wenn Ihr drei nicht gerade eine intime Privatparty geplant habt, können wir zusammen essen. Wenn Du noch einen Tomatensalat machst, bringe ich den Rest mit“, grinste Roberto. Ich war mal wieder das Glückskind.
Um punkt sieben standen Roberto und Bjørn mit einem großen Backofenblech und zwei Weinflaschen in der Hand bei uns vor der Tür. Von unserem Gärtner-Frisör war allerdings noch nichts zu sehen.
Gerade als wir ohne unseren Gast der Lasagne zu Leibe rücken wollten, klingelte es zweimal. Joachim stand strahlend und ob der Verspätung nur wenig zerknirscht vor uns und hielt uns ein großes, hohes in Packpapier eingepacktes Paket entgegen. „Vorsicht, gerade halten, ist schwer“, grinste er.
Im Wohnzimmer wurde das Papier vorsichtig entfernt und zum Vorschein kam eine bizarre Pflanze in einem geschmackvollen Keramiktopf, der offenbar mit Leca-Kugeln aufgefüllt war. „Eine ‚Beaucarnea recurvata‘ auch Elefanten-Fuß genannte in Hydrokultur“, erläuterte Joachim. „Ich dachte mir, Ihr müsst ja langsam mal anfangen…“. Jetzt sah ich auch den kleinen Wasserstandsanzeiger neben dem Fuß der Pflanze, die äußerst dekorativ und originell aussah. „Mann, Du bist ja lieb. So etwas kostet doch ein Vermögen“. „Erstens wäre mir für Euch nichts zu teuer, zweitens sitze ich an der Quelle und kann mir immer das Schönste aussuchen“. Er nahm Gus und mich in den Arm und küsste uns auf die Stirn.
Roberto und Bjørn schauten unseren Gast etwas entgeistert und gleichzeitig neugierig an. „Ehy, bist Du das, der Joachim?“, rief Roberto übertrieben erstaunt. „Du siehst ja fantastisch aus. Zehn Jahre jünger, und als ob Du Dich für den ‚Sexiest Man of Bremen‘ bewerben wolltest“. Roberto lachte und schaute Joachim von oben bis unten an. „Toll ohne Bart! Hätte ich nicht schon meinen Schatz. Ich würde mich auf der Stelle in Dich verlieben“. „Tja, da wären wir dann ja schon zwei“, bemerkte Bjørn grinsend und musterte Joachim fast noch eingehender als sein Partner.
„War das ein Neujahrsvorsatz, den Du eingelöst hast, oder sollten diese beiden Jungs hier…“, Roberto zeigte auf Gus und mich, „…etwas mit deiner Verwandlung zu tun haben?“
„Die beiden Jungs haben mich tatsächlich verwandelt. Oder sagen wir mal, die haben dafür gesorgt, dass ich langsam wieder der Alte werde“.
„Na, na, wir haben uns lediglich zeigen lassen, wie man mit einem Rasiermesser umgeht. Das macht Joachim wie ein Profi. Und dabei kam es zu einer kleinen Wette…, “ schmunzelte ich.
„Wie dem auch sei, Du siehst einfach gut aus ohne Haare im Gesicht. Bjørn und ich werden uns auch weiterhin rasieren. Schon um uns von der Masse an der Uni abzuheben“. Roberto grinste und sah Joachim immer noch fasziniert an.
„Haare im Gesicht machen alt und am Schwanz sowieso“, kam mal wieder ein trockener Kommentar von Gus. „Na, bei Dir spielt das doch keine Rolle, Du bleibst immer zwanzig, aber ich musste was tun. Ich werde schließlich in vier Wochen 35“, antwortete Joachim. „Oh, ich dachte, Du bist in unserem Alter“, warf Bjørn ein. „Ich bin davon ausgegangen, Ihr wusstet, wie alt ich bin“. „Keine Ahnung, aber Alter ist doch unwichtig. Schöne Männer bleiben schöne Männer, egal wie alt sie sind“, sagte ich ehrlich überzeugt.
„So, Leute, wir können essen. Lasst es Euch schmecken!“
„Wir sollten das öfter machen“, sagte Roberto. „Was”? Gus sah ihn belustigt an.“ „Zusammen essen“. Joachim stimmte mit vollem Mund zu: „Wir könnten auch gern mal bei mir gemeinsam kochen. Roberto scheint uns ja wirklich eine Menge beibringen zu können“. „Gute Idee! Gemeinsam essen und trinken hält Leib, Seele und Freundschaft zusammen“, nickte ich zustimmend.
„Ich kann zwar nicht so gut kochen, wie Ihr, aber ich könnte auch das eine oder andere norwegische Gericht versuchen. Das sollten wir wirklich machen“, fügte Bjørn hinzu.
„Also, Prost, Skål, Cincin auf Euch und alle schönen Männer, die kochen können!“ Gus lachte und hob sein Glas. „Einmal im Monat alle Mann gemeinsam in die Küche und einmal gemeinsam in die Sauna. Das hört sich doch nach einem vernünftigen Plan an“. Alle lachten und Gus schenkte noch einmal Wein nach.
„Ich denke immer noch an unsere tolle Silvester-Fete bei Viktor. Die beiden verliebten Knaben gehen mir nicht aus dem Kopf. Ich habe mir überlegt, wie man dem Frank helfen könnte.“ Joachim sah fragend in die Runde. „Wenn sich Fremde in so etwas einmischen, wird es meistens nur noch schlimmer. Sollte Heiko die beiden bei sich aufnehmen, hat er seinen Stempel endgültig weg. Das wäre wochenlanger Gesprächsstoff für die Leute und würde wohl seinem Umsatz nicht guttun. Die beiden müssten eine eigene Wohnung haben“, gab ich zu Bedenken. „Schon richtig, aber leisten können sie sich das wohl kaum“. „Vielleicht sollten wir die Drei mal in Bremerhaven besuchen“, schlug ich vor. „Gus wollte mir ja schon immer seine Heimatstadt zeigen“. „Nur gute Ideen heute Abend“, strahlte Gus. „Bloß, mit fünf Mann in einer Ente nach Bremerhaven, das wird eng“. „Wir könnten mit meinem Wagen fahren. Im Audi ist genug Platz für fünf Leute“, bot Joachim an.
„Hört sich gut an. Hast Du Heikos Telefonnummer?“, fragte ich Joachim. „Ja, ich rufe ihn morgen an. Und wie kann ich Euch erreichen?“ „Entweder Bjørn und Roberto über Tante Rosa oder uns über Herrn Bergmann. Ich schreibe Dir mal die Nummern auf“.
So hatten wir an diesem Abend einige gemeinsame Aktivitäten vereinbart, die unsere Freundschaft auf Jahre festigen sollten.
Bjørn und Roberto brachen kurz vor Mitternacht auf. Da Joachim nicht mehr ganz nüchtern war, boten wir ihm an, wieder auf unserer Matratze zu übernachten. Er nahm dankend an.
In dieser Nacht schliefen wir allerdings nicht sofort ein. Wir hatten alle drei das Bedürfnis nach Körperkontakt und kuschelten uns zusammen unter zwei Decken auf unserem Doppelbett.
Joachim drückte uns beide mit seinen enorm starken Oberarmen an sich und schob mir seinen harten Schwanz zwischen meine Pobacken und ich machte dasselbe bei meinem Schatz. Allerdings schob ich meinen Kolben gleich tief in ihn hinein. Wir bewegten uns kaum, küssten uns lediglich auf Mund und Nacken und genossen ansonsten einfach den Körper des anderen.
Joachim stöhnte nur ganz leise, als er sich ohne jedes Stoßen in meinen Darm entleerte. Er zog seinen Schwanz nicht zurück, sondern saugte sich lediglich in meinem Nacken fest. Gus wichste seinen Schwanz ganz langsam, seufzte leise und spritze seine Ladung aufs Laken, während er seinen Po nur ein paar Mal auf und ab bewegte. Ich stieß zusätzlich noch einmal kräftig zu und schoss dann meine Sahne in die Tiefen des Darms meines Mannes. Wir schliefen kurz darauf in dieser Stellung ein.
Das gerade frisch bezogene Bett war am nächsten Morgen mit bräunlich-grauen und weißen Flecken übersäht… aber wir hatten wunderbar geschlafen.
Joachim war spät dran und musste uns in aller Hast verlassen, um rechtzeitig bei der Arbeit zu sein. Gus und ich kamen beide zu spät zu unseren ersten Vorlesungen im neuen Jahr, waren aber nicht die einzigen, denen das so ging.
Etwa eine Woche später hatte Joachim bei Herrn Bergmann angerufen und die Nachricht hinterlassen, dass er uns am Sonnabend um 11:00 für eine Tour nach Bremerhaven abholen würde. Bjørn und Roberto seien einverstanden. Sollte es uns nicht passen, bat er um Rückruf.
So fuhren wir an diesem Januar-Sonnabend mit Joachims grauem Audi 100 zu fünft nach Bremerhaven.
Heikos Schuhladen war nicht weit entfernt von der Straße, in der Gus aufgewachsen ist. So machten wir erst einen Spaziergang zum Hafen und zum Deich, ließen uns Leuchtturm und die daneben liegende „Klappe“ (öffentliche Herrentoilette) zeigen, wo selbst am Vormittag ein reges Kommen und Gehen herrschte, um dann mit fünf Mann bei Heiko „einzufallen“.
Er bediente gerade einen Kunden, daher begrüßte uns eine ältere, freundliche Verkäuferin. „Wir sind mit Herrn F…. verabredet, aber warten gern, bis er fertig ist“, sagte Joachim freundlich lächelnd.
Da ich sowieso ein Paar neue Schuhe brauchte, schaute ich mich ein bisschen um. Gleich neben den Regalen der Herren-Abteilung war ein Durchgang zum Lager, wo offenbar gerade jemand Pakete auspackte. Als ich genauer hinsah, erkannte ich Klaus und Frank, die eifrig Schuhkartons sortierten und große Pappen zusammenlegten. Sie sahen mich allerdings nicht.
„Darf ich Ihnen denn schon mal was zeigen“, fragte die Verkäuferin. „Danke, ich schau noch ein bisschen“. Sie schien etwas misstrauisch zu sein, da sie wohl merkte, dass ich mich mehr für das Lager als für die ausgestellten Schuhe interessierte. Gleichzeitig versuchte sie, die anderen Vier im Auge zu behalten, denen sie offenbar auch nicht über den Weg traute.
Sofort nachdem Heiko kassiert und seinen Kunden verabschiedet hatte, begrüßte er uns überschwänglich mit einem warmen freundlichen Lachen. „So viele Kunden auf einmal waren ja schon ewig nicht mehr gleichzeitig in meinem Laden“, feixte er. „Kommt Jungs, wir gehen nach oben in meine Wohnung. Viktor ist übrigens auch da“. Er ging vor und hielt uns eine schmale Tür gleich neben dem Durchgang zu Lager auf. Auf der Treppe drehte er sich um und sagte zu Joachim: „Ehy, Du siehst richtig toll aus ohne Bart. Hätte Dich fast nicht wiedererkannt“. An der Wohnungstür angekommen, fügte er hinzu: „Haare im Gesicht machen so fürchterlich alt und stehen nur wenigen Männern wirklich gut“. Dabei lachte er wieder herzlich und fügte hinzu: „Nicht bös gemeint.“ „Habe ich auch schon gesagt“, schmunzelte Gus.
„Sag mal, wie geht’s Deinen beiden fleißigen Helfern da unten?“, fragte ich. „Oh, ich glaube ganz gut. Ich habe ihnen erstmal ein kleines Zimmer überlassen. Vorerst wohnt nur Frank dort. Er ist sofort einen Tag nach Neujahr zuhause ausgezogen. Die Eltern müssen mitbekommen haben, dass er zu Silvester nicht bei der angeblichen Freundin gewesen ist und haben einen fürchterlichen Krach gemacht. Abends stand er dann mit ein paar Sachen hier bei mir vor der Tür und war ziemlich aufgelöst. Auch bei Klaus hat es Ärger gegeben, weil er bei mir im Laden gesehen worden war. Sein Vater hat wohl gesagt, dass er einen ‚perversen‘ Sohn nicht ertragen könne und hat Klaus ein Ultimatum gestellt, innerhalb von vier Wochen auszuziehen. Da konnte ich ja nicht anders, als den beiden sozusagen Asyl zu gewähren. Na ja, ich mache mir erstmal keine Gedanken. Meine Wohnung ist mit fast 200 Quadratmetern mehr als groß genug. Drei Räume stehen praktisch leer“.
„Und wie gehst Du damit um, dass die Leute Gerüchte über Dich verbreiten?“. „Ach, die Leute… Eigentlich ist Bremerhaven eine ziemlich liberale Stadt. Sollte es schlimmer werden, verkauf ich alles und zieh zu Viktor nach Bremen“. Er zwinkerte uns zu und schien die Angelegenheit lange nicht mehr so ernst zu nehmen wie noch vor ein paar Tagen. „Die beiden kommen gleich rauf. Sie müssen nur noch ein paar Kartons auspacken“, fügte er noch hinzu.
Viktor saß in einem riesigen grauen Ledersessel mitten in einem modern eingerichteten Wohnzimmer, dessen große Fensterfront den Blick auf einen kleinen Park und eine rote Backsteinkirche freigab. Er sprang auf und umarmte jeden einzeln: „Schön Euch zu sehen, Jungs! Habe Euch schon irgendwie vermisst“, lachte er und stutze einen Augenblick, während er Joachim ansah: „ Zurück zu den guten alten Tagen. Du bist ein verdammt hübscher Kerl. Ich weiß schon, warum ich mich damals in Dich verliebt habe…, obwohl, Dein Bart war sooo sexy… Na ja, alles hat seine Zeit“.
Gerade als Heiko dabei war, uns etwas zu trinken anzubieten, schnarrte es in einer kleinen Gegensprechanlage neben dem Telefon. Er drückte auf eine Taste und meldete sich. Wir hörten die Stimme seiner Verkäuferin: „Hier ist ein Ammi…also ein Amerikaner, der zu Ihnen möchte“. Heiko überlegte einen Augenblick, zog dann leicht die Augenbrauen hoch und sagte: „Das ist Jerry… schicken Sie ihn rauf zu uns“. Heiko erklärte: „Jerry ist ein GI, den ich vor einem Jahr hier in der Hafenstraße in einer amerikanischen Bar kennengelernt habe… Er ist ein echt sympathischer und sehr anhänglicher Typ, aber wahnsinnig schüchtern. Er hat unter seinen Kameraden keine Freunde und viele Deutsche haben Vorurteile wegen seiner Hautfarbe. Wir treffen uns immer mal um zu klönen. Er kann ganz gut Deutsch, aber genießt es immer, wenn jemand mit ihm in seiner Muttersprache spricht. Jerry kommt übrigens aus New Orleans und freut sich wie ein Kind, wenn man sich für seine Stadt interessiert“. Heiko lächelte.
Das zaghafte Klopfen an der Tür passte nicht zu der Gestalt, die davor stand. Ein großer, schlanker, muskulöser und durchtrainierter etwa 25jähriger Schwarzer zögerte einzutreten. „Komm rein Jerry! Ich habe ein paar Freunde zu Besuch“. „Oh, sorry… I didn’t know… Maybe I should come back later?!”
“Quatsch, jetzt komm schon rein, Ich stelle Dich vor“. Heiko musste ihn förmlich ins Wohnzimmer ziehen. Jerry gab jedem von uns höflich die Hand und antwortete jedes Mal mit der englischen Standartformel: „How are you, nice to meet you“ und lächelte dabei mit wunderschönen strahlend weißen Zähnen.
Gus war – für mich nicht überraschend - fasziniert; Joachim hingegen starrte Jerry wie paralysiert an. Auch Bjørn konnte seinen Blick von dem wirklich extrem attraktiven Mann nicht losreißen.
Viktor fand als erster seine Sprache wieder: „Please sit down, I’ll get a drink for you“. „No, no thanks, Ich trinke keinen Alkohol“. „Wir haben auch Cola oder Limmo… alles, was Du möchtest“. Jerry lächelte wieder warm und breit. „Ich möchte wirklich nicht stören. Sie haben sicher etwas Wichtiges zu besprechen“. „Hör zu Jerry, es gibt im Augenblick nichts Wichtigeres als meine Gäste und das bist Du auch“, stellte Heiko klar. „Also, Cola für Dich? “ - „Thank you, you are so kind“!
Joachim ließ es sich nicht nehmen, Jerry die Cola einzuschenken und Gus stellte ihm einen Sessel zurecht. Heiko schmunzelte und flüsterte Viktor zu: „ Männergesellschaft …“.
Bjørn hatte offenbar als erster den richtigen Draht zu Jerry gefunden. Die beiden unterhielten sich auf Englisch über Oslo und Norwegen. Es stellte sich heraus, dass Jerry ein Jahr lang an der amerikanischen Botschaft in Oslo Dienst getan hatte.
Bjørn kannte das dreieckige Gebäude in der Nähe des Schlossparks gut, da er dort mehrfach nach Informationen über seinen Vater gefragt hatte. Schließlich waren beide fest davon überzeugt, sich schon einmal gesehen zu haben. Jerry lachte über diese Vorstellung und schwärmte gleichzeitig von dem „marvellous country“.
Er bewundere die Norweger für ihre strikte Trennung von Arbeits- und Privatleben und ihre Liebe zur Natur. Bjørn wollte wissen, ob Jerry Zeit gehabt habe, im Land umherzureisen. Ja, Jerry hatte eine von den Amerikanern organisierte Rundreise mitgemacht. Der Dom von Trondheim und die Fjorde im Vestland hatten ihm am besten gefallen. In Oslo gab es auch keine Military Police, die darauf achtete, dass Soldaten nur in Uniform ausgingen. Hier in Deutschland wären die Regeln viel strenger. Aber sowohl in Norwegen als auch in Deutschland wäre es sehr schwierig Freunde zu finden. Er fand, dass Schwarze in Norwegen so ungewöhnlich seien, dass die Leute zwar sehr neugierig auf sie seien, aber Angst hätten näheren Kontakt aufzunehmen. In Deutschland hätten ganz viele Ältere Vorurteile gegen Ausländer generell und gegen Farbige im Besonderen. Mit den Jüngeren sei es etwas leichter, aber nur, wenn man allein mit ihnen spräche. In eine Gruppe von jungen Leuten würde man als Schwarzer nur ganz selten mal aufgenommen.
„Na, wir sind ja auch eine Gruppe… bei uns bist Du jedenfalls herzlich willkommen“. „Seid Ihr in einem Club?“, fragte Jerry. „Club kann man das nicht nennen…“, grinste Gus. „Wir treffen uns manchmal, um gemeinsam zu essen, zu feiern oder in die Sauna zu gehen“. „Das ist gut. Gemeinsam kochen und dann gemeinsam essen, machen wir bei uns zuhause auch. Nur bei uns kochen fast nur die Frauen. Die Männer essen dann alles auf“, lachte Jerry. „Sauna kenne ich aus Norwegen. Dort musste man immer nackt von der Sauna direkt in eiskaltes Wasser springen. Dazu konnte ich mich nicht überwinden“. „Wozu? Ins kalte Wasser zu springen oder nackt zu sein?“, fragte Gus.
„Na ja, ich bin nicht so abgehärtet, wie ich aussehe. Wir sind halt aus New Orleans keine so extremen Temperaturgegensätze gewöhnt. Mit dem Nacktsein habe ich kein Problem. Obwohl einige weißen Amerikaner uns Schwarze oft damit ärgern, dass wir schwarzen Männer gerne unsere Körper zeigen. Hier in Deutschland ist das fast noch schlimmer.
„Da sind wir alle hier ja schon wieder eine Ausnahme“, grinste Viktor. „Wir sind auch außerhalb der Sauna oft nackt zusammen, ärgern uns selten und finden den Anblick von Männerkörpern durchaus ästhetisch“.
Jerry kniff für einen Moment die Augen zusammen, so als ob er seinen Blick schärfen wollte. „Ist denn niemand von Ihnen verheiratet?“ – „Nein, das ist auch etwas, das uns verbindet. Frauen möchten wir in unserer Gruppe nicht haben“. – „Also, so wie bei uns im Militär“, kommentierte Jerry fröhlich. „Na ja, wenn man so will… Wir haben uns aber gerade zusammengefunden, weil uns an gemeinsamen Aktivitäten mit Frauen nicht so viel liegt“.
Jerrys große Augen wurden wieder ganz klein. Er zögerte und schien mit sich zu kämpfen, was er sagen sollte. „Ich habe auch keine Lust, etwas mit Frauen zu unternehmen. Meine Kameraden mögen mich deshalb nicht sonderlich, denn bei ihnen dreht sich fast die gesamte Freizeit um Frauen. Na ja, es gibt schon einige, die so denken, wie ich, aber die sind weiß und bleiben lieber unter sich“.
„Ja, das ist mir in Eurer Bar auch aufgefallen. Die Weißen und die Schwarzen bleiben fast immer unter sich“, bemerkte Heiko. „Ich glaube, das hat auch was mit der amerikanischen Geschichte zu tun“, gab Jerry zu bedenken. „Eine solche Runde wie diese, also ein Schwarzer allein unter Weißen in einem privaten Kreis, ist bei uns sehr ungewöhnlich“.
„Sch…, dass die Konservativen und Moralisten in dieser Welt immer noch in der Mehrheit sind“, ärgerte sich Gus.
Es klopfte wieder. Klaus und Frank waren mit ihrer Arbeit fertig. „Ehy, hat uns ja gar keiner gesagt, dass Ihr heute kommen wolltet. Hi Jerry, how are you!“ - „Wir mussten doch mal schauen, wie es Euch geht“, feixte ich. „ Es könnte besser gehen“, sagte Frank. „Wieso, was ist los?“ – „Ich bin zuhause ausgezogen, bevor meine Eltern mich rausgeworfen hätten und Klaus ist auch schon quasi rausgeflogen“.
Frank und Klaus berichteten abwechselnd über das, was nach Neujahr passiert war. Jerry hörte aufmerksam zu und sagte dann fast flüsternd: „Die wahre Freiheit werden wir wohl nie bekommen…“. „ Wie meinst Du das?“, fragte Roberto. „Na ja, wir Schwarzen werden in der Welt der Weißen immer unfrei bleiben und… die Männer, die…. Männer lieben, werden auch nie so leben dürfen, wie sie gerne möchten“. – „Sei nicht so pessimistisch. Es geschieht doch etwas“. „Politisch vielleicht, aber in den Köpfen gibt es so viele Vorurteile. Die werden auch in fünfzig Jahren noch nicht ausgerottet sein“. – „Ich denke, in ein paar Jahren werden Männer Männer und Frauen Frauen heiraten dürfen und Amerika wird irgendwann einen schwarzen Präsidenten haben. Da bin ich sicher“, sagte Gus. „Ich wünsche es mir, aber dran glauben kann ich nicht“, zweifelte Jerry.
„Wenn wenigstens unsere Generation etwas offener mit einander umginge. Ihr seid schon eine ganz seltene Ausnahme. Ihr solltet mal die bösen Bemerkungen meiner weißen Kameraden über Schwarze und Schwule hören. Jeden Tag wieder… Einem kann schlecht werden. Und dann gibt es die, die sich beim Duschen in der Gruppe über meinen Penis lustig machen und wenn wir dann beim Pinkeln neben einander stehen, sofort einen Steifen haben und gar nicht genug rüber gucken können. Scheinheilig ist das“. Jerry redete sich in Rage.
„Glaubst Du, weiße Männer lieben anders als schwarze Männer?“, fragte Bjørn.
Jerry dachte lange nach. „Das ist eine gute Frage… Ich denke, das hängt weniger mit der Hautfarbe als mit der Erziehung zusammen. In Amerika und Europa werden Männer aus meiner Sicht mehr zum Herrschen erzogen. Sie werden dadurch auch in der Liebe dominanter und haben Angst vor dem Gefühl, weil Emotionen Macht einschränken würden. Ich glaube, ein Mann, der zum Besitzen und Herrschen erzogen wird, sieht Sex als eine Art Belohnung für Wohlverhalten und weniger als stärksten Ausdruck der Zuneigung zu einem anderen Menschen. Viele Männer reden von Treue, ewiger Liebe und wie verwerflich Fremdgehen ist – nicht aus wirklicher moralischer Überzeugung, sondern weil sie eigentlich einen anderen Menschen quasi besitzen und über ihn Macht ausüben wollen… Die christlichen Kirchen haben dieses Verhalten mit ihrer Moral-Lehre über Jahrhunderte gefördert, weil sie so ihre eigene Macht besser erhalten konnten. Hätte man die Freude am Sex, an der Lust oder dem bloßen körperlichen Kontakt mit einem anderen Menschen ohne Einschränkungen zugelassen, hätte man Selbstbewusstsein gefördert und die Macht der Kirche verringert. Daran hat sich bis heute eigentlich wenig geändert.“
Wir alle schauten Jerry etwas betroffen an, weil wir wohl fühlten, dass hier jemand sehr genau nachgedacht und uns an unsere Oberflächlichkeit erinnert hatte.
„Und doch nehmen wir Amerikaner es nicht so genau mit gesellschaftlichen Regeln in Bezug auf das menschliche Zusammenleben. In Europa ist alles wesentlich differenzierter. Die Deutschen sehen zum Beispiel Humanismus anders als die Franzosen, die Italiener anders als die Norweger und die Holländer anders als die Polen, und doch begründen alle ihre Überzeugungen mehr oder weniger mit christlichen Werten. Ich glaube in Amerika hat sich ein Grundsatz des humanistischen Menschenbildes anders durchgesetzt als in Europa. Wir gehen irgendwie alle davon aus, dass jeder Mensch eine Fähigkeit zur Entfaltung aller Kräfte besitzt, die der Erhaltung seines persönlichen Daseins dienen. Wir scheinen mehr nach eigener Autonomie und Selbstverwirklichung zu streben und uns persönlich weiterentwickeln zu wollen. In Europa zieht man die Selbstverwirklichung im Team oder in der Gruppe vor. Dazu hat man dann aber auch strengere Regeln und lässt nicht gern Fremde in seine Gruppe rein. Humanismus und christliches Denken verhindern aber weder in Europa noch in Amerika Vorurteile und Hass gegenüber Minderheiten und eben Menschen, die nicht zur eigenen Gruppe gehören. Das ist so und wird wohl immer so bleiben“. Jerry lächelte und schaute verlegen auf den Boden.
Heiko ging zur Jerry und legte ihm seinen Arm um die Schulter: „Hast Du viele schlechte Erfahrungen mit Vorurteilen und Hass gemacht?“ – „ Na ja, es waren – gerade im Militär – so einige. Man wird im Laufe der Zeit jedenfalls sehr vorsichtig mit dem was man tut und sagt“.
„Wie lange musst Du noch Militärdienst machen?“, fragte Gus. „Bis Juni, dann werde ich die US-Forces verlassen“. – „ Und dann? Zurück nach New Orleans?“ – „Nein, ich glaube nicht. Meine Eltern leben nicht mehr, meine Geschwister sind alle in New York oder im Ausland, und meine Onkel und Tanten mögen mich nicht. Also, was soll ich dort? Ich habe Aussicht auf einen Job in der Zivilverwaltung der amerikanischen Truppen in Berlin und wenn das nicht klappt, kann ich als Zivilangestellter wieder zurück an die amerikanische Botschaft in Oslo. Ich würde beides sehr gern machen“.
Bjørn strahlte: „Oslo wäre doch toll. Roberto und ich werden in ein paar Jahren auch in Norwegen sein. Spätestens, wenn mein Onkel in drei Jahren 67 ist, werde ich seinen Hof übernehmen… und dann brauche ich jemanden, den ich in der amerikanischen Botschaft kenne, um endlich bei den Nachforschungen nach meinem Vater Hilfe zu bekommen.“ – „Wieso, weißt Du nicht, wo Dein Vater in Amerika ist?“ – „Nein, meine Mutter will seinen Namen nicht nennen. Aber ich weiß, dass mein Onkel ihn kennt und wahrscheinlich sogar eine Adresse hat, aber er mag mich halt auch nicht, und es wird wohl noch ein bisschen dauern, bis ich mehr erfahre“.
„Also, solltest Du einen Namen oder eine Adresse habe, helfe ich Dir gern. Ich kenne auch jemanden, der beim Immigration Office in New York arbeitet.“
Heiko hatte immer noch seine Hand auf Jerrys Schulter und sagte:“ Ich würde mich freuen, wenn meine Freunde sich gegenseitig helfen können. Ich hoffe, Du weißt, dass Du jederzeit zu mir kommen kannst, wenn Du selbst mal Hilfe brauchen solltest. Ich glaube, die anderen hier schließen sich da an“. Wir nickten alle heftig. „Also, solltest Du in Bremen sein, musst Du unbedingt bei uns vorbeikommen. Viktor, Roberto, Bjørn, Gus und ich wohnen ganz nah am Bahnhof… auch, wenn Du nur einen Platz zum Übernachten brauchst“, bot ich an.
„Ich wohne zwar in Lilienthal, aber würde mich auch riesig freuen, wenn Du mich mal besuchst“, Joachim sah Jerry schon fast flehend an.
„Lilienthal ist ja nicht weit von Osterholz-Scharmbeck entfernt. Ich muss mich spätestens Dienstag im Camp Gar… zum Dienst melden. Wir bereiten dort den Bau einer Kaserne vor“. - „Dann schreibe ich Dir mal meine Adresse auf. Telefon ist bei meinem Arbeitgeber, aber da kannst Du jederzeit anrufen“. – „Vielleicht mache ich das wirklich. Heute Abend wollte ich eigentlich nach Bremen und dann morgen weiter nach Osterholz-Scharmbeck“.
„Wir fahren heute Abend auch wieder nach Bremen“, sagte Heiko. „Du kannst bei uns mitfahren, wenn Du möchtest“.
„Boys you are fantastic, I love You”, lachte Jerry und ließ seine ultra weißen Zähne blitzen. “Vor einer Stunde hatte ich noch keinen Freund in Bremen und nur einen hier in Bremerhaven, jetzt habe ich plötzlich auf einmal allein fünf Freunde in Bremen…“, er wischte sich mit dem Handrücken über die Augen, denn ein amerikanischer Soldat weint nicht. Aber er war so gerührt, dass er aufstand und spontan Heiko in den Arm nahm. „Thank you my friend! I can’t express my feelings. I never could… You can’t imagine, what it means for me to have met you. I’m speechless with such kindness.“ – „Übertreibe nicht Jerry, Viktor und ich fahren ja sowieso, also kannst Du selbstverständlich mitfahren“. – „Danke, mein Freund! Das Angebot nehme ich gerne an“.
„Wäre es nicht praktischer, Jerry würde bei Joachim mitfahren und Bjørn und ich fahren mit Heiko und Viktor?“, wendete Roberto ein. „Ja klar, ich fahre ja sowieso in Richtung Gar…“, sagte Joachim.
„Jungs, was haltet Ihr davon, wenn wir jetzt einen ‚Hamburger‘ essen gehen“, fragte Heiko in die Runde. Jerry zeigt uns, wo es die besten gibt“. Alle stimmten zu, Heiko bat seine Verkäuferin, die Tagesabrechnung alleine zu machen und anschließend den Laden abzuschließen.
Ein amerikanischer Imbissbuden-Besitzer an der Hafenstraße machte große Augen, als wir mit zehn Mann gleichzeitig seinen Laden enterten. Im Lokal waren nur wenige GIs. Einige schienen Jerry zu kennen und salutierten eher widerwillig. Jerry sagte grinsend und sehr leise auf Deutsch: „Die müssen das, wenn ein Offizier den Raum betritt, ob sie wollen oder nicht“. Ich bin ‚First Lieutenant‘.
Nach dem Essen wollte Jerry sein Gepäck aus der Kaserne holen, Frank und Klaus wollten nach Hause, Viktor, Bjørn, Roberto und Heiko verabschiedeten sich, um nach Bremen zu fahren und Joachim, Gus und ich versprachen, im Imbiss auf Jerry zu warten.
Ein junger Typ kam an unseren Tisch und fragte: „Americans?“ Wir schauten ihn an und verneinten. „Aber Sie sind Freunde von Jerry?“ – „Ja, ist das ein Problem?“, fragte ich leicht gereizt zurück. „No…not atall, but… der hat sonst nicht viele Freunde und taucht hier plötzlich mit neun Mann im Schlepptau auf. Das wunderte mich. Er ist das, was wir einen ‚Lonely wolf‘ nennen, “ fügte der Mann skeptisch hinzu und betrachtete uns eingehend. Mir war bei dem Gespräch nicht wohl, da eine unterschwellige Gereiztheit im Raum lag, die auch von den anderen Männern ausging, die offenbar darauf aus waren, uns zu provozieren. In diesem Moment fuhr draußen ein offener Jeep der Military Police vor. Die Jungs schmissen Geld auf den Tresen und beeilten sich nach draußen zu kommen. Die beiden Polizisten salutierten, als sie das Lokal betraten. Sie sprachen kurz mit dem Wirt und beachteten uns überhaupt nicht, salutierten wieder kurz und verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren.
Als Jerry in perfekt sitzender Uniform zurückkam, erzählten wir ihm die kurze Episode. Er lächelte und schaute kurz zum Wirt rüber. „Der kennt seine Pappenheimer recht gut und hat vorsorglich die MP angerufen, weil er Angst hatte, die Jungs könnten Stunk machen. Da waren ein paar Typen bei, die…, na sagen wir mal… Schwarze und Minderheiten nicht mögen“. Gus schaute Jerry nachdenklich an: „Und damit kannst Du umgehen?“. – „Ich sagte doch, ich bin Offizier. Das erleichtert vieles während der Dienstzeit, aber in der Freizeit und außerhalb der Kaserne halte ich mich von diesen Leuten fern. Deshalb fahre ich auch am Wochenende lieber nach Bremen. Dort kennt man mich nicht und die Atmosphäre ist wesentlich entspannter“. „Das wäre mir zu anstrengend“, sagte ich nur.
„Aber Du siehst nicht gerade aus, als ob Du Dich nicht wehren könntest. So wie Du gebaut bist, würde selbst ich keinen Streit mit Dir anfangen“, grinste Joachim. „Deshalb fühlen sie sich ja auch immer nur in der Gruppe stark. Der eine von denen, der kleine Blonde, versucht bei jeder Gelegenheit, mit mir zusammen pinkeln zu gehen, stellte sich dann dicht neben mich, starrt mir auf meinen Schwanz, wird knallrot, hat einen Steifen und ist eigentlich lammfromm. Kaum ist der Typ mit den anderen zusammen, ist er aggressiv und versucht zu provozieren. Ich hätte ihm längst schon mal eine Lektion verpassen sollen, aber es gab noch keine passende Gelegenheit“. Jerry lachte verschmitzt.
Wir verstauten Jerrys Gepäck im Kofferraum. Er durfte neben dem Fahrer sitzen, der bester Stimmung, fröhlich pfeifend den Wagen anließ und sich in den Verkehr einfädelte.
Um uns besser unterhalten zu können, beugte ich mich zwischen den Sitzen etwas nach vorn. Dabei fiel mein Blick automatisch in den Schoß und damit auf die enge, korrekt gebügelte, grau-grüne Uniformhose unseres Oberleutnants.
Ich hatte in meinem kurzen schwulen Leben bereits eine ganze Menge enger Hosen mit extrem auffälligen Beulen gesehen, aber das, was sich mir hier für einen kurzen Augenblick bot, übertraf alles bisher Gesehene um ein Vielfaches. Ich glaube, ich bekam das erste Mal, seit ich festgestellt hatte, dass ausschließlich Männer meinen Schwanz zum Hüpfen bringen, einen regelrechten Schreck.
In Jerrys Schoß ahnte man einen etwa zwanzig Zentimeter langen Penis in etwa doppelter Besenstielstärke, der sich völlig entspannt, vom Schritt aus am strammen Oberschenkel abwärts, ziemlich deutlich unter dem robusten Stoff abzeichnete.
Ich vergaß, was ich sagen wollte und ließ mich erstmal wieder in die Rückbank sinken. Gus sah mich von der Seite an: „Ist Dir der Hamburger nicht bekommen?“. „Nein, nein, alles bestens“. Gleichzeitig stupste ich Gus an und bedeutete ihm, unauffällig einen Blick über den Vordersitz zu tun.
Meinem Mann blieb tatsächlich für einen Moment der Mund offen stehen. Er fasste sich aber schneller als ich wieder. Unverfänglich und fröhlich meinte er zu Jerry: „Eure Uniformen sind viel eleganter als die unserer Bundeswehr. Bei Euch sieht das alles maßgeschneidert aus“.
Jerry drehte sich lachend zu uns um: „Sagen wir mal so, ‚Full Dress‘, also die Uniform, die ich tragen soll, wenn ich in der Öffentlichkeit bin, wird ‚angepasst‘. Wir Offiziere gehen tatsächlich zum Schneider, der hier und da Hand anlegen muss“. – „Na ja, ich finde, Du siehst schon sehr sexy aus… Also, da hat der Schneider jedenfalls eine tolle Arbeit gemacht“, grinste mein Mann.
Joachim hatte natürlich längst die Besonderheit der neben ihm sitzenden Uniformhose bemerkt, tat aber so, als ob er sich ganz auf den Verkehr konzentrieren würde. „Kommt ja nicht von Ungefähr, dass deutsche Frauen auf diese Uniformen fliegen. Na ja, und als Mann, der auf Männer steht, müsste ich lügen, wenn ich behauptete, mich ließen diese schicken Dinger völlig kalt“. „Geht mir genauso“, fügte ich von hinten, immer noch leicht geschockt, hinzu.
„In unseren Uniformen stecken aber auch viele Männer mit Minderwertigkeitsgefühlen, die es brauchen, ein bisschen mehr aus sich zu machen, als sie in Wirklichkeit sind. Ich fühle mich gar nicht wohl in diesen Klamotten… ist mir alles zu eng. Ich hab’s lieber leicht, sportlich oder casual, wie wir sagen“, lächelte Jerry. – „Ja, also eng, das sieht man, aber diese Hose macht Dich noch sexyer als Du ohnehin schon bist“, sagte Gus und beugte sich noch einmal vor.
„Enttäuscht mich nicht! Ich dachte Äußerlichkeiten hätten für Euch keine so große Bedeutung“, meinte Jerry, während er sich wieder zu uns umdrehte. „Aber manche Äußerlichkeit kann man als Gay-Mann einfach nicht übersehen“, gab ich zu bedenken.
„Tja, Jungs Ihr habt’s gut. Ich darf diese Äußerlichkeiten an einem Mann eigentlich gar nicht wahrnehmen. Auf jeden Fall darf ich darauf nicht reagieren… schon gar nicht in Uniform. Man könnte auch sagen, ein Fleck in der falschen Farbe an der falschen Stelle auf meiner Hose, und ich fliege morgen aus der Army raus“. Er grinste. „Ich gehe in Zivil hin und wieder zur ‚Klappe‘ am Leuchtturm und habe so einen Schiss, dass mich jemand erkennen könnte, dass mir im wahrsten Sinne, die Knie schlottern. Bei „Hans“ (schwule Kneipe in Bremen) fühle ich mich etwas sicherer, weil der Türsteher seine Gäste kennt und Amerikaner nicht reinlassen würde, wenn ich da bin. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie belastend das ist, einen anderen Mann niemals richtig anfassen zu können, ohne Angst zu haben, seinen Job zu verlieren und vielleicht sogar in den Knast zu kommen? Ich erzähl Euch das auch nur hier im Auto, weil kein Fremder mithört. Der 31. Mai wird ein Festtag für mich in jeder Hinsicht. Dann bin ich frei und kann meine Zukunft planen“.
Joachim hatte sehr nachdenklich zugehört. „Und dann lebt man auch noch in einer reinen Männergesellschaft zusammen mit 4000 Männern in einem eigenen Ghetto… Ganz schön besch…“.
„Das Schlimmste ist, Du kannst in diesem Ghetto niemandem vertrauen. Selbst, wenn Du Jungs kennst, die genauso denken und fühlen wie du selbst, lässt man besser die Finger davon, weil immer die Gefahr besteht, dass sie dich aus purem Egoismus verpfeifen“.
„Hast Du denn niemanden, dem Du voll vertrauen kannst?“ – „ Nein, in der Army nicht. In Oslo gab es einen Zivilmitarbeiter der Visa-Abteilung, der ein wirklicher Freund war. Er ist wieder zurück in die Staaten gezogen und schreibt nur noch hin und wieder. Hier in Bremerhaven habe ich nur Heiko… Na ja, und jetzt Euch“.
„Ich weiß schon, warum ich Militärdienst hasse“, war der Kommentar von Gus.
„Aber Dir kann doch keiner vorschreiben, was Du in Deiner Freizeit machst“, warf Joachim ein. „Nein, das kann niemand, aber sie sagen, dass ich hier im Ausland das starke, mächtige Amerika repräsentiere und das ist eben nicht gay… und für viele Weiße übrigens auch nicht black. Gay zu sein ist für manche weiße Vorgesetzte etwa so schlimm, wie die amerikanische Flagge zu verbrennen und sie warten nur darauf, dass sie einem ungeliebten schwarzen Kollegen etwas anhängen können, um ihn loszuwerden“.
„Ich könnte das keine Woche aushalten. Wie hast Du das so viele Jahre lang geschafft?“, fragte Joachim. „Ich musste immer besser sein als die anderen…und… wahrscheinlich auch hin und wieder das größere Arschloch. So verschafft man sich Respekt, aber eben auch immer mehr Neider und Feinde. Die Jüngeren und Neuen haben Angst vor mir und viele der Älteren können mich nicht einschätzen. Der Herrgott hat mich in jeder Hinsicht stark gebaut, physisch und psychisch. Das ist meine Lebensversicherung. Ich bin einer der wenigen Schwarzen in unserer Einheit, der noch nie unter der Dusche verprügelt oder sonst irgendwie erpresst worden ist. Ich lasse mich aber auch mit niemandem auf mehr als das Dienstliche ein“. – „Verstehe“, sagte Joachim nachdenklich.
„Darf ich Dich jetzt mal ganz was Intimes fragen? Wenn Du nicht antworten willst, bleibe ich trotzdem Dein Freund“. – „Frag ruhig. Ihr seid so lieb. Euch sage ich alles“.
„Wenn man mit so vielen Männern Tag und Nacht zusammen ist, gibt es doch bestimmt mal einen, bei dem Du beim Duschen einen Steifen bekommst. Wie kannst Du das verbergen?“ Jerry drehte sich wieder zu Gus um und schaute ihn sehr lange an. Dann lächelte er fast liebevoll und sehr warm.
„Ich könnte jetzt sagen, ich schaue nicht hin und gehe dem Betreffenden aus dem Weg, aber das stimmt nur zur Hälfte. Ich habe schon als Kind gelernt, meinen Schwanz quasi vom Kopf aus zu steuern… weil … na ja, weil er halt sehr groß ist und viel Blut hinein gepumpt werden muss, um ihn richtig steif werden zu lassen. Ich habe mir beigebracht, dieses Blut zurückhalten zu können. Auch wenn das unmöglich klingt, es geht. Seit ich mit ungefähr 14 wusste, dass ich gay bin, haben sich die Männer ausschließlich für meinen Schwanz interessiert. Ich habe bis heute niemanden getroffen, der mich nur als Person wollte. Schon als Kind haben mich Frauen wie Männer immer nur wegen meines Penis bewundert. Schon deshalb habe ich mir die Fähigkeit beigebracht, die Aufmerksamkeit der anderen nicht noch zusätzlich auf meinen Schwanz zu lenken. Viele glauben, der arme Junge ist impotent, was er beileibe nicht ist…“. Jerry lachte laut und fast befreit. Um seine Augen bildeten sich sympathische Lachfältchen und er wirkte so gelöst, wie wir ihn bis jetzt nicht gesehen hatten.
„Ich nehme es Euch nicht übel, dass Ihr – genau wie Heiko – das Thema so wichtig findet. Ich werde ja selbst manchmal von Träumen gequält, in denen mein Schwanz im Mittelpunkt der Bewunderung vieler Männer gleichzeitig steht, ich immer ganz weit weg bleiben muss und niemanden näher kommen lassen darf… das sind Albträume“.
„Entschuldige bitte, ich wollte Dich wirklich nicht kränken. Ich bin manchmal einfach ein unsensibles, rücksichtsloses Trampeltier. Aber unter uns Freunden sind wir es gewohnt, total unkompliziert mit einander umzugehen und Sex nicht nur zu praktizieren sondern auch darüber zu reden. So blöd und egoistisch wie ich bin, habe ich gedacht, Dir ginge das genauso“. Gus wirkte wirklich zerknirscht und wollte gerade Jerry seine Hand zur Entschuldigung reichen, als der sich blitzartig zu uns umdrehte und mit seinen riesigen Händen nach Gus‘ Kopf griff, ihn zu sich heranzog und ihn wild küsste. Gleich darauf wiederholte er dasselbe mit mir. Darauf forderte er Joachim auf: „Halt an!“ Kaum war der vor lauter Schreck sofort rechts ran gefahren, legte Jerry sich über ihn drückte ihm seine Zunge in den Mund.
„So Jungs, das musste jetzt sein. Meinetwegen schmeißt mich jetzt aus dem Auto raus. Ich hätte es verdient. Aber solltet Ihr mich trotzdem noch mögen, möchte ich Euer Freund sein… genauso unkompliziert, offen und lieb, wie Ihr es seid. Stellt Bedingungen, sagt, was ich tun muss, aber lasst mich Euer Freund sein“.
Im Auto war es ganz still. Joachim himmelte Jerry jetzt offen an. Gus und ich sahen uns an und verstanden uns ohne Worte. Joachim fand als erster seine Stimme wieder: „Abgemacht!“
„Wer mit so verrückten Typen wie uns befreundet sein möchte, muss sehr speziell, sehr verzweifelt, sehr mutig oder sehr verrückt sein. Aber Ok… ich kann mir keinen besseren Freund vorstellen, kannst Du?“. Gus sah mich an. „ Nee, ich auch nicht… Jerry, Du passt zu uns. Nimmst Du uns, wie wir sind, nehmen wir Dich, wie Du bist“. Ich massierte ihm seinen Nacken und strich ihm durch seine harten krausen Haare. Jerry legte seinen Kopf gegen die Kopfstütze und hatte seine Augen geschlossen. Wer genau hinsah, konnte auf der dunklen Haut seines Gesichts ein winziges feuchtes Rinnsal über den Backenknochen ausmachen. Unser Oberleutnant weinte.
„Wo soll ich Dich eigentlich hinfahren?“, fragte Joachim. Jerry hatte immer noch die Augen geschlossen und schien zu schlafen. Ohne sich zu bewegen antwortete er: „Ich weiß nicht… ich weiß überhaupt nichts mehr“. „Na dann schlage ich vor, wir fahren erstmal nach Schwachhausen und setzen Gus und Walter ab und anschließend fahre ich Dich nach Gars…“. Jerry schlug die Augen auf und schaute Joachim fast schon erschreckt von der Seite an: „Nein, bitte nicht nach Gars… Dort brauche ich nicht vor Dienstag sein. Fahr mich in irgendeine Pension, in der ich noch was zu trinken bekomme und wo ich mal richtig ausschlafen und von diesem wunderschönen Tag träumen kann“.
Joachim fand eine Parklücke direkt bei uns vor dem Haus.
„Wollt Ihr wirklich schon nach Hause? Können wir nicht noch etwas Zeit mit einander verbringen. Ich würde Euch gern noch auf ein Bier einladen, bevor ich ins Bett gehe“. Jerry sah uns so traurig an, dass ich, ohne auf Gus‘ Zustimmung zu warten, antwortete: „Ok, wir kommen noch mit…“. Gus wendete sich an Joachim: „Kennst Du eine Pension, die auf dem Weg nach Gar… liegt?“ – „Nicht direkt, aber in Lilienthal gibt es vielleicht was“. „Also gut, wir nehmen unser Auto und fahren hinter Euch her“.
Joachim fuhr zügig durch das Universitätsgelände Richtung Horn und bog dann nach Lilienthal ab. Kurz vorm Ortseingang stoppte er an einem schwach beleuchteten Haus mit einem kleinen Parkplatz vor der Tür. Jerry und er stiegen aus, um schon nach wenigen Minuten wiederzukommen. „Alles belegt. Jerrys GI-Kollegen scheinen sich hier in der Gegend überall einquartiert zu haben. Der Besitzer meinte, wir sollten lieber wieder in die Stadt fahren, dort wären noch Zimmer frei. Ich habe Jerry vorgeschlagen, bei mir zu übernachten, aber er will nicht.“
„Bei Joachim ist es sehr ruhig und Ihr werdet Euch doch wohl vertragen“, feixte Gus.
„Ich habe hier in Deutschland noch nie bei jemandem privat übernachtet. Das ist uns zwar nicht verboten, wird aber nicht gerne gesehen“, gab Jerry zu bedenken.
„Da draußen in der Gärtnerei kriegt das kein Mensch mit… und wir erzählen es auch nicht weiter“, lachte ich.
„Kommt Ihr denn noch mit?“. – „Wo wir jetzt schon mal auf dem Weg sind und wenn Joachim nichts dagegen hat…gern“. Gus schaute Joachim fragend an. „Klar, Ihr seid herzlich willkommen. Ich habe sogar Wein, Cola und Bier im Haus“, grinste er.
Jerry schien noch nicht ganz wohl bei der Idee zu sein, stimmte aber zu.
Fünfzehn Minuten später saßen wir bereits bei Joachim in der Küche. Er zeigte Jerry das Schlafsofa im Wohnzimmer und legte ihm Bettzeug raus. „Mach’s Dir bequem! Wir sind in der Küche.“
Joachim öffnete ein Flasche Rotwein und stellte Cola und Wasser auf den Tisch. Gus zog seinen Pullover und seine Schuhe aus und legte seine Beine auf die Küchenbank. „Mir gefällt das jedes Mal besser bei Dir. Du hast es richtig gemütlich hier“. „Ich finde es ja auch schön. Bloß jeden Abend hier draußen alleine vorm Fernseher ist auf die Dauer eintönig“.
Jerry hatte sich umgezogen und stand jetzt in einer hellgrauen Trainingshose und mit einem bunten ‚New Orleans T-Shirt‘ etwas unschlüssig in der Küchentür. „Komm setz Dich zu uns, nimm Dir was Du möchtest und fühl Dich wie zuhause“. Jerry wischte sich schon wieder mit dem Handrücken übers Gesicht, so dass die weißen Handflächen sichtbar waren. „So lieb bin ich das letzte Mal vor fast vier Jahren bei meiner Mutter zuhause in New Orleans aufgenommen worden… ein Jahr bevor sie starb“.
„Mach Dir nicht so viele Gedanken, Jerry! Entspann Dich! Mach’s wie Gus, leg Deine Beine hoch und erzähl uns ein bisschen mehr von Dir. Wir hören zu“, lud Joachim ihn ein, während auch er seinen Pullover und seine Schuhe auszog.
„Sagt mal, wie macht Ihr das? Ihr habt den ganzen Tag über nicht gestritten, niemand war aggressiv und keiner ist laut geworden. Ich habe bisher auch keine abfällige Bemerkung über jemand anderen gehört… Ihr seid doch keine Heiligen“. Jerry hatte sich neben Joachim gesetzt und nippte an seiner Cola. Ich saß Gus gegenüber auf der Küchenbank und massierte etwas seine Füße. „Vielleich liegt es daran, dass sich jeder von uns in der Gegenwart des anderen wohl fühlt. Keiner ist vom anderen abhängig oder hat sich zu irgendetwas verpflichtet, was er nicht halten kann. Na ja, und keiner muss dem anderen beweisen, dass er klug, stark oder mächtig ist…“.
„Trotzdem sehr ungewöhnlich… spätestens, wenn es um sexuelle Beziehungen geht, wollen Männer doch meistens ihren Partner besitzen“. Jerry wendete sich Gus und mir zu: „Ihr beide wohnt doch zusammen und mögt Euch ja wohl auch… Habt Ihr nie Angst, dass einer Eurer Freunde für den anderen attraktiver sein könnte? Ich glaube, wenn mein Freund mit so vielen hübschen Männer gleichzeitig befreundet wäre, würde ich eifersüchtig werden“, sagte Jerry nachdenklich.
„Wenn nur Sex und Äußerlichkeiten eine Zweierbeziehung zusammenhalten, dann kann das nicht lange gutgehen. Da hast Du Recht. Es muss schon ein paar mehr Dinge geben, die eine Freundschaft zusammenhalten“. Gus sah mich an und lächelte sein liebes, warmes Lächeln.
„So, wie Du den Walter anschaust, glaube ich Dir das… Es sieht so aus, als hättet Ihr schon viel mit einander erlebt. Habt Ihr denn auch schon mal Sex mit einem anderen Mann gehabt?“ Gus, Joachim und ich schauten uns an, zogen etwa gleichzeitig die Augenbrauen hoch und begannen so fürchterlich an zu lachen, dass Jerry ganz verunsichert von einem zum anderen blickte. Joachim schlug ihm auf die Schulter und prustete mehr als, dass er sprach: „Sex?... Sex, ist das, was uns allen so viel Spaß macht… sozusagen unsere Gemeinsamkeit…“. Gus fing sich als erster wieder: „ Jerry, sei bitte nicht böse. Wir lachen nicht über Dich. Aber wir haben nicht geglaubt, dass Du nicht bereits gemerkt hast, dass wir alle schon mal mit einander Sex hatten…“. – „Alle, was heißt das?“ – „Na ja, wir drei hier haben jedenfalls Bjørn, Roberto, Viktor, Heiko, Joachim, Frank und Klaus mehr als nur nackt in der Sauna gesehen… um das mal vorsichtig zu sagen“, grinste er.
Ich konnte damals Jerrys Gesichtsausdruck nicht deuten und hatte den Eindruck, er sei einfach nur ziemlich erstaunt gewesen. Gus meinte, er habe eine Art Erleichterung und Freude in seinem Gesicht gesehen.
„Das konnte ich mir tatsächlich nicht vorstellen… aber das muss toll sein, ohne schlechtes Gewissen mit einander Sex haben zu können… Ich habe davon immer geträumt, aber dann war da im Hinterkopf das, was ich als Kind über Treue, Ehe und Liebe gelernt habe. Meine Eltern haben zwar sechs Kinder in die Welt gesetzt und waren sich immer treu, aber hatten sich zum Schluss kaum noch etwas zu sagen… leider“.
„Jeder sollte sich fragen, was er an seinem Partner so schätzt, dass er auch noch in fünfzig Jahren fröhlich mit ihm reden mag und Lust hätte, Neues mit ihm zu entdecken“, sagte ich. „Das kann jedenfalls nicht nur Sex sein“.
Joachim hatte seine Kopf in die Hände gestützt und fügte hinzu: „ Das Schlimmste ist doch, wenn man sich gegenseitig misstraut und wegen der Lust auf Sex dem anderen unterstellt, er würde heimlich alle bisherigen Gemeinsamkeiten wegen eines anderen Schwanzes über Bord schmeißen…“.
Gus nickte heftig zustimmend.
„Ich frage mich oft, warum viele Leute Sex und Liebe immer in einen Topf werfen. Das gemeinsame Wichsen beim Pinkeln hat doch nichts mit Liebe zu tun. Oder Männer, die nachts im Park ficken, lieben sich doch nicht…“, fügte Joachim hinzu.
„Für mich ist Liebe gegenseitige Verpflichtung und Gefühl zugleich und das Engste, was Menschen verbinden kann. Sex ist nur eine Art Untermalung oder Bekräftigung einer Liebe. Es ist aber eben auch die Lust, einen anderen Menschen, den man mag, ganz nah körperlich zu spüren und Zuneigung geben und empfangen zu können. Und mehr Männer als den einen, den man liebt, zu mögen kann ja eigentlich nichts Schlechtes sein“. Ich sah Jerry an und bemerkte wieder seine zusammengekniffenen Augen. Er schien intensiv nachzudenken.
Schließlich sagte er ganz leise – und es sah dabei aus, als spräche er mit der Tischplatte: „Genauso habe ich mir das als Rechtfertigung immer ausgedacht… bloß, ehrlich zu lieben habe ich mich noch nie getraut…, und… wahrscheinlich habe ich noch mehr Angst davor geliebt zu werden. Ich bin jetzt 25 und habe noch nie einem Mann erlaubt, mich anzufassen, obwohl so viele gierig darauf sind, einmal meinen Schwanz berühren zu dürfen. Die Männer, die ich bisher umarmt habe, kann ich an einer Hand abzählen. Neben mir hat noch nie ein nackter Mann im Bett gelegen…“.
Jetzt waren wir sprachlos. Jeder von uns war davon ausgegangen, dass Jerry ein intaktes, wenn auch heimliches, Sexualleben hatte, und er bereits mehrere mit seinem gigantischen Schwanz glücklich gemacht hatte. „Willst Du damit sagen, Du hast bisher immer nur auf Abstand mit Jungs gewichst?“ – „Ja fast…, am Uni-See in Bremen war ich mal so geil, dass ich einer Gruppe von sechs Jungs erlaubt habe, mich vollzuspritzen. Einerseits war es das absolute Wahnsinnigste, was ich in Sachen Sex bisher erlebt habe, andererseits hatte ich tagelang anschließend ein schlechtes Gewissen“.
„Weshalb?“ – „Weil ich die Jungs immer wieder abgewiesen habe. Sie hätten alles mit mir gemacht. Der eine wollte sogar unbedingt von mir gefickt werden… und weil ich mich nicht getraut habe, wenigstens mit einem von ihnen mal zu sprechen. Ich war so furchtbar arrogant, dass sie geglaubt haben müssen, ich bildete mir entweder was auf meine Hautfarbe oder meinen Penis ein. Dabei war das nur die Angst, einen anderen Menschen zu nah an mich ranlassen zu müssen“.
„Aber…, Du hast uns vorhin im Auto geküsst…. War das tatsächlich das erste Mal?“, fragte Gus ziemlich fassungslos. „Ja… entschuldigt bitte… das hätte ich nicht tun dürfen… aber Ihr seid einfach so unwahrscheinlich lieb. Ich wüsste nicht mal, für wen von Euch ich mich entscheiden würde, wenn ich könnte. Ich mag auch Heiko sehr, sehr gern und habe schon geträumt, mal mit ihm richtig zu schlafen, aber er will nicht. Vorhin im Auto habe ich mir einen ganz kurzen Augenblick vorgestellt, wie ich jeden von Euch einzeln lieb haben könnte. Aber keine Angst, das kommt nicht wieder vor“.
Gus und ich sahen uns an und grinsten: „ Unser Freund Bjørn hat sich bei uns auch dauernd für seine Zuneigung zu uns entschuldigt. Bis zu dem Moment an dem Gus ihm zu verstehen gab, dass wenn er sich noch einmal entschuldigt, er mit uns als Freunden nicht mehr rechnen kann“, lachte ich.
„Aber… also… ich wusste doch nicht, wie Ihr das auffasst…und…überhaupt…, wir kennen uns doch erst ein paar Stunden“, Jerry wirkte ratlos.
„Mensch Jerry, Du bist ein toller Kerl, hast alles richtig gemacht und vor allem, Du musst das tun, was Du für richtig hältst. Hier bei uns darfst Du alles. Wir nehmen Dir nichts übel… und… rede Dir bloß nicht ein, wir hielten Dich für arrogant“, sagte Joachim ganz sachlich.
„Ich glaube Jungs, ich habe heute mehr innerhalb von 24 Stunden über und für mich gelernt als in 25 Jahren bisher. Ich muss darüber jetzt erstmal schlafen“.
Joachim erhob sich und räumte den Küchentisch ab: „Wollt Ihr beide heute Nacht noch nach Hause fahren, oder lieber hier bleiben?“ Gus und ich überlegten kurz und antworteten dann: „Wenn es Dir nichts ausmacht, würden wir gern bleiben. Wir schlafen auch auf dem Fußboden…“. „Quatschköppe! Wir machen das wieder so wie letztes Mal“.
„Darf ich eben noch duschen?“, fragte ich. „Ich auch bitte…“, schloss sich Gus an. „ Dann verzichte ich, sonst wird das zu teuer für Joachim“, sagte Jerry und wollte Gutenacht sagen. „Ehy Jerry, jetzt ist aber Schluss. Selbstverständlich duschst Du wie wir alle… das bezahlt sowieso die Firma“, grinste Joachim. „Es ist alles ein bisschen eng bei mir, aber wir kriegen das schon hin. Wenn ich Euch richtig kenne, duscht Ihr beide zusammen. Dann solltet Ihr anfangen. Ihr wisst, wo Handtücher, Rasierapparate und Zahnbürsten liegen“. Joachim sah Gus und mich augenzwinkernd an. „Danach dusche ich, dann hat Jerry anschließend seine Ruhe und alle Zeit der Welt“.
Bei uns ging es verhältnismäßig schnell. Ich genoss es, von Gus eingeseift zu werden. Wir rasierten gewohnheitsmäßig auch noch jeweils unseren Schritt etwas nach. Schon nach 15 Minuten saßen wir bereits wieder in der Küche, jetzt allerdings lediglich mit einem Badetuch um die Hüften geschlungen.
Noch während wir auf Joachim warteten, hatte Jerry sich im Wohnzimmer umgezogen und kam lediglich mit einer dreiviertellangen, rot-weißen Shorts bekleidet und einem Handtuch über der Schulter zurück in die Küche. Sein glatter, muskulöser, ebenmäßiger Oberkörper glänzte, als sei er eingeölt. In der Shorts zeichnete sich sein enormer, fleischiger und mindestens zwanzig Zentimeter langer Penis deutlich ab. Seine Beine waren, wie der gesamte Körper, völlig haarlos.
Gus grinste, während er Jerry von oben bis unten ansah. „Du weißt aber schon, dass Du es uns mit einem solchen Anblick sehr schwer machst zurückhaltend zu bleiben?“
Jerrys bisherige Unsicherheit war innerhalb von nur wenigen Minuten von ihm abgefallen. Er stand gerade und entspannt vor uns, seine Augen leuchteten lebhaft und fröhlich und er lächelte selbstbewusst und unbeschreiblich warmherzig. „Ok Jungs, Ihr werdet mich vermutlich nicht gleich vergewaltigen wollen… und wenn doch; ich habe mich eben entschieden, dass Ihr die ersten Männer sein sollt, vor denen ich mich nicht mehr verstecken und gegen deren Zuneigung ich mich nicht wehren werde“.
In diesem Moment kam Joachim aus dem Bad. Er war, entweder aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit, ganz nackt. Seine Haare waren noch etwas feucht und auch von seinem glatt rasierten Glied perlten noch einige Wassertropfen ab.
Jerry und er schauten sich an, als ob sie sich gerade erst über den Weg gelaufen seien. Joachim schien Gus und mich gar nicht zu bemerken. Er setzte ein paar Mal an, etwas zu sagen, brachte aber kein Wort über die Lippen. Stattdessen wurde er knallrot im Gesicht und wischte sich in einer hastigen Bewegung über die feuchten Haare. Er schien weggucken zu wollen, konnte aber seinen Blick nicht von Jerry nehmen. Der schluckte deutlich, räusperte sich und brachte ganz leise und heiser hervor: „ Mein Gott… bist Du hübsch… also…ich meine… also, Ihr seid alle drei toll…aber…“. Schon verschlug es ihm wieder die Sprache und er drückte sich an Joachim vorbei ins Bad.
Gus legte seinen Arm um Joachim und sagte leise:“ Da hast Du jetzt aber Eindruck gemacht… Du siehst aber gerade auch besonders geil aus. Kein Wunder, dass unser Oberleutnant da aus der Fassung geraten ist. Vielleicht sollten Walter und ich Euch etwas allein lassen“. Gus sah mich an und gab mir einen Wink, damit wir uns ins Schlafzimmer zurückziehen sollten. „Wir legen uns schon mal hin“.
Joachim schüttelte den Kopf: „ Lasst mich lieber nicht allein…. Ich mach da bestimmt was falsch. Das geht mir alles viel zu schnell. Ich weiß gar nicht, was da eben in mich gefahren ist…, es ist schon wieder vorbei“. Gus schaute ihn lächelnd an: „Vorbei? ... Da ist nichts vorbei. Wir sind ja in der Nähe… sag einfach, wir lägen schon im Bett“. Gus nahm mich am Arm und schob mich durch die kleine, enge Tür zum Schlafzimmer, die wir angelehnt ließen.
Über die nächsten zwei bis drei Stunden kann ich nur zum Teil aus eigener Beobachtung berichten. Vieles haben Jerry und Joachim uns erst Tage später erzählt.
Jerry brauchte fast eine halbe Stunde im Bad. Als er wieder in die Küche kam, war er frisch rasiert und hatte offenbar eine Gesichtscreme aufgetragen. Das feuchte Handtuch hatte er um den Nacken gelegt und er trug wieder seine Shorts. Joachim war dabei die Küche aufzuräumen und immer noch nackt.
Mit einem Seufzer setzte sich Jerry auf die Küchenbank und schaute Joachim bei der Arbeit zu. „Wo sind denn Gus und Walter?“, fragte er beiläufig. „Die haben sich schon hingelegt“. „Schlaft Ihr in einem Bett?“ –„ Ja, das geht sehr gut. Mein Bett ist sehr groß“. Joachim vermied es Jerry anzuschauen, weil er wusste, dass er sonst seinen Schwanz nicht mehr im Griff haben würde. Jerry hingegen verfolgte jede Bewegung seines Gastgebers und konnte sich scheinbar nicht sattsehen und fragte schließlich: „Möchtest Du auch schon ins Bett, oder magst Du Dich noch ein bisschen zu mir setzen?“ – „Wir können gern ins Wohnzimmer gehen, dort ist es etwas bequemer. Nimm Dir was zu trinken mit.“ Joachim nahm sein Glas und ließ Jerry vorgehen.
„Ich hoffe, es stört Dich nicht, wenn ich mir nichts mehr anziehe. Wenn ich allein bin, bleibe ich immer nach dem Duschen nackt, schaue noch etwas Fernsehen und gehe dann ins Bett“. – „Ganz im Gegenteil… Du bist so hinreißend schön anzuschauen. Es wäre eine Schande, da etwas mit Textilien zu bedecken“. – „Du bist lieb! Ich habe selten Männer zu Besuch, die so etwas Nettes zu mir sagen“. Er warf sich aufs Sofa und streckte die Beine von sich. „Drück mal beim Tonbandgerät dort drüben auf ‚Play‘! Aber nur, wenn Du Elvis magst…“, grinste Joachim. „Ja klar, super!“. „Oh, entschuldige, das ist ja jetzt Dein Bett. Ich habe mich einfach aus Gewohnheit hier hingeschmissen.“
Joachim erhob sich, um in einen der Sessel zu wechseln. „Nein, nein bleib doch sitzen. Es ist doch Platz genug, und wenn ich schlafen möchte, sage ich Bescheid. Wann kann ich schon mal neben einem so netten Kerl wie Dir sitzen…“. Leise ertönte aus der Stereo-Anlage ‚ “A Boy Like Me, A Girl Like You”. Jerry ließ sich ebenfalls aufs Sofa fallen, schaute auf die dunklen Balken der Zimmerdecke und summte den Song mit. „Ersetz mal das Wort ‚girl‘ durch ‚boy‘“, sagte er ohne Joachim anzuschauen.
Unmerklich rückte Jerry etwas näher an Joachim heran. Beide schienen sich mit ihren Armen auf der Sitzfläche abzustützen. Ihre Hände waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Jerry trommelte mit seinem Zeigefinger den Takt der Elvis-Songs. Joachim streckte hingegen seine Finger immer mal wieder in Richtung Jerrys, nur um sie sofort wieder zurückzuziehen. Irgendwann trafen sich Joachims und Jerrys Zeigefinger für einen kurzen Moment. Jerry drückte vorsichtig und ganz zärtlich gegen Joachims Zeigefingerkuppe und wendete sich dabei ihm zu. „Nimm Deine Hand nicht weg. Es ist so schön, Dich zu spüren“, flüsterte Jerry. Als Antwort strich Joachim über Jerrys Handfläche bis zum Handgelenk und zurück. Der schaute wieder zur Decke. „Du bist nicht nur hübsch anzusehen, Du bist auch noch zärtlich“. „Danke, das wollte ich auch gerade sagen“, schmunzelte Joachim.
„Hättest Du das gedacht, dass der Tag für uns beide so enden würde?“, fragte Jerry. „Nein bestimmt nicht… Ich dachte heute Vormittag, dass Du Dich gar nicht sonderlich für mich interessierst. Hier jetzt nackt – und ziemlich aufgeregt – neben Dir zu sitzen, hätte ich mir nicht träumen lassen“. „Siehst Du und mir ging’s genauso… bis eben. Als Du aus dem Bad kamst und so unbeschreiblich sexy dastandst, habe ich gedacht, jetzt drehe ich durch. Von so einem Mann habe ich immer geträumt und plötzlich war meine Welt auf den Kopf gestellt. Nur traue ich mich immer noch nicht… ich meine…ich… würde Dich so gerne anfassen, habe aber fürchterliche Angst, dass Du das gar nicht willst“.
Joachim drehte sich abrupt um, schaute Jerry direkt ins Gesicht: „Herrgott… ich nicht wollen? Ich warte darauf, seit ich Dich bei Heiko in der Tür stehen sah, bin fast durchgedreht als Du uns im Auto geküsst hast und hätte Dich eben in der Küche am liebsten so fest in den Arm genommen, dass Du keine Chance gehabt hättest mir zu entkommen… Nein, nein… komm her mein Süßer!...“.
Elvis sang: ‚ Don't Ask Me Why’.
Mit einem festen Griff hielt Joachim Jerrys Schultern und kniete sich über ihn. Der schloss seine Augen und ließ sich entspannt hintenüber fallen. Joachim presste seinen krummen, eisenharten Schwanz gegen Jerrys Brustkasten und ließ sich dann ganz langsam soweit hinabgleiten, dass seine Zunge den wunderschönen Mund mit den schlohweißen Zähnen erreichen konnte.
Beide Zungen umkreisten einander. Immer wieder schob Joachim seine Zunge vor. Dabei wanderten seine Fingerkuppen zärtlich über den makellosen schwarzen Körper. Als er sich der Körpermitte näherte, bäumte sich Jerry kurzzeitig auf, so als ob er Joachim wegstoßen wollte, entspannte dann aber wieder und überließ sich Joachims sensiblen Fingern. Mit einem kräftigen Ruck zog der mit nur einer Hand Jerrys Shorts nach unten und schob sie dann mit seinen Füßen ganz weg. Unwillkürlich legte Jerry seine beiden großen Hände auf seinen gigantischen Penis, der sich jetzt mit Blut zu füllen begann und schnell an Volumen und Länge zunahm.
Die Männer, mit denen Joachim und wir später über Jerry sprachen, hielten uns ausnahmslos für pornogeschädigte Aufschneider und niemand, der Jerry nicht kannte, wollte uns glauben.
Dieser Schwanz stellte sowohl Andreas Gigantschwanz wie Karls abnorme Riesentestikel in seiner Außergewöhnlichkeit in den Schatten. Vergleiche mit Aubergine oder Salatgurke sind unpassend und im Falle von Jerry auch respektlos. Aber wer je eine über 30 Zentimeter lange Salatgurke jenseits der Euro-Norm finden sollte, kann sich vielleicht an meine hier erzählte Episode erinnern.
Joachim schob behutsam und sehr zärtlich Jerrys Hände beiseite und betrachtete einen Augenblick ehrfürchtig diese extreme Laune der Natur. Der Schwanz war im Vergleich zu Jerrys Hautfarbe eher hell. Er war nicht steif, aber hart und lag mehr auf der Bauchdecke als, dass er stand. Die Vorhaut hatte sich komplett zurückgezogen und gab die riesige, kiwi-große, feuchte, lila glänzende Eichel frei.
Joachims Lippen umschlossen sie bis zu den kleinen, weißen Pickeln am Eichelkranz und schob sie sich so weit wie möglich in den Mund.
Jerry atmete stoßartig und stöhnte so laut, dass wir es im Schlafzimmer deutlich hörten. Seine Lustlaute waren für uns Stimulation genug, uns mit unseren eigenen Schwänzen und erogenen Zonen zu beschäftigen. Gerade als Gus‘ steifer Schwanz meine Prostata massierte und ich mich selbst vor Erregung nicht mehr zurückhalten konnte, hörten wir von nebenan einen gellenden Schrei.
Jerry hatte versucht, seinen mit nur wenig Spucke befeuchteten Schwanz ohne Vorbereitung in Joachims Loch zu schieben. Joachim war einiges gewöhnt und hatte ja auch mit unseren zwei Schwänzen gleichzeitig kein Problem, aber diese Herausforderung war einfach zu groß.
Wir hörten Joachim kurz ins Badezimmer gehen. Gleich darauf war im Wohnzimmer wieder zärtliches Flüstern, Seufzen, leises Stöhnen und schweres Atmen zu hören.
Joachim hatte jetzt den gesamten Monster-Schwanz mit Baby-Öl eingerieben und auch sein Loch selbst vorbereitet. Jerry war vorsichtiger geworden und arbeitete sich Millimeter für Millimeter vor, während seine dunkelrote Zunge über Joachims Hals und Nippel glitt. Joachim korrigierte zwischendurch etwas mit der Hand und war, trotz aller Bemühungen entspannt zu wirken, ziemlich verkrampft. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn, und sein Gesicht war schmerzverzerrt.
Jerrys Hände streichelten zärtlich sein Haar, den Nacken, den Rücken und den Po. Erst allmählich entspannte sich Joachim. Sein Penis war zwischendurch völlig schlapp geworden, hatte aber jetzt wieder seine für ihn typische 20 cm lange Sichelform.
Während Jerry weiterhin sehr behutsam seinen gewaltigen Kolben in Joachims Darm auf und ab bewegte, steckte ihm Joachim liebevoll nach und nach seine Finger in den Mund.
Gus spielte gerade mit meinem Sperma auf meiner Bauchdecke als aus dem Wohnzimmer ein tiefer Seufzer darauf hin deutete, dass Jerry zum Höhepunkt gekommen war. Joachim rief leise aber hörbar: „Oh Gott, was ist das denn?“ Jerry hatte ungefähr die Hälfte seines Spermas in den Darm entleert, spritzte aber eine Minute später immer noch in kürzeren Intervallen sowohl auf Joachims Bauch als auf das Laken des Schlafsofas. Joachim konnte die große Menge Sperma im Darm nicht halten und drückte sie ebenfalls aufs Laken. Er behauptete später, es sei fast ein halbes Wasserglas voll gewesen.
Jerry nahm Joachims gesamten 20-Zentimeter-Schwengel bis zur Peniswurzel in den Mund und bearbeitete ihn rhythmisch bis auch Joachim mit einem glücklichen Stöhnen in Jerrys Schlund spritzte.
Wir hörten noch, dass Joachim ein neues Laken holte und beide ins Bad gingen. Gus und ich ersparten uns den Gang und schliefen eng umschlungen tief und fest ein.
Als wir am nächsten Morgen erwachten, saßen die beiden anderen schon nackt am Küchentisch und sahen sich in die Augen, während sie sich gegenseitig die Köpfe hielten und abwechselnd übers Haar strichen.
„Guten Morgen, Ihr zwei! Habt Ihr immer noch nichts an oder schon wieder nichts?“, fragte Gus lachend. „Ist doch herrlich, so wie es ist… ich möchte, dass alles so bleibt, wie es gerade ist“, sagte Jerry träumerisch. „Ich auch!“, pflichtete Joachim bei. „Ab morgen ist erstmal wieder Arbeitsalltag, aber wir haben uns gefunden und das ist sehr, sehr schön“.
„Ich freue mich, dass Gus und ich nicht ganz unschuldig daran sind“.
Jerry und Joachim hatten vereinbart, dass Jerry, solange er in Gars… zu tun hatte, bei Joachim wohnen sollte. Dazu musste zwar ein Antrag auf Privat-Unterbringung bei der Militärverwaltung gestellt werden, aber das war nur eine Formalität. Darüber hinaus wollte Jerry untersuchen, ob es möglich wäre, vorzeitig in die Zivilverwaltung zu wechseln.
Gus und ich fuhren nach einem ausgiebigen Frühstück zurück nach Bremen und trafen uns dort abends mit Heiko, Bjørn und Robert bei Viktor.
Die folgenden Wochen waren vollgepackt mit Terminen an der Uni. Eine Klausur jagte die nächste. Referate mussten gehalten und Hausarbeiten gefertigt werden. Hinzu kamen Treffen mit der Studentenvertretung, Seminare und nicht zuletzt die Vorlesungen. Im März fand Gus eine recht gut bezahlte Stelle als Aushilfslehrer in einer privaten Berufsfachschule. Ich hatte mit dem Eigentümer der Gärtnerei in Lilienthal vereinbart, ein paar Stunden in der Woche und an Wochenenden dort auszuhelfen. So wurde Joachim quasi mein Chef.
Anfang April bekam Jerry die Nachricht, dass er ab sofort in den zivilen Dienst der US-Army übernommen worden war. Schon im Februar hatte er einen Antrag auf Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland gestellt. So zog er schließlich auch ganz offiziell im April bei Joachim ein, der sogar noch zwei Zimmer zusätzlich von seiner Firma mieten konnte. Es handelte sich um zwei etwa gleich große Räume, die bisher als Lager genutzt wurden und direkt mit seiner Wohnung verbunden waren. An zwei auf einander folgenden Wochenenden trafen wir Freunde uns, um Joachim und Jerry bei den Renovierungsarbeiten zu helfen. Es musste gestrichen, tapeziert und Fußboden verlegt werden. An einem Wochenende im Mai feierten wir dann sowohl die neue, erweiterte Wohnung als auch den Einzug von Jerry.
Es sollte eine große Party werden. Jerry hatte sich das gewünscht. Zufällig war der geplante Sonnabend der 17. Mai, also norwegischer Nationalfeiertag. Ich hatte Joachim und Jerry gefragt, ob es ihnen etwas ausmachen würde, wenn auch Vatern und Jörgen dabei wären, denn bei uns war es Tradition, den 17. Mai zusammen zu verbringen. Dazu muss man wissen, dass dieser Tag für Norweger wichtiger ist als Weihnachten und Ostern zusammen. Die beiden freuten sich, meinen Vater und seinen Freund kennenzulernen.
Außer allen unseren Freunden waren noch Kollegen von Joachim und sein Chef eingeladen.
Roberto hatte Pizza auf drei großen Blechen gebacken. Bjørn steuerte zwei Torten in den norwegischen Nationalfarben Rot, Weiß, Blau bei, Heiko hatte für Grillfleisch gesorgt und Viktor für einige gute Weine und verschiedene Biersorten. Grill und Sitzgelegenheiten für alle stellte Joachims Chef zur Verfügung.
Am Tag vorher hatten Erik und Karl bei Herrn Bergmann angerufen und ausrichten lassen, dass es ihnen gut gehe, und sie uns zum Nationalfeiertag gratulieren wollten.
Schon seit dem frühen Morgen waren wir dabei, den kleinen Platz vor Joachims Fachwerkhaus umzugestalten. Der Grill, Tische, Bänke und die Musikanlage wurden aufgebaut. Bjørn hatte sogar eine norwegische Flagge organisiert, die er an einer Stange neben einem der Tische befestigte. „Hier können sich nachher alle Norweger und Norwegen-Freunde treffen“, lachte er.
Nachmittags ging es dann Schlag auf Schlag. Viktor, Ronald und Werner kamen aus Bremen, fast gleichzeitig fuhren Heiko, Frank und Klaus auf den Hof. Auch mehrere von Joachims Kollegen waren bereits da, als Vaterns Audi in der Einfahrt auftauchte. Im Auto saßen allerdings vier Leute.
Noch bevor Vatern ausgestiegen war, machte ich als erster die kräftige Gestalt von Karl aus. Gleich darauf erschien auch Eriks charakteristischer Rotschopf. Mir viel in dem Moment nichts Besseres ein als Gus zu rufen: „ Komm mal schnell…wir haben Besuch!“ Er feixte ohne sich umzudrehen: „ Das ist eigentlich der Sinn der heutigen Veranstaltung“. Ich kümmerte mich nicht weiter um ihn und ging stattdessen unseren Gästen entgegen.
Erik und Karl strahlten um die Wette, und wir begrüßten uns mit einer stürmischen Umarmung: „Gratulere med dagen! Riktig god 17. Mai!“. Jörgen schien etwas verwundert, dass ich Karl und Erik vor meinem Vater begrüßte. Der aber stand nur in der offenen Autotür, lächelte und freute sich, dass seine Überraschung gelungen war.
„Mensch, wie habt Ihr das denn gemacht…“, war meine nicht besonders intelligente Frage, aber ich freute mich riesig, die beiden zu sehen. „Taxi nach Fornebu [damals Oslos Flughafen], Flug Oslo – Kopenhagen – Bremen, Privattaxi eines Herrn Dr. Ek… nach Lilienthal… und siehe da, die Feier kann beginnen“, lachte Karl.
„Ihr seid klasse…! Schaut doch mal, ob Ihr hier noch jemanden kennt…“. Da weder Gus noch Bjørn oder Roberto schon die neuen Gäste bemerkt hatten, legte ich den Zeigefinger an den Mund und deutete auf den Tisch mit der norwegischen Flagge: „Setzt Euch still und leise dort hin! Wollen doch mal sehen was passiert“, grinste ich und begrüßte dann endlich Vatern und Jörgen. Beide hatten sich elegant und sommerlich angezogen, waren schon leicht gebräunt und in bester Stimmung.
Ich hatte den Eindruck Vatern wurde von Mal zu Mal jünger. Noch vor einem Jahr wäre es undenkbar für ihn gewesen, Pflegecreme und Eau de Toilette zu benutzen. Ganz zu schweigen davon, dass er ein körperbetontes, buntes Hemd und dazu passende weiße Sommerhose getragen hätte. Auch Jörgen hatte sich durch die aktuelle Mode inspirieren lassen und trug, über einem klein gemusterten Hemd mit großem Kragen, einen dünnen, braun-gelben, sehr engen Pullover mit Rautenmuster, dazu eine knall-enge Schlaghose, die eine erstaunliche Beule und einen sehr knackigen Arsch ausformte. Auf jeden Fall wusste Jörgen, wie man sich einer interessierten, schwulen Öffentlichkeit präsentieren musste, um Aufmerksamkeit zu erregen. Ich hoffte nur, Vatern konnte damit umgehen.
Aus der „Norwegen-Ecke“ kam plötzlich lautes, jubelndes Geschrei. Bjørn und Roberto hatten die Überraschungsgäste entdeckt und lagen sich in den Armen. Jetzt endlich hatte auch Gus unsere lieben – wenn nicht liebsten – Freunde entdeckt und lief mit weit ausgebreiteten Armen zu ihnen hinüber.
„Da haben sich aber welche lange nicht gesehen…“, grinste Jerry, der das Geschehen aus der Ferne beobachtet hatte und jetzt zu uns kam, um Vatern und Jörgen zu begrüßen.
„Das ist Jerry, unser Freund und heutige Mit-Gastgeber“, stellte ich ihn vor. „Mein Vater und sein Freund und Sozius in der Anwaltskanzlei, Jörgen“. Alle gaben sich artig die Hand, wobei Jörgen Jerrys Hand wieder einmal viel zu lange und zu fest drückte. Dabei musterte er ihn so frech, dass ich überlegte, ob ich mich für ihn entschuldigen musste. Jerry konterte den Blick allerdings so unverhohlen neugierig und direkt, dass ich dafür keinen Anlass mehr sah. Er setzte noch einen drauf indem er sagte: „Schicke Hose hast Du…ich hoffe, ich darf Du sagen… gefällt mir“. Die Direktheit schien Jörgen zu verblüffen, denn er grinste nur und schwieg. Vielleicht auch deshalb, weil Jerry in jeder Hinsicht wieder eine Augenweide war. Er trug ein helles, vertikal gestreiftes Hemd, das nicht geknöpft sondern lediglich über einem breiten Ledergürtel zusammengeknotet war. Dazu hatte er eine weit geschnittene, kurze, beige Bügelfaltenhose angezogen. Die war allerdings so kurz, dass ich kurzzeitig die Befürchtung hatte, sie werde Jerrys außergewöhnlichen 30 Zentimeter nicht ganz abdecken können. Wer einen Blick dafür hatte, ahnte, was sich hinter dem eleganten, kurzen Stück Stoff verbarg. Vermutlich war auch genau das, Jörgen nicht verborgen geblieben.
Nach und nach machten jetzt auch die anderen Gäste sich mit einander bekannt. Joachim begrüßte seinerseits alle noch einmal persönlich mit Handschlag und blieb dann lange bei Karl und Erik sitzen, bis auch Jerry dazu kam. Der legte seinen Arm auf Joachims Schultern und sagte: „ Wenn ich diesen ‚Guy‘ nicht getroffen hätte, säßen wir jetzt alle nicht hier, und ich wäre vielleicht in der Sicherheitsabteilung der amerikanischen Botschaft in Oslo“.
Erik zog die Augenbrauen hoch und sah Jerry fragend an. „In Oslo? Wie das denn?“ – „Tja, man sieht es mir zwar nicht an, aber ich war schon einmal ein Jahr als ‚soldier‘ dort und hatte schon einen Antrag laufen, als Zivilangestellter wieder dorthin versetzt zu werden“. Er lachte dabei sein wunderbar warmes Lachen. „Na ja, Schwarze sollen ja bei fehlender Sonne langsam bleicher werden, deshalb habe ich die Sache erstmal auf Eis gelegt… Nein, Spaß beiseite… wir wollen einfach noch ein bisschen warten, was sich beruflich für uns hier in Deutschland ergibt“.
Erik musterte beide eingehend und sagte dann: „Merkwürdig, wie Wege sich immer wieder kreuzen und unterschiedlichste Menschen innerhalb kürzester Zeit Gemeinsamkeiten feststellen... . Ich habe Karl nach Oslo gelockt, und er hat vor ein paar Monaten in dem für ihn völlig fremden Land auch gerade angefangen zu arbeiten; und ich habe – genau wie Dein Freund – mit Blumen und Pflanzen zu tun“.
Jerry sah sich um und winkte Joachim zu ihnen an den Tisch. „Ich glaube, Du solltest Dich mal mit Erik unterhalten, der ist auch Gärtner“. Erik lachte und begrüßte Joachim noch einmal: „Also, Gärtner bin ich zwar nicht, aber ich handele mit Pflanzen und Schnittblumen… wenn auch nur in Norwegen, aber immerhin…“. Er grinste und zwinkerte Joachim zu. „Es muss ja jemanden geben, der das ganze Grünzeug unter die Leute bringt. Bei uns im Lande ist das fast noch wichtiger als hier bei Euch, weil es wenig Blumen gibt und die dann auch noch teuer sind“. – „Was machst Du denn genau?“, fragte Joachim. „Ich bin Blumen-Großhändler und Importeur in Oslo. Wir kaufen das, was es an norwegischer Ware gibt und ergänzen unser Angebot mit Blumen aus der ganzen Welt, vor allem aber aus Holland, Israel und Süd-Amerika. Hin und wieder kaufen wir auch aus Italien und Deutschland“. „Na, dann interessiert Dich ja vielleicht, was wir hier machen. Wenn Du willst, hole ich mal meinen Chef, und wir zeigen Dir unseren Betrieb“. „Ja, super. Das interessiert mich wirklich“.
Joachims Chef begrüßte Erik und freute sich sichtlich, jemanden gefunden zu haben, mit dem er ein gemeinsames Thema hatte. Als die Drei nach über einer Stunde von ihrem Rundgang zurückkamen, unterhielten sie sich wie alte Freunde.
„…Darüber müssen wir noch einmal ausführlich sprechen… wie lange seid Ihr noch in Deutschland?“. „Nur bis übermorgen“. –„Wo übernachtet Ihr denn?“. „Wissen wir noch nicht. Herr Ek… wollte ein Hotel für uns suchen. Wir sind erstmal vom Flughafen direkt hierhergekommen“.
„ Wenn Ihr wollt, könnt Ihr bei uns im Gästezimmer schlafen. Wir haben es gerade erst vor ein paar Tagen eingerichtet“. Joachim sah Erik fragend an. „Ehy, das wäre ja riesig nett… Ich muss nur Karl fragen“, sagte Erik begeistert.
Gus und ich waren im ersten Moment etwas enttäuscht, weil wir gehofft hatten, die beiden würden mit zu uns kommen, aber Joachims und Jerrys neues Gästezimmer war natürlich mit unserer Matratze auf dem Fußboden nicht zu vergleichen. Durch die Erweiterung seiner Wohnung hatten die beiden einen der beiden neuen Räume zu ihrem gemeinsamen Schlafzimmer gemacht und Joachims altes Schlafzimmer war Gästezimmer geworden.
Karl gab lediglich zu bedenken, dass er in den paar Stunden, die sie in Deutschland waren, gerne auch ein bisschen Zeit mit Gus und mir verbracht hätte. „Kein Problem, die beiden können auch hierbleiben. Das Schlafsofa ist ja noch frei“, grinste Joachim. Damit war die Sache geklärt.
Vatern wirkte etwas überrumpelt, aber sah ein, dass Joachims Angebot perfekt war, denn auch ihm lag daran, dass das Geschäftliche mit dem Privaten auf diese Weise mit einander verbunden werden konnte.
Inzwischen war es dunkel geworden. Vatern und Jörgen hatten sich verabschiedet und machten sich auf den Rückweg nach C…. Viktor, Heiko, Werner und Ronald fuhren ebenfalls nach Bremen und Joachims Kollegen waren auch nach und nach verschwunden.
„So etwas sollten wir öfter machen“, sagte Roberto. „Einfach nur zusammen essen, trinken, neue Leute kennenlernen und uns unterhalten… das macht Spaß“. „Stimmt, wenn Ihr das nächste Mal nach Oslo kommt, treffen wir uns alle bei uns“, antwortete Erik.
„Nun habt Ihr alle so viel von Norwegen erzählt, und selbst mein Chef redet ja seit heute Nachmittag von nichts anderem mehr. Jetzt habe ich wirklich Lust ‚Euer‘ Land so schnell wie möglich kennenzulernen. Jerry, was meinst Du, wollen wir noch in diesem Jahr eine Reise in den Norden machen?“, fragte Joachim. „Ich bin sofort dabei“, antwortete Jerry und sah strahlend in die Runde.
„Ok, abgemacht…Wie wär’s im Juli? Roberto besorgt die Tickets. Erik und Karl sorgen für eine preiswerte Unterkunft und Walter stellt eine Reiseroute zusammen?“, stellte Gus weniger fragend als bestimmend fest. Da kein Widerspruch kam, war die Reise beschlossene Sache.
Da es kühler geworden war, hatte Joachim an einer Feuerstelle hinter seinem Haus ein Lagerfeuer entzündet und ein paar Matten und Decken ausgelegt. Wir setzten uns auf den Boden und kuschelten uns jeweils zu zweit unter eine Decke. Jerry hatte irgendwo eine Gitarre gefunden und begann ein paar Akkorde zu schlagen. Dann begann er zu singen: „I Can't Be Myself When I'm With You…”. Seine Stimme war warm und eindringlich und er interpretierte den Country-Song auf eine Art, wie man ihn vielleicht in New Orleans gesungen hätte. Joachim legte seinen Kopf zwischen Jerrys Füße und schaute in den Sternenhimmel. Wir anderen rückten automatisch noch etwas enger zusammen und hörten fasziniert zu.
Als Jerry „California Dreamin“ anstimmte, nahm Karl Erik in den Arm und küsste ihn zärtlich im Nacken. Den Mamas-&-the-Papas-Song sangen wir mit.
„Bitte, spiel noch ein bisschen mehr, Du bist toll!“, rief Roberto und schmiegte sich an seinen Bjørn. „Ja bitte!“, rief auch Gus, der mittlerweile seinen Kopf in meinen Schoß gelegt hatte und an einem Grashalm knabberte.
„Ok Guys, do you know “Stand By Me” of Ben E King? If no, here comes Jerrys version”. Er lachte und begann seine Gitarre als Trommel zu gebrauchen und sah, während er das sich immer wiederholende ‚ darling stand by me‘ sang, seinem Joachim so lieb in die Augen, dass dem die Tränen kamen. Auch mein Liebster schaute mich mit, für ihn untypisch, feuchten Augen an und sang leise mit. Karl und Erik hatten sich quasi in einander festgesogen und Bjørn und Roberto hatten sich so fest umschlungen, dass im Dunkeln nicht mehr auszumachen war, wer, wer war.
Als Joachim ein paar Holzscheite nachschob, wurde es für einen Augenblick etwas heller und jeder konnte sehen, dass sich Jerrys Monsterschwanz aus der für ihn zu kurzen Hose einen Weg nach draußen gesucht hatte. Die bläulich glänzende, riesige Eichel schimmerte deutlich im Feuerschein.
Für Gus und mich kam der Anblick nicht unerwartet, Bjørn und Roberto bekamen ihn gar nicht mit. Erik und Karl waren allerdings paralysiert und vergaßen sofort alles, was sie eigentlich mit einander vorgehabt hatten. Karl flüsterte mir völlig entgeistert zu: „Mein Gott, ist das echt?“ Ich schmunzelte und erwiderte leise: „Schau Dich an, bei Dir ist ja auch alles echt“.
„Sag nicht, Du hast das Ding auch schon in der Hand gehabt…“. – „Nein, leider nicht, dafür kennen wir uns noch nicht lange genug, aber ich kann trotzdem bestätigen, das Teil ist so enorm, wie es aussieht“. Ich grinste und kraulte weiter den Kopf, der in meinem Schoß lag.
Joachim schien es zu genießen, dass sich einige Augenpaare auf ihn und seinen Freund richteten. Ich hatte den Eindruck, dass er jetzt bewusst begann, seinen Kopf weiter in Jerrys Schoss zu drücken und gleichzeitig wie nebenbei das Hosenbein, das nur noch notdürftig Jerrys Schwanz bedeckte, weiter nach oben zu schieben.
Jerry schien sich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und setzte zu einem neuen Song an: “How Sweet It Is To Be Loved by You" von James Taylor, den er, wie er später erzählte, erst zwei Tage vorher das erste Mal im Radio gehört hatte. Es zeigte sich immer mehr, Jerry war nicht nur ein interessanter und außergewöhnlicher Mann, er war auch ein begnadeter Künstler.
Die Gitarrenklänge, das rhythmische Trommeln zwischendurch und Jerrys weiche, angenehme Stimme versetzten nicht nur Gus und mich in eine Art Trance. Karl und Erik wiegten sich synchron im Schein des Feuers. Bjørn und Roberto bewegten sich halb sitzend, halb liegend in einer Art Tanzbewegung, und Joachim ließ im Takt der Musik seinen Kopf auf dem Riesenschwanz seines Geliebten auf und ab sinken.
Der Song war verklungen, Jerry hatte seine Gitarre aus der Hand gelegt und sich nach hinten über fallen lassen. Es war jetzt ganz still. Nur das Knacken und Knistern des Feuers war zu hören. Hin und wieder hörten wir ein ganz leises Stöhnen aus Jerrys Richtung sonst nichts.
Bjørn und Roberto waren die ersten, die sich trotz der kühlen Temperaturen Hemd und Hose ausgezogen hatten und jetzt nackt mal auf mal unter ihrer Decke lagen. Auch Erik war dabei seine Sachen abzulegen und gleichzeitig Karl auszuziehen.
Joachim hatte den Knoten von Jerrys Hemd geöffnet und die Shorts runtergezogen. Um sie ganz abzustreifen erhob sich Jerry. Das Bild, das sich uns jetzt bot war so einzigartig, dass wir alle noch Jahre später immer wieder davon sprachen.
Sein schwarz glänzender, makelloser Körper bog sich im Feuerschein so, dass abwechselnd sein jetzt voll erigierter Penis, sein wunderschön geformter, recht kleiner Po und dann wieder sein symmetrisch geschnittener, muskulöser Oberkörper im fackelnden Licht bizarre Schattenwirkungen erzeugten.
Auch Joachim hatte sich jetzt erhoben und war vollkommen nackt. Auch sein massiger, großer Körper warf eindrucksvolle Schatten. Beide begannen jetzt zu tanzen… mal eng umschlungen, mal sich einzeln drehend. Allein die Bewegungen von Jerrys Geschlechtsteil waren so aufreizend, dass alle anderen Schwänze in der Runde ebenfalls eisenhart und sich zum Teil schon feucht glänzend bewegten.
Gus zog und schob mich mit einer Art Polka-Schritt um das Feuer herum. Als wir bei Jerry und Joachim vorbeikamen, streckte Gus seinen Arsch dem harten Monster-Schwanz kurz entgegen, nur um ihn gleich darauf Joachim anzubieten. Schließlich drückte er ihn so fest gegen meinen Lustkolben, dass ich gar nicht anders konnte, als in ihn einzudringen. Sofort entzog er sich mir wieder, um sich erneut Jerry und Joachim anzubieten.
Plötzlich packte Jerry meinen Liebsten an den Schultern und stieß mit ganzer Macht sein Mega-Teil ohne Warnung oder Vorbereitung in sein Loch.
Gus wurde kreidebleich und verzerrte sein Gesicht so schrecklich, dass ich echte Angst um ihn bekam. Ich sah, dass er erst heftige Abwehrbewegungen machte, dann aber sichtlich entspannt seine beiden Handflächen bespuckte, um die Eichel seines Peinigers zu befeuchten.
Joachim kniete sich neben die beiden und leckte sowohl das Loch meines Liebsten und die Eichel seines Schatzes. Gus genoss diese Behandlung sicht- und hörbar. Jerry löste seinen Griff und presste jetzt sein Glied ganz behutsam gegen die Rosette, die sich ihm angeboten hatte.
Unsere vier anderen Freunde standen inzwischen um uns herum und schauten fasziniert zu.
Als Jerry Karls Körpermitte im Schein des Feuers sehen konnte, riss er die Augen auf und vergaß für einen kurzen Moment, was er vorhatte: „Oh, my God… You lucky fellow…“, brach es aus ihm heraus. Dann warf er den Kopf in den Nacken und drückte seinen Kolben weiter in den Darm meines Mannes, der jetzt wieder etwas gequälter aussah und mit seiner Hand nach meinem Kopf suchte.
Ich küsste meinen Schatz so intensiv wie ich konnte und umfasste sowohl Jerry als auch Gus.
Joachim lag weiter unter den beiden und leckte abwechselnd den Anus und den sich jetzt immer weiter in den Darm meines Liebsten drückenden Schwanz. Jerrys Stöhnen wurde lauter und variierte in seiner Klangfarbe von Minute zu Minute.
Bjørn und Roberto legten sich ebenfalls auf den Boden und beschäftigten sich mit Joachims Schwanz und seinen Nippeln.
An meinem empfindlichsten Punkt zwischen den Pobacken spürte ich jetzt Karls Zunge. Gleichmäßig und zärtlich stimulierte er meinen ‚G-Punkt‘. Erik war offenbar schon tief in seinen Mann eingedrungen, denn er stöhnte am lautesten von uns allen und ich merkte wie er mit seinen rhythmischen Bewegungen den kräftigen Körper von Karl immer wieder gegen mich drückte.
Mein Schatz litt immer noch und schwitzte stark. Allerdings gab er meinen Mund nicht frei. Sein Stöhnen war eher schmerz- als lustvoll, aber er hatte es so gewollt.
Schließlich löste er sich abrupt von mir und rief mit erstickter Stimme: „Bitte, hör auf! Ich kann nicht mehr…bitte, bitte“. Er klang fast verzweifelt. Jedenfalls hatte ich ihn niemals vorher so gehört.
Jerry zog seinen Gigant-Kolben sofort zurück und küsste Gus quasi tröstend den Nacken. Der ließ sich fallen und legte sich mit ausgebreiteten Armen auf den Boden. Ich tat es ihm nach und hielt seine Hand. Auch die anderen lagen jetzt Jerry im wahrsten Sinne des Wortes zu Füßen.
Wie um noch einmal bestätigt zu bekommen, dass der Mega-Schwanz Wirklichkeit war, fassten alle noch einmal an. Dann begann Jerry wie ekstatisch zu wichsen und einer nach dem anderen tat es ihm nach. Erik spritzte als erster im hohen Bogen auf Karl, dessen Ladung dann Gus und ich voll abbekamen. Roberto behielt sein Sperma auf seiner eigenen Bauchdecke und Gus, Bjørn und ich waren noch heftig am Rubbeln, als Jerry mit einem tiefen Seufzer seine weiße Sahne in immer wieder neuen Intervallen auf uns am Boden Liegende verteilte. Ein dicker Tropfen der köstlichen Lustflüssigkeit landete direkt auf meinen Lippen und schmeckte einfach herrlich. Immer wieder drehte sich Jerry um und zuckte erneut bei jedem seiner Schüsse.
Bjørn erhob sich leicht und leckte Jerrys Schwanz ab und schoss selbst eine riesige Ladung ebenfalls auf meinen Brustkasten. Gus wimmerte leicht neben mir, während er mich anschaute und darauf wartete, um mit mir gleichzeitig abspritzen zu können. Eine Fähigkeit für die ich ihn sehr bewunderte. Im Gegensatz zu mir konnte er seinen Orgasmus steuern. Und dann explodierte es bei mir und meine Sahne vermischte sich mit der von Gus und dem, was schon auf meiner Brust und meinem Bauch vorhanden war.
In diesem Moment kniete sich Jerry nieder und leckte mit seiner knallroten Zunge meinen Körper vom Hals bis zu den Füßen ab und wendete sich dann Karl zu. Ohne größere Probleme umschloss Jerrys Mund die Monster-Hoden unseres Freundes und löste damit den für Karl so typischen Sing-Sang aus.
Die anderen spielten ebenfalls noch etwas mit ihren Schwänzen und der großen Mengen Sperma, die auf all unseren Körpern gelandet war.
Das Feuer war fast erloschen und der Sonntagmorgen dämmerte bereits, als wir unsere Sachen nahmen und in Decken gehüllt ins Haus gingen. Wir gingen jeweils zu zweit ins Bad und schmissen uns anschließend auf unsere Schlafplätze.
Die Sonne stand bereits hoch am Himmel als wir uns nach und nach alle in der Küche einfanden, um einen Kaffee zu trinken. Jerry setzte sich dicht neben Gus und flüsterte: „Tut mir leid wegen gestern, entschuldige bitte…“. – „War doch meine Schuld… Du warst einfach so geil, da hatte ich mich nicht mehr unter Kontrolle“. – „Ging mir ja genauso… ich habe einfach nicht so viel Erfahrung mit anderen Männern… die meisten haben ja Angst von mir gefickt zu werden“. –„ Mit der richtigen Vorbereitung ist das einfach wunderschön, Deinen herrlichen Schwanz zu spüren… Du bist ein ganz toller Typ.“
Den Rest des Sonntags verbrachten wir damit, Karl und Erik Bremen zu zeigen. Im Schnoor fanden wir ein Restaurant, in dem es Platz für acht Gäste gab, und gerade als wir bestellen wollten, betraten drei Jungs, etwas jünger als wir, den Laden. Sie waren offensichtlich nicht ganz nüchtern und unterhielten sich laut und aggressiv über Fußball. Dann blieben sie an unserem Tisch stehen und schauten Jerry an: „Guck mal, eine Rolle Dachpappe und seine Bedecker… Neger können doch mit ihren dicken Schwänzen gar nicht richtig laufen… Wollen wir mal ausprobieren, ob der kann?“, rief einer von ihnen den anderen zu und näherte sich Jerry bedrohlich.
Karl, Erik und Joachim schauten sich kurz an, lächelten und erhoben sich. Karl zog provozierend sein enges T-Shirt über seinem mächtigen Brustkasten stramm und Joachim räusperte sich, um etwas zu sagen, als einer der anderen drei Jungs versuchte zu beschwichtigen: „Lass gut sein, den schnappen wir uns später mal…“. „ Wer weiß, vielleicht sind das Amis. Die schmeißen nachher noch Napalm so wie in Vietnam…“, rief der Dritte.
Jetzt riss Karl der Geduldsfaden. „Passt bloß auf, dass wir Euch nicht gleich ‚schmeißen‘. Wenn’s der Wirt hier nicht macht, mache ich es notfalls auch alleine“. Er atmete tief durch und pumpte seine Muskeln auf, wie er es vor seinen Catcher-Wettkämpfen zu tun pflegte. Auch Joachim präsentierte seinen massigen Körper jetzt so, als sei er jeden Moment auf eine Schlägerei eingestellt.
„Also Freunde, Ihr geht jetzt besser, oder es knallt“, sagte Karl eher leise und fast gelassen. „Ehy Alter, ist ja gut, reg Dich nicht auf. Der Bimbo ist doch die ganze Aufregung nicht wert“.
In diesem Moment kam ein recht gut aussehender, kräftig gebauter Kellner aus dem Hintergrund. „Es reicht jetzt… Ihr wisst, dass Ihr hier Hausverbot habt. Also verschwindet, sonst sind in fünf Minuten die Bullen hier“.
„Wir haben doch gar nichts gemacht. Als Deutscher wird man doch wohl noch mal seine Meinung sagen dürfen…“. – „Raus! Sofort!“
„Wir merken uns Deinen Laden. Irgendwann nehmen wir Deinen Neger-Krahl hier mal richtig auseinander“.
Da die drei Jungs keine Anstalten machten zu gehen, machte Gus dem Kellner ein Zeichen, er solle die Polizei anrufen. Karl wollte sich die Sache allerdings nicht länger ruhig anschauen, sondern ging jetzt auf den Rädelsführer los, nahm ihn mit einer blitzartigen Bewegung in den Schwitzkasten. Der auf diese Weise Festgesetzte fluchte und versuchte sich zu befreien. Als einer seiner Kumpel ihm zur Hilfe kommen wollte, erhob sich auch Jerry, grinste und packte sich den zweiten Angreifer mit einem professionellen Polizeigriff. Der Gepeinigte schrie und trat um sich: „ Hilfe, der Neger bringt mich um…“.
Inzwischen waren auch andere Gäste aufmerksam geworden und gaben deutlich zu verstehen, dass ihre Sympathien auf Jerrys und Karls Seite waren. Angesichts dieser Lage zog sich der Dritte im Bunde zurück und lief auf die andere Straßenseite. Karl und Jerry bugsierten die anderen beiden ebenfalls vor die Tür. Wobei Karl es sich nicht verkneifen konnte, seinem Opfer die Finger seiner rechten Hand so brutal nach hinten zu biegen, dass der vor Schmerzen winselte. Beim Catchen war es Show und tat kaum weh. Jetzt machte Karl ernst und riskierte, dass die Finger brachen.
„So, und jetzt verschwindet Ihr und lasst Euch hier nie wieder blicken! Klar?“ Die Drei standen jetzt zusammen auf der anderen Straßenseite und wirkten für den Moment ziemlich eingeschüchtert. Der eine rieb sich seine Hand und heulte fast: „ Der Kerl hat mir die Finger gebrochen… schei… das tut verdammt weh“. Die beiden anderen lamentierten: „Mir hat er die Schulter ausgerenkt…“. „ Ich krieg keine Luft mehr…“.
Die Gäste waren zum Teil mit auf die Straße gekommen und der Kellner bedankte sich bei Karl und Jerry mit Handschlag: „Bitte entschuldigen Sie die Aufregung. Die Jungs haben schon öfter mal hier gepöbelt und haben ganz offiziell Hausverbot, aber das scheint sie nicht zu beeindrucken. Danke für Ihre Hilfe. Sie und Ihre Freunde sind heute Abend selbstverständlich eingeladen. Ihre Rechnung geht aufs Haus. Einige der Gäste klatschten Beifall, und wir zogen uns wieder ins Lokal zurück.
Das Menü war reichhaltig und lecker zubereitet und immer wieder kamen fremde Menschen an unseren Tisch, um zu sagen wie mutig sie Karls und Jerrys Einsatz fanden.
Kurz vor Mitternacht waren wir die letzten Gäste im Lokal und der Kellner setzte sich zu uns. „Ich hoffe, Ihr habt trotz der Episode von vorhin, den Abend bei uns genossen? Wo kommt Ihr denn her?“.
Wir erzählten noch ein bisschen von uns und beeindruckten den Kellner offenbar sehr. Immer wieder wollte er wissen, wie wir uns kennengelernt haben und wie das alles zusammenhängt mit Norwegen, Italien und… Amerika. Schließlich meinte er, dass das die ungewöhnlichste Geschichte einer Freundschaft sei, die er je gehört habe. „So habe ich mir das früher immer gewünscht. ‚Einer für alle, alle für einen‘. Leider sieht das in meinem Leben anders aus. Ich habe keine richtigen Freunde hier in Bremen. Ich komme aus einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein. Dort wollte ich weg, weil einfach nichts los war, aber wenn man hier in Bremen allein ist, dann ist das Leben noch eintöniger. Ich heiße übrigens Hans-Peter“.
Wir stellten uns auch der Reihe nach vor und Gus meinte lachend: „Also, wer uns kennt, kann sich über Langeweile nicht beklagen. Kannst uns gerne mal besuchen. Keine Hemmungen, einfach vorbeikommen… ich lass Dir mal unsere Adresse da. Vielleicht gibt’s ja auch noch Fragen wegen vorhin“. „Danke,… ernsthaft? Ich kann einfach mal so vorbeikommen? Das mache ich bestimmt. Ihr seid eine nette Truppe“. Er schaute uns etwas nachdenklich an und fragte dann: „Darf ich mal fragen, wer von Euch mit wem… also zusammen… also ich meine, wer mit wem zusammen wohnt?“. „Walter und ich, Roberto und Bjørn, Jerry und Joachim…alle hier in Bremen…und Karl und Erik in Oslo“, erläuterte Gus. Hans-Peter schüttelte ungläubig den Kopf: „Und ich schaffe es nicht mal, wenigsten mit einem Menschen etwas gemeinsam zu unternehmen. Ihr müsst mir mal gelegentlich verraten, wie Ihr das macht“. „Och, das ist gar nicht so schwer. Wir sind alle neugierig auf Menschen, haben viele gemeinsame Interessen und gehen offen und ehrlich mit einander um. Wir vermeiden es zu streiten und lassen jeden so sein, wie er ist“. Gus sagte das, als ob es eine Selbstverständlichkeit wäre, wusste aber sehr wohl, dass unsere Beziehungen etwas Besonderes waren und wir einfach nur Glück gehabt hatten.
(Dran bleiben, die Geschichte geht schon bald im Beitrag "30 Jahre normal anders (8)" weiter.)



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