30 Jahre normal anders (2) Guter Rat ist nicht teuer aber nützlich
- gert

- 14. Nov. 2019
- 34 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Nov. 2022
[Um die folgende Geschichte zu verstehen, solltest Du die vorherigen Kapitel gelesen haben.]
Guter Rat ist nicht teuer aber nützlich
Schon früh stand die Sonne wieder strahlend am Himmel und für einen kurzen Moment dachte ich, wir hätten verschlafen. Im Haus war allerdings alles still. Es war kurz vor acht. Bjørn und Erik mussten sich sehr leise bei uns durchs Zimmer geschlichen haben. Ich hatte jedenfalls nichts gehört. Gus schlief noch tief und fest. Ein Blick in Erik und Karls Zimmer bot ein wunderschönes Bild. Im Licht der Morgensonne lag Karl mit abgespreizten Armen nackt auf dem Rücken und schnarchte leise.
Ich ging ins Bad und sah wieder mal meiner Pisse nach, die mit scharfem Strahl im Toilettenbecken landete. Mir ging die letzte Nacht durch den Kopf. Hatte Bjørn Eriks und unsere Ratschläge richtig aufgefasst? Würde er sich mit seiner Sexualität abfinden?
Ich sah die noch recht strapazierte, rote und etwas wunde, faltige Vorhaut meines Schwanzes an und dachte:“ Wie lange kann das so weitergehen? Wird sich meine Gier nach Sex irgendwann mal geben?“.
Heute wollte ich mich mal rasieren. Da ich gerade dabei war, wurden gleich Schwanz und Sack mit eingeseift und langsam und gründlich von Haaren befreit. Meinen Kolben ließ ich bewusst in Ruhe. Er brauchte sie. Eine kurze Dusche und ich war klar für den Tag.
Gus musste mich gehört haben und stand nun auch in der Badezimmertür. „Hallo Schatz! Du hast Dich ja schon richtig fein gemacht…und Du riechst so gut“. Ich bekam einen Kuss aufs Ohrläppchen und anschließend auf meinen jetzt wieder schlappen Schwanz. Ich zog sein Gesicht zu mir ran und küsste ihn auf seinen Adamsapfel, was Gus immer besonders erregend fand. Die Wirkung sah ich unmittelbar in seinem Schritt.
Auch wenn mein Schwanz schon wieder wollte, zwang ich mich, nicht hinzuschauen und ganz schnell die Badezimmertür hinter mir zuzumachen.
Wir saßen schon in der Küche und hatten uns eine Scheibe Brot mit norwegischem braunem Käse geschmiert, als auch Karl die Treppe herunterkam. Auch er war frisch rasiert und roch verteufelt gut. „Guten Morgen Ihr beiden! Ich habe einfach ganz frech Deinen Rasierapparat und Dein Rasierwasser genommen, ist das OK?, wandte er sich an mich. „Natürlich, von mir bekommst Du alles, das weißt Du doch“.
Auf unserem Weg zur Garage hörten wir Geräusche aus der Werkstatt und schauten hinein. Tore und Bjørn waren über einen ausgebauten Motor gebeugt. Der eine hielt eine Schraube mit einer Zange und der andere versuchte sie mit einem Schraubenschlüssel zu lösen. „Guten Morgen! Wir fahren jetzt nach Oslo und werden erst heute Nachmittag zurück sein, ist Dir das recht Tore?“ – „Ja klar, ich brauche das Auto heute nicht. Viel Spaß!“ – Bjørn schaute hoch und strahlte uns an. Mit einem glücklichen, völlig entspannten, fast übermütigen Lächeln rief er uns zu: „Fahrt vorsichtig und verlauft Euch nicht in der Tigerstadt. Wir sehen uns dann heute Abend“.
Ich bildete mir ein, dass Tore kurz, erstaunt eine Augenbraue gehoben und etwas verwirrt Bjørn angesehen hatte. Zu uns sagte er nur:“ Heute Abend lernt Ihr dann auch Carmen kennen“. Soweit ich wusste, war Carmen Tores spanische Freundin, mit der er sich demnächst verloben wollte. „Also, dann bis später“.
Gus und Karl hatten es sich auf der bequemen Rückbank von Tores Volvo-Variant gemütlich gemacht und alberten herum. Karl schoss einige Fotos aus dem fahrenden Auto und hatte ansonsten seinen Arm freundschaftlich um Gus gelegt. „Mensch, dieses Land ist so schön… die Landschaft ist einfach einzigartig. Na ja, und gar nicht zu reden von den Leuten. Diese entspannte Art mit einander umzugehen, gefällt mir wahnsinnig gut“. – „Nun hast Du aber mit Erik auch eine ganz spezielles Exemplar der Gattung „homo norwegius“ erwischt. Ich glaube, der ist auch in diesem Land eher eine Rarität“. „Stimmt, deshalb passt er ja auch so gut in unser Raritätenkabinett. Er ist wirklich ein ganz, ganz großer Schatz“, grinste Karl. „Ich habe heute Morgen noch einmal über seine Worte an Bjørn gestern Nacht nachgedacht“. „Ja, das war sehr einfühlsam“, sagte ich gleichsam zu meinem Rückspiegel.
Gleich hinter der Stadtgrenze Oslos bogen wir von der Europastraße ab und fuhren Richtung Flugplatz. Am Ende einer schmalen Nebenstraße erkannten wir ein großes, etwas düsteres, braunes Holzgebäude, das eher wie das Torgebäude zu einem Gutshof aussah, als dass es ein Bürogebäude sein könnte. Ein kleines weißes Schild mit der Aufschrift ‚Grønnt Hus‘ versicherte uns allerdings, dass wir hier richtig waren. Auf dem Innenhof sahen wir dann auch Eriks grauen Käfer und parkten direkt daneben. Im Hintergrund lag eine lange Reihe kleinerer und größerer Gewächshäuser und einige Menschen liefen geschäftig von einem zum anderen.
Ich öffnete eine Tür mit der Aufschrift ‚Kontor‘ und ließ die beiden anderen vorgehen. Statt in dem erwarteten Büro standen wir in einer großen Halle, in der an einem Laufband mehrere Menschen damit beschäftigt waren Schnittblumen aus Pappkartons herauszunehmen und in Plastikeimer mit Wasser zu stellen. Ich fragte einen der Mitarbeiter nach Erik Lie und bekam als Antwort ein Nicken in Richtung einer braunen Tür ganz am Ende der Halle.
In der Mitte des Büros standen fünf Schreibtische und an den Wänden Aktenschränke, ein großes, ratterndes Fernschreibgerät und ein noch größerer Fotokopierer. Am hintersten Schreibtisch machte ich sofort den roten Haarschopf von Erik aus, der uns sofort zuwinkte und bedeutete zu ihm zu kommen. Ihm gegenüber saß ein etwa 50jähriger sehr sympathisch aussehender, etwas untersetzter Mann mit rundem Gesicht und kleinen Augen. Er schaute fragend auf, als Erik uns aber auch schon vorstellte: „Hier kommen also Walter Ek…, Gustav D... . Du weißt ja, die Freunde von Andrea Caroli und mit Walters Vater hast Du ja auch schon gesprochen“. Der Mann lächelte freundlich und gab uns allen die Hand: „Willkommen in unserem kleinen Blumenreich. Ich bin Egil Sivertsen, der leid- und stressgeplagte Chef des Unternehmens“. Erik fuhr fort:“ Und das ist Karl W…, mein aller bester Freund aus Deutschland. Er ist ein wirklicher Weltklasse Fotograf und macht Foto-Urlaub bei uns“. „Von ihm hast Du mir ja noch nie was erzählt… Herzlich willkommen! Solch ein schönes Hobby habe ich leider nicht. Wenn ich hier wirklich mal rauskommen sollte, brauchen meine Familie und meine Hunde mich. Da bleibt für nichts anderes Zeit“. Karl bedankte sich artig und Erik sagte schmunzelnd: „Du musst ja auch nicht alles von mir wissen…“. – „Na ja, fast alles wäre schon schön“, feixte Egil.
„Ihr solltet Euch erst einmal umschauen. Anschließend können wir in unserer kleinen Kantine etwas essen und uns ein bisschen unterhalten“.
Erik packte ein paar Papiere zur Seite und schob uns dann vor sich her aus dem Büro. In der Halle war Ruhe eingekehrt. „Mittagspause“, erklärte Erik. „Hier kommt die Importware an, wird ausgepackt, sortiert und ins Wasser gestellt. Dort hinten sind drei Kühlräume, wo die Blumen bis zum Verkauf gelagert werden“. An der Stirnseite der Halle passierten wir zwei Schwingtüren und waren plötzlich in einem nur mäßig beleuchteten und fünf Grad warmen Raum. Kaum waren die Türen hinter uns zugefallen, drehte sich Erik zu Karl um und nahm ihn stürmisch in den Arm: „Ich habe Dir noch gar keinen Guten-Morgen-Kuss gegeben, mein süßer Schatz. Ich weiß gar nicht, wie ich das überleben soll, wenn Du wieder in Deutschland bist. Ich halte ja jetzt schon kaum ein paar Stunden ohne Dich aus“. Er umarmte seinen Karl und saugte sich regelrecht an seinen Lippen fest. Dann gab er ihn wieder frei, hielt aber seine Hand ganz fest und schaute ihn lachend an: „Gewöhn Dich schon mal an die Temperaturen, fast die Hälfte des Jahres ist das die Durchschnittstemperatur in unserem Land. Aber keine Angst, ich werde Dich wärmen“. Wieder lachte Erik herzlich und schaute Karl in die Augen, so als wolle er testen, ob der eher die Drohung oder er das Versprechen gehört hatte.
Im Kühlraum roch es nach frischen Blumen. Dicht an dicht standen die Wassereimer mit allem, was man sich als Schnittblumen nur vorstellen konnte. Die einzelnen Sorten in verschiedenen Längen und den unterschiedlichsten Farben. „Hier haben wir die italienischen Ranunkeln, Anemonen und Nelken. Schaut Euch mal an, wie intensiv die Farben sind im Gegensatz zu denen dort drüben, die aus Holland kommen“. Ich begann zu frieren, da ich mir nur ein T-Shirt und eine dünne Leinenhose angezogen hatte. „Hier muss man wohl mit langer Unterhose und Daunenjacke arbeiten, wenn man überleben will“, scherzte ich. „Stimmt, ist nicht gerade der angenehmste Arbeitsplatz. Alle Leute, die immer sagen: ‚ Ach, wie schön, Sie sind Blumenhändler. Das muss doch herrlich sein‘, sollten mal einen Tag hier bei uns arbeiten, dann wären sie von aller Blumen-Romantik geheilt“.
Wieder in der warmen Sommersonne auf dem Innenhof zu stehen tat richtig gut. „Jetzt also von der Kälte in die Wärme. Unsere Rosengewächshäuser haben ein wesentlich angenehmeres Klima“, lachte Erik.
Er erklärte uns die verschiedenen Produktionsschritte von der Jungpflanze bis zur langstieligen roten Rose. Wir sahen ein Farben- und Blütenmeer und dazwischen immer wieder Frauen und Männer, die große Bündel mit verschiedenfarbigen Rosen hin und her trugen oder durch die Beete gingen und Rosen schnitten. Die Männer arbeiteten fast alle mit bloßem Oberkörper und zum Teil auch sehr knappen kurzen Hosen. „Na, das ist doch ein sehr angenehmer Arbeitsplatz“, meinte Gus schmunzelnd. „Ich habe hier früher abends gern Kontrollgänge gemacht… und traf dann schon manchmal einen Gärtner, der ‚Überstunden‘ gemacht hat“, sagte er augenzwinkernd.
Erik erläuterte uns die technischen Voraussetzungen für eine Rosenproduktion im kalten Klima Norwegens und die damit verbundenen hohen Kosten und wie wichtig es wäre, zu einer Mischkalkulation aus heimischer und importierter Ware zu kommen. Leider ließen aber die norwegischen Zollbestimmungen einen unbeschränkten Import nicht zu. Nur Ware, die niemand im Lande produzierte, konnte einigermaßen günstig importiert werden. Andrea musste also auf lange Sicht Blumen produzieren, die es in Norwegen nicht gab, aber eine Chance hatten hier verkauft zu werden.
Gus machte sich Notizen und Karl und ich fotografierten alles, was wir für interessant hielten. Dabei lag ihm auch daran, die halb nackten Gärtner vorteilhaft auf Film zu bannen. Zum Teil sprach er sie an und fragte, ob er ein Portrait von ihnen machen dürfe. Ein Mann in etwa meinem Alter genoss es besonders, vor der Kamera zu posieren. Er hatte ein vergnügtes, freches Lächeln und dunkle lange Haare. Seine Körperbehaarung beschränkte sich auf einen dunklen, schmalen Streifen über dem Gürtel seiner Hose. Der Hosenstall wurde nur noch von einem Knopf gehalten und dahinter war ein kleines Stück rosa Haut zu sehen. Karl war fasziniert und forderte ihn immer wieder auf, sich umzudrehen oder mit einer Rose in der Hand zur Kamera zu blicken. Schließlich entfernte er mit einem gekonnten Handgriff die unteren Dornen einer langen lila Rose und steckte sie sich in den Hosenbund, so dass ein Stück des Stiels aus dem Hosenstall herausragte. So ließ er sich grinsend in verschiedenen Posen fotografieren, zog dann die Rose wieder raus und überreichte sie Karl. „Nur für Dich“, sagte er und zwinkerte Karl zu. Der verbeugte sich tief, roch an der Rose und gab sie an Erik weiter. Der junge Mann lachte, nahm seine Schere und schnitt noch eine lila Rose ab, entfernte die Dornen und überreichte sie wieder an Karl: „Kleine Korruption ist auch in Norwegen erlaubt“. Dan wandte er sich an mich: „Mach doch bitte mal ein Bild von mir und meinem Freund hier, der mich vielleicht berühmt macht“, forderte er mich ironisch grinsend auf und legte seinen Arm um Karls Schulter. Ich ließ mir das nicht zweimal sagen und erwischte genau den Moment als Karl zufällig direkt auf den ausgesprochen ‚reizenden‘ Hosenstall blickte. Wir bedankten uns bei unserem Model und machten uns auf den Rückweg.
Die Kantine der Firma war ein einfach eingerichteter Raum mit mehreren Tischen, einem großen Kühlschrank und einer Spüle mit Arbeitsplatte. Erik erklärte uns, dass die Mitarbeiter hier Kaffee und Tee kochen konnten und Brot, Aufschnitt und Getränke kostenlos zur Verfügung standen. Einige brachten von Zuhause mal Würstchen oder Salate mit und teilten die dann mit den anderen. So entstand in den Pausen in der Kantine immer ein geselliges und gemütliches Miteinander.
Egil wartete schon an einem Tisch auf uns. Er hatte Brot aufgeschnitten, Käse, Wurst und Marmelade auf Tellern verteilt und dazu einen Salat und ein paar Scheiben Räucherlachs hingestellt.
Gus und Karl staunten über diese Art der Betriebskultur. In Deutschland hätte man wohl kaum einen Chef einer Firma dieser Größenordnung gefunden, der seine Gäste auf diese Weise bewirtet hätte.
„Wir machen das hier etwas anders, als Ihr es vielleicht aus Deutschland kennt. Bei uns sind alle Mitarbeiter auf jeden Fall in der Kantine gleich. Sowohl der Chef wie die Packer oder Gärtner müssen sich selbst versorgen und essen gemeinsam. Das bedeutet, sie müssen auch selbst abwaschen oder eben ihre Brote schmieren.
„Hat Erik Euch alles gezeigt und erklärt? Gefällt Euch unser Betrieb?“, fragte Egil. „Ja, danke! Es ist alles sehr interessant und so vollkommen anders als in Italien oder Deutschland“, antwortete Gus. „Ein paar betriebswirtschaftliche Fragen hätte ich schon noch, aber das können wir später einmal besprechen“, fügte er hinzu.
Egil überlegte ein paar Sekunden und berichtete uns dann ausführlich über seine Pläne zur Ausweitung des Importgeschäfts, seinen Ideen zur Gründung einer Blumengeschäftskette und der Vermarktung von Hydrokulturen in Norwegen. „Für all das brauche ich neue Ideen und neue Denkansätze, also auch kreative neue Mitarbeiter. Allerdings werde ich erst in etwa einem bis zwei Jahren mit der Umsetzung meiner Ideen anfangen können. Erst dann werden die Gesetze in Norwegen so sein, dass es sich für uns lohnt zu investieren.“ Er lehnte sich zurück und sah uns an: „Aber jetzt greift erstmal zu. Mit leerem Magen ist man nur ein halber Mensch“. Hätte er es nicht gesagt, hätte ich gefragt. Ich hatte Hunger.
Je mehr ich darüber nachdachte, formte sich in meinem Kopf eine vage Vorstellung meiner möglichen Zukunft. Nur bin ich nicht der Mensch, der schnelle Entschlüsse für sich selbst trifft. Ich war und bin immer dankbar, wenn Freunde, Bekannte oder andere kluge Leute, mir Denkanstöße gaben und geben. So hat auch dieses erste Gespräch mit Egil und sein Rat mein weiteres Leben auf nachhaltige Weise verändert.
Mit seiner Frage, wie ich mir denn meine berufliche Zukunft vorstelle, begann eigentlich erst die Ernsthaftigkeit meiner Überlegungen. In der nüchternen Umgebung der Kantine von ‚Grønnt Hus‘ fasste ich die ersten wirklich entscheidenden Entschlüsse für mein weiteres Leben. Egil schien schon viel über mich zu wissen, versuchte aber durch gezielte Fragen, mir das Gefühl zu geben, er erfahre alles nur von mir. Seine Art zu reden erinnerte mich an Vatern. Seine Art mich zu motivieren, mich verbindlich festzulegen war neu für mich.
„Ich fände es gut…“, begann er, „wenn Du Dich für unser Geschäft interessieren würdest“. „Wir werden in Zukunft kreative junge Leute brauchen, die die rasanten Veränderungen, die uns bevorstehen, unseren Mitarbeitern vermitteln können, denn von denen hängt unser Erfolg ab. Ich vermute, Du bist kein Mann der Zahlen und Statistiken, aber Du kannst gut mit Menschen umgehen und scheinst Phantasie zu haben. Du machst einen freundlichen und zugewandten Eindruck. Diese Fähigkeiten und Stärken solltest Du ausnutzen. Vor allem aber halte ich Dich für intelligent. Ich glaube, dass Du die Fähigkeit hast, Menschen zu motivieren, das Beste aus sich heraus zu holen und für die Firma einzusetzen. Wir werden in zwei bis drei Jahren beginnen, den gesamten norwegischen Blumenmarkt umzukrempeln und so zu gestalten, wie man es aus Holland oder Deutschland kennt. Das Erlebnis, sich jede Woche frische Blumen für wenig Geld nach Hause zu holen, ist für Norweger völlig fremd. Schnittblumen und auch Zimmerpflanzen sind ein fast unerschwinglicher Luxus für die meisten. Das möchte ich ändern. Ich möchte über das ganze Land verteilt Blumengeschäfte einrichten, wo die Menschen jederzeit frische Blumen bester Qualität zu günstigsten Preisen bekommen. Hier in Oslo soll die Zentrale der größten skandinavischen Vermarktungskette aber auch des Importes entstehen. Dazu brauche ich Leute, die betriebswirtschaftlich denken können…“, dabei schaute er Gus an, „… und ich brauche Leute, die mit Gefühl und Emotion das Bild der neuen Firma prägen. Es gibt kaum ein Produkt, das mit so vielen Emotionen verbunden ist wie die Schnittblume“.
Dieser Mann hatte seine Pläne offenbar schon fertig ausgearbeitet in der Schublade liegen und wollte konsequent an der Umsetzung arbeiten. Aber besonders gut gefiel mir, wie er die Rolle seiner Mitarbeiter sah. Hier sollte ein Gemeinschaftsprojekt entstehen.
Bevor ich etwas antwortete, sah ich Gus an, der sehr nachdenklich auf seinen Teller schaute und irgendwie gar nicht zugehört zu haben schien. Ich wollte ihm schon einen Tritt gegen sein Schienbein geben, als er aufsah und sagte: „ Ich werde jetzt wohl erstmal die Katze aus dem Sack lassen müssen. Ich denke, Walter, Du weißt nicht, dass Dein Vater und ich uns schon so manchen Abend mit Egils Ideen beschäftigt haben und, dass auch Andrea schon Vorstellungen dazu beigetragen hat. Ich hätte wahnsinnige Lust hier mitzuarbeiten, hatte aber immer die Befürchtung, dass all der notwendige Pragmatismus und die nüchterne Härte dieses Geschäfts nichts für Dich sei. Der Vorschlag, den Egil jetzt macht ist genial. Wenn Du dabei bist, bekommt uns diese Firma im Doppelpack sozusagen“. Gus schmunzelte und schaute Egil an.
Egil lachte ein warmes, freundliches Lachen und meinte dann: „ Voraussetzung dafür wäre, dass Du Walter, so schnell wie möglich sowohl die Materie Blumen und Pflanzen beherrscht, wie auch ein Studium beginnst, bei dem Du Menschenführung und Motivation lernst. Und Du, Gus, müsstest Dich mit Deinem Studium beeilen und vor allem ganz schnell mit den norwegischen Besonderheiten vertraut machen… ganz besonders natürlich der Sprache. Nur auf Norwegisch kannst Du die Leute hier überzeugen. Ich würde es natürlich begrüßen, wenn Ihr beide so viel wie möglich Erfahrungen und Kenntnisse aus anderen Ländern in unser Projekt einbringen könntet. Also, überlegt mal, ob Ihr Eure Studien nicht in Deutschland beginnen und dann hier im Lande mit einem norwegischen Examen abschließen könnt. Wenn Ihr Euch ranhaltet, würde ich Euch natürlich auf den letzten Metern hier in Norwegen unterstützen“.
Gus und ich sahen uns an. Der Vorschlag hörte sich nicht nur gut an, er war gut. So nickten wir beide und sagten nur, „Danke, wir werden unser Bestes tun“. Und Gus setzte noch hinzu: „Wir wollen Dich jedenfalls nicht enttäuschen“.
Egil erhob sich, stellte seine Teller und Tassen zusammen, um sie abzuspülen und verabschiedete sich dann mit einem festen Handschlag von Gus, Karl und mir.
„Da habt Ihr beide aber einen großen Eindruck bei Egil hinterlassen. So erlebt man ihn nur selten. Er hat mehr gesprochen als manchmal an einem ganzen Tag“, sagte Erik und schaute uns bewundernd an. Karl schwieg und war offenbar recht verdutzt über das, was er gehört hatte.
Ich sagte nur: „Da kommt ja einiges auf uns zu und die ‚königliche Arbeits- und Aufenthalts-Erlaubnis‘ brauchen wir auch erst etwas später…“.
Wir verabredeten uns, bald weiter und ausführlich über unsere Pläne zu sprechen. Erik wollte seinen Karl unbedingt selbst nach Hause fahren und ließ es offen, ob sie abends noch einmal bei Tante Rita und Onkel Odd vorbeischauen würden. Auf jeden Fall wollte er uns abends anrufen.
So machten Gus und ich uns auf den Heimweg. Während der Rückfahrt sprachen wir alles noch einmal durch, hatten zwar wegen des strammen Zeitplans unterschiedliche Bedenken, waren aber überzeugt, dass wir es gemeinsam schaffen konnten. Ungefähr auf der Brücke bei Drammen legte Gus seine Hand auf meinen Oberschenkel, sah mich von der Seite an, gab mir einen flüchtigen Kuss und meinte: „Jetzt MÜSSEN wir beide zusammen bleiben; ist Dir das klar?“ – „Ich MUSS nicht, aber ich will… Du bist der einzige, der offenbar meine Schwächen ertragen kann und von dem ich glaube, dass er weiß, dass ich nur ihn wirklich liebe – trotz meiner ständigen Lust an schönen, erotischen Männern. So gesehen MUSS ich tatsächlich mit Dir zusammenbleiben“. Ich starrte nach vorn auf den Verkehr, um nicht zu zeigen, dass ich feuchte Augen hatte. Gus wischte sich mit dem Handrücken scheinbar etwas aus dem Auge und sagte nichts.
Als wir zuhause ankamen, arbeiteten Bjørn und Tore immer noch oder schon wieder in der Werkstatt. Tante Rita hatte auf dem Küchentisch ihre ‚Bunad‘ (norwegische Nationaltracht) ausgebreitet und schien etwas nähen zu wollen. „Na, hattet Ihr beide einen schönen Tag?“, fragte sie. „Oh ja, wir haben viel gelernt über norwegische Blumenproduktion und unsere Zukunftspläne nehmen auch Gestalt an“, antwortete ich. „Habt Ihr Hunger?“ – „Nein danke, wir haben etwas gegessen und wollen jetzt nur etwas ausruhen“, sagten wir wie aus einem Munde und schauten uns dabei schmunzelnd an. Gleich darauf sprangen wir die Treppe nach oben und machten hinter uns die Tür unseres Zimmers zu.
„Haben wir uns beide eigentlich vorhin verlobt?“ Ich umarmte meinen Schatz und schob zwei Finger unter seinen Hosenbund. „Also wenn’s nach mir geht, darfst Du das so nennen. Mit dem Heiraten warten wir aber noch ein bisschen…“, schmunzelte Gus. [Nur nebenbei: es sollte noch 26 Jahre dauern, bis wir auch offiziell verheiratet waren.] „ Aber die Hochzeitsnacht können wir doch schon mal vorwegnehmen, oder?“ – „Schlingel…Du kannst es schon wieder nicht abwarten… aber, wenn es denn unbedingt sein MUSS…“, Gus sah mich fest an und lachte. „Es muss!“ Ich nahm seinen Kopf in beide Hände und drückte ihm einen Kuss auf seine warmen Lippen und verhinderte damit jeden weiteren Kommentar. „Dein Bräutigam muss bloß mal eben unter die Dusche springen“. „Aber mach schnell, ich kann es nicht erwarten, aus Dir MEINEN Mann zu machen“, feixte er. „Ich muss Dir aber leider gestehen, ich bin keine Jungfrau mehr…“, gab ich lachend zurück. „Man kann nicht alles haben. Ich liebe Dich trotzdem“.
Hastig fast schon hektisch warf ich meine Klamotten auf den Fußboden und sprang ins Bad. Das warme Wasser tat gut. Mein Kolben stand schon wieder senkrecht und hart. Vor allem auch weil ich mit meinen feuchten Fingern in meinen Anus eingedrungen war, um auch dort sauber und vorbereitet zu sein. Mir fiel ein, dass ich vor unserer Abreise noch eine kleine Flasche Babyöl im Badzimmerschrank gefunden und vorsorglich eingepackt hatte. Ein paar Tropfen davon machten meine Rosette schon einmal etwas geschmeidiger. Ich wollte zur Feier des Tages den herrlichen Schwanz meines Mannes richtig genießen. Schnell trocknete ich mich ab, nahm das Fläschchen zusammen mit einem Handtuch mit hinüber zum Bett. Mein Schatz lag schon nackt dort, schaute mich an und rieb ganz leicht sein pralles Geschoss. „Na, da will ich mich auch mal schön machen für meinen Mann“, grinste er und begab sich ebenfalls ins Bad. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, bis er in seiner ganzen Schönheit wieder neben dem Bett stand. Sein Schwanz stand waagerecht und genauso hart, wie vor der Körperpflege. Gus schmiss sich ohne große Rücksicht auf mich und sagte lachend:“ So, jetzt zeige ich Dir mal, was eheliche Pflichten sind“. Ich fühlte mich schon jetzt im siebenten Himmel, weil ich es immer genoss, mich meinem Schatz ohne Gegenwehr zu ergeben und ihn mit mir machen zu lassen, was er wollte.
Er drückte mich mit beiden Armen auf die Matratze, küsste meinen Hals, biss sich an meinen Nippeln fest und drückte sein hartes Teil gegen meinen rot glänzenden, glühenden Eisenstab. Schon jetzt musste ich mit aller Kraft kämpfen, dass meine Fortpflanzungsflüssigkeit nicht unkontrolliert aus mir rausschoss. Ich stöhnte.
Weil mein Schatz wusste, dass ich recht laut werden konnte, legte er behutsam eine Hand auf meinen Mund: „Lass es doch raus… Du findest doch das zweite Mal sowieso schöner…“.
Gus richtete sich auf, gab meinen Oberkörper wieder frei und drehte sich um. Er beugte sich zu meinen Waden hinunter und ließ seine Zungenspitze ganz leicht an der Außenseite gleiten bis er am Fußballen angelangt war. Gleichzeitig suchte sein strammer Po die Spitze meines feuchten Schwanzes. Mit einem Griff zur Seite versuchte ich die Babyöl-Flasche zu angeln und zu öffnen. Ein klein wenig musste ich mich aufrichten, damit mein Mann sich auf meine Eichel setzen konnte. Als ich mit ein paar Tropfen Öl seine Rosette einrieb, atmete er tief durch und seufzte. Ganz vorsichtig bahnte mein harter Stab sich jetzt seinen Weg in die wunderschön warme Tiefe des Darms meines Liebsten. Je tiefer ich eindrang desto intensiver bearbeitete seine Zunge meine Zehen und die Fußsohle. Dieser Mann war die Wirklichkeitswerdung aller meiner Träume – da war ich jetzt sicher. Meinen Unterleib erfasste ein leichtes Zittern und kein noch so starker Wille konnte die gewaltige Eruption meines kleinen Vulkans aufhalten.
Mein Schatz unterbrach für einen Augenblick seine Fußpflege, richtete sich auf und stöhnte so laut, dass ich befürchtete, man könnte uns unten im Haus hören. Allerdings war sein Schwanz noch ziemlich trocken. Ohne mich aus seinem Anus zu entlassen, drehte er sich wieder geschickt und gelenkig um und bearbeitete jetzt seinen Kolben direkt vor meinem Gesicht. „Bitte warte noch, ich möchte Deine Sahne schlucken“. Gus hielt inne, beugte sich zu mir hinab und schob seine Zunge tief in meine Mundhöhle. Dann gab er meinen Schwanz frei und rückte so weit vor, dass mein Mund sich bequem mit seinem Schwanz beschäftigen konnte.
Langsam versuchte ich ihn in meinen Rachen gleiten zu lassen ohne einen Würgereiz zu bekommen. Der Geschmack war göttlich und wurde von Minute zu Minute intensiver. Ich merkte, dass mein Liebster leicht verkrampfte. Im Rachen spürte ich mit intervallartigem Pulsieren seine Sahne gegen meinen Gaumen schießen. Ich schluckte und schluckte und war schon wieder wie berauscht. Ich hoffte, wenn ich den Schwanz noch ein bisschen im Mund behalten würde, bliebe er länger steif. Mein Lustkolben nahm bereits schon wieder an Volumen zu. Gus ließ sich sachte auf die Seite fallen und zog mich mit. Die aus seinem Anus rinnende Sahne rann über meinen Oberschenkel und bildete einen größeren Fleck auf dem Handtuch, das ich vorsorglich vorher ausgebreitet hatte. In diesem Moment hörte ich ein Geräusch an der Tür. Hastig gab ich den Schwanz in meinem Mund frei. Wir machten uns gerade und zogen die Decke bis an die Brust.
Die Tür öffnete sich einen Spalt: „ Entschuldigung, ich wollte wirklich nicht stören, aber darf ich eben duschen?“ Es war Bjørns Stimme, aber er wollte offenbar nicht reinkommen.
„Natürlich kannst Du duschen. Du wohnst doch hier. Komm rein!“ Bjørn betrat das Zimmer auf Zehenspitzen. Es sah aus, als wolle er uns nicht wecken; obwohl er doch gerade gehört und gesehen hatte, dass wir wach waren. „Mann Bjørn, mach doch bitte alles so, wie Du es immer machst. In ein paar Tagen sind wir wieder weg und Du hast sowieso wieder Deine Ruhe“. Mit ölverschmierten Händen und schwarzen Flecken im Gesicht stand er vor unserem Bett und starrte uns an: „Schlaft Ihr oft nachmittags?“ – „Nein, unsere Fahrt nach Oslo war anstrengend und wir wollten ein bisschen kuscheln“. – „Ach so…, ich will mich auch noch etwas hinlegen und lesen“. – „Mach alles so, wie Du möchtest“. – „Ich möchte Euch aber nicht stören“. – „ Du störst doch nicht, wenn Du liest“, lächelte Gus. „Na ja, aber ich höre doch nebenan alles, was ihr hier sagt und… macht. Stört Euch das nicht?“ – „Das hat doch gestern Abend auch nicht gestört“. – „Da waren ja auch Erik und Karl noch hier. Heute wollt Ihr vielleicht…eh…also…Ihr wollt vielleicht…allein…also für Euch sein“. – „Mach Dir keine Gedanken, Du störst nicht. Es macht uns nichts aus, ob Du in Deinem Zimmer liest oder lieber bei uns sitzen möchtest oder duschst… oder einfach nur dort stehst.“ Bjørn war deutlich verunsichert. „Ihr meint… also… eh… es würde Euch tatsächlich nichts ausmachen, wenn ich sehe, was Ihr…eh…was Ihr macht?“ – „Nein, und jetzt sieh zu, dass Du unter die Dusche kommst, Du hast es dringend nötig“.
Bjørn ging trotzdem nach wie vor auf Zehenspitzen in sein Zimmer, schloss aber die Tür nicht hinter sich. Ich sah, dass er sich seinen Overall beinahe wütend vom Leibe riss. Im Gegensatz zu gestern kam allerdings noch eine viel zu große Feinripp-Unterhose dazu. Er schnappte sich ein Handtuch und verschwand im Bad. Wir hörten das Wasser rauschen und seine Stimme. Bjørn schien mit sich selbst zu reden. Hin und wieder summte er eine Melodie, dann war es wieder still. Dann hörten wir plötzlich ein leises aber deutliches „Aua“. Das Wasser lief immer noch.
„Soll ich mal nachschauen?“, fragte ich Gus, sprang aus dem Bett und ging zur Badezimmertür. „Vergiss aber das ‚Entschuldigung‘ nicht“, feixte er ironisch. Ich öffnete die Tür einen Spalt und schaute um die Ecke. Bjørn hatte mir den Rücken zugedreht. Seine rechte Hand hatte er deutlich sichtbar an seinem Anus und schob zwei oder drei Finger immer wieder rhythmisch rein und raus.
Er hatte mich noch nicht bemerkt, daher schloss ich die Tür leise wieder und ging zum Bett zurück. „Na, was ist passiert?“ „Er hat nur ausprobiert, was sein Enddarm wohl so aushält… also drei Finger auf jeden Fall,“ lachte ich leise. „Der arme Junge tut mir leid. Wir machen ihn ganz schön verrückt. Vielleicht sollten wir uns was anziehen und lieber nach unten gehen.“ –„Nö, ich möchte lieber noch etwas liegen bleiben und kuscheln und Deinen Schwanz schmecken und noch etwas Sahne für meinen Darm wäre auch nicht schlecht“. „Ich sagte doch, das zweite Mal ist noch viel schöner, aber wir können den Jungen nicht einfach missachten“. „Nein, Du hast ja recht… also waschen wir uns eben und gehen dann nach unten“. Ich setzte mich auf die Bettkante und schaute auf meinen recht strapazierten, etwas geröteten halb schlappen Schwanz.
Das Rauschen hatte aufgehört und Bjørn tauchte in der Badezimmertür auf, appetitlich sauber, gut riechend und mit waagerechten, steifen zwanzig Zentimetern. Gottseidank sagte er nicht wieder „Entschuldigung“. Wie auch gestern machte es ihm offenbar nichts aus, sich nackt zu zeigen. „Was ist das“? Er schaute auf den Fußboden neben unserem Bett und zeigte auf die Flasche mit Babyöl. „Das ist ein extra weiches Öl. Damit kann man die Haut einreiben, aber auch den Schwanz und den Arsch… dann tut es nicht weh“, erklärte Gus. „Ach so… nehmt Ihr das immer?“ – „Nö, nicht immer… Komm nimm die Flasche mit und probier es aus!“ Gus angelte nach der Flasche und reichte sie Bjørn. Der nahm sie zwischen zwei Finger, als ob sie dreckig wäre. „Nehmt Ihr das auch…eh…hinten?“ – „ Ja klar, aber Du kannst auch nur Deinen Schwanz damit einreiben… ist ein irres Gefühl“. – „Machst Du mir das mal? Dann weiß ich, wie das richtig geht“. Bjørn kam auf meine Seite des Bettes und streckte mir Öl-Flasche und seinen süßen Arsch gleichzeitig hin. Ich schaute kurz zu Gus rüber. Der nickte und ich machte ein paar Tropfen von der weichen Flüssigkeit auf meine Finger. „Komm näher!“ Langsam und ganz vorsichtig ließ ich meine Finger von außen nach innen in Richtung Rosette kreisen, um schließlich mit der ersten Fingerkuppe einzudringen. „Sag sofort, wenn es weh tut oder Du nicht mehr magst“, bat ich. „Ohhh…das ist herrlich, mach bitte weiter!“, presste Bjørn hervor. Ich schob meinen Zeigefinger langsam vor und nahm dann den Mittelfinger dazu. Da als Reaktion nur wohlig grunzende Laute kamen, schob ich mich noch an der Prostata vorbei und begann schließlich mit einem rhythmischen Auf und Ab. „Ohhh, ohhh, bitte mehr, mehr, mehr…“.
Gus war inzwischen auch auf unsere Seite gekommen und kniete sich vor Bjørn auf den Fußboden. Er nahm mir das Öl aus der Hand und gab ein paar Tropfen auf seine Handfläche. Daraufhin begann er sachte und sehr liebevoll die steif abstehenden zwanzig Zentimeter einzuölen. Als er merkte, dass Bjørn vor Lust schreien wollte, legte er ihm behutsam seine andere Hand auf den Mund. Ich erhöhte die Stoßfrequenz und zog dann allmählich meine Hand ganz zurück. Sofort kam ein enttäuschter Seufzer von Bjørn. „Willst Du meinen Schwanz spüren?“ – „Ja, ja… oh Gott ja… bitte!“ Gus reichte mir die Öl-Flasche und ich verteilte ein paar Tropfen auf meiner roten, glänzenden Eichel. Langsam und sehr vorsichtig näherte ich mich seinem Anus. „Achtung, jetzt kann es etwas wehtun… ist gleich wieder vorbei“. Als Antwort kam nur ein Seufzer. Ich spürte gleichsam mit meinen Händen, wie Bjørn es genoss. Ich drang so tief wie es ging in ihn ein. Keine Anspannung, die Augen geschlossen und nur etwas lautere Atemzüge als sonst.
Gus verteilte das Öl jetzt auch auf Björns Bauch und streichelte den Schwanz mehr als, dass er ihn rubbelte. Plötzlich sagte Bjørn ganz ruhig: „Ich glaube, ich spritze gleich…“. Im selben Moment merkte ich, dass sich seine Muskeln leicht verkrampften. Er riss Augen und Mund weit auf und brüllte einen merkwürdigen Schrei, der mich irgendwie an das vielstimmige ‚Hurra‘ nach dem Absingen von 'Ja, vi elsker...' (norwegische Nationalhymne) erinnerte. Gus konnte das nicht verhindern, da er voll und ganz damit beschäftigt war, die weiße, klebrige Sahne aus Haaren, Gesicht und Ohren zu entfernen. Es tropfte sowohl von seiner Nase wie von seinem Kinn, aber er lachte fröhlich: „Süßer, denk in Zukunft dran, Sperma brennt in den Augen“. „Oh, entschuldige bitte…“. Schon hatte er die Augen wieder geschlossen. Gus verrieb die Sahne gekonnt auf Bjørns und schließlich auch auf seinem eigenen Schwanz. Bjørn schien auch das sichtlich zu genießen. Er machte jedenfalls keine Anstalten, mich aus den Tiefen seines Darms zu verbannen. Ich erhöhte noch einmal meine Stoßfrequenz und entleerte mich dann allerdings auf Bjørns Pobacken, da ich ihm noch ein paar Erfahrungen für später aufheben wollte.
Bjørn seufzte noch einmal glücklich, legte sich zurück und schob sich in die Mitte unseres Bettes. Seine eine Hand suchte meine, seine andere die von Gus. Völlig entspannt, sperma- und babyölverschmiert lag dieser bildhübsche Junge jetzt zwischen uns und war bereits am Einschlummern, als Gus mir zuraunte: “Seit ein paar Stunden verlobt und schon einen siebzehnjährigen Sohn… wenn das nichts ist“. Er grinste, beugte sich zu mir rüber, gab mir einen Kuss, schloss ebenfalls die Augen und ließ sich zurückfallen.
Wir hatten gerade mal zwanzig Minuten geschlafen, als es an der Tür klopfte. „Es gibt gleich Abendbrot, kommt Ihr runter?“ Es war Tore, der wohlerzogen vor der Tür wartete. „Wir kommen gleich, danke!“
Bjørn war aufgesprungen und schien in sein Zimmer fliehen zu wollen. Ich hielt ihn zurück:“ Tore ist schon wieder weg, lass uns eben duschen und dann gehen wir runter“. –„Hat er was gemerkt?“ – „Keine Angst, mach Dir keine Gedanken“.
In unserem Badezimmer gab es, wie in Norwegen oft, keine abgeschlossen Duschkabine, sondern der Wasserabfluss befand sich mitten im Raum und ein Vorhang konnte bei Bedarf vor die Dusche gezogen werden. Wir beschlossen daher, schnell gemeinsam zu duschen, um die Familie nicht zu lange warten zu lassen.
Nachdem Gus seine Haare und Gesicht gründlich gewaschen und Bjørn und ich uns gegenseitig eingeseift hatten, nahm mein ‚Verlobter‘ die Brause und spülte uns alle gründlich ab. Allerdings nicht ohne noch eben sowohl meine Poritze als auch die von Bjørn noch einmal gründlich mit der Hand zu reinigen. Mit dem Erfolg, dass Bjørns Schwanz sofort wieder an Volumen zunahm. Gus küsste mich und Bjørn in den Nacken und meinte:“ Ich verstehe nicht, warum wir bisher immer einzeln geduscht haben. So macht es doch viel mehr Spaß“. Bjørn lachte und sah überhaupt sehr glücklich aus. Ich drängelte ein bisschen, damit wir fertig wurden. Unsere Gastgeber mit dem Essen warten zu lassen, wäre unhöflich gewesen. Also trockneten wir uns gegenseitig ab und Bjørn versprühte sein Eau de Toilette feixend auf sich und uns beide. Schnell zogen wir uns ein frisches Hemd und unsere guten Stoffhosen über und waren alle drei fast gleichzeitig fertig.
Bjørn sprang drei Stufen auf einmal nehmend und fröhlich pfeifend die Treppe hinunter. Unten traf er auf Tore, der gerade die dampfenden Kartoffeln ins Esszimmer trug. „Na, Dir scheint es ja gut zu gehen. Hast Du Dich nach unserem anstrengenden Tag ordentlich ausgeruht?“ – „Ehm…ja…kann man so sagen. Soll ich was helfen?“ – „ Du kannst das Fleisch aus der Küche holen“. Noch aus der Küche hörte man Bjørn seine offenbar selbst komponierten Melodien pfeifen. „Hat er heimlich in seinem Zimmer getrunken?“, fragte Tore augenzwinkernd. „Nein, ich glaube, er hat gelesen“, flunkerte Gus. „Na, scheint ja ein lustiges Buch gewesen zu sein. Aber freut mich, dass es ihm wieder gut geht. In den letzten Tagen war er sehr gedrückt und redete nur wenig. Seit Ihr hier seid, ist es bedeutend besser geworden. Vielleicht hat er sich da oben alleine gelangweilt, aber er könnte ja jederzeit zu uns kommen und mit uns reden oder Fernsehen gucken. Bis zur nächsten Diskothek oder auch nur zu seinem Handballklub ist es schon sehr weit und jemand von uns muss ihn jedes Mal hinfahren und wieder abholen. Da langweilt man sich in seinem Alter schon mal“. „Wenn Tore wüsste…“, dachte ich. „ Wenn er nächstes Jahr in Ås studiert, wird sein Leben wohl etwas abwechslungsreicher werden…“.
Mir schoss es durch den Kopf, dass Tores Jugend auch eher eintönig gewesen sein musste.
In diesem Augenblick klingelte das Telefon. Erik erkundigte sich, ob wir gut nach Hause gekommen seien und was wir noch so gemacht hätten. „Wir haben unsere ‚Fünf Minuten genommen‘…sonst nichts… also fast…“. – „Aha, ich ahne, was Du meinst. Wir haben uns verlobt und sind noch gar nicht richtig aus dem Bett rausgekommen“, alberte Erik und im Hintergrund hörte ich Karl lachen. „Wir auch…“, antwortete ich kurz, da ich weitere Ausführungen in diesem Moment für unpassend hielt. „Was macht Ihr morgen?“ – „Wir haben noch keine bestimmten Pläne.“ – „Habt Ihr Lust, mit zum Holmenkollen zu kommen? Ich möchte Karl ein bisschen von Oslo und der herrlichen Natur in der Nordmarka zeigen“. Ohne meinen Schatz zu fragen, sagte ich zu.
Gerade als ich das Gespräch beendet hatte, ging die Haustür auf und eine junge Frau kam herein. Die Schönheit von Frauen zu beurteilen fiel und fällt mir bis heute schwer, aber in diesem Fall dürften sich wohl sowohl Frauen wie Männer einig gewesen sein; dieses Mädchen war ausgesprochen hübsch. Lange schwarze Haare, sanfte, feine Gesichtszüge, weiche braune Haut und ein strahlendes Lächeln. Das musste Tores zukünftige Verlobte sein. „Hei og god dag. Jeg er Carmen og du må være Walter fra Tyskland, ikke sant». Sie begrüßte mich in fehlerfreiem Norwegisch mit ganz leichtem Akzent und streckte mir eine sehr zarte Hand entgegen. „Hyggelig å se deg“, antwortete ich. Leider stellte sich heraus, dass Carmen nur wenige Worte Deutsch sprach, aber wir einigten uns, dass eine Mischung aus Englisch, Spanisch, Deutsch und Norwegisch ideal sein müsste, damit auch Gus unseren Gesprächen folgen konnte. Spanisch ist mit dem Italienischen verwandt und die Sprache beherrschte mein Mann ja recht leidlich.
Tante Rita begrüßte ihre Schwiegertochter in spe so herzlich wie jedes andere Mitglied der Familie. Onkel Odd war etwas zurückhaltender aber auch durchaus freundlich. Von Tore gab es ein braves Küsschen auf die Wange und eine vertraute Umarmung. Bjørn zog die kumpelhafte Begrüßung mit Klapps auf die Schulter vor. Er war nach wie vor in bester Stimmung und dem Lachen in der Küche nach zu urteilen, erzählte er Tante Rita einen Witz nach dem anderen.
Der Abend verlief wie fast jeder in diesem Haus wenn Gäste da waren. Es wurde gegessen, abgewaschen und später kam Kaffee und Kuchen auf den Tisch und zum Abschluss tauchten die obligatorischen drei Flaschen auf. Onkel Odd fielen wie immer nach etwa einer Stunde die Augen zu, Tante Rita entführte Carmen in ihr Arbeitszimmer, um ihr die geänderte Bunad zu zeigen und Tore hatte den Fernseher eingeschaltet, um die Nachrichten des einzigen norwegischen Fernsehkanals anzuschauen. Für die sieben Stunden Sendezeit am Tag lohnte die Anschaffung eines Farbfernsehers nicht. Bjørn nippte am Heidelikör und fragte: „Wann fahrt Ihr wieder zurück nach Deutschland?“ – „In drei Tagen…warum?“ – „Ich würde so gerne mitkommen. Ich habe noch zwei Wochen Urlaub und keine Idee, was ich unternehmen soll. Na ja, und eine Sviptur wollte ich sowieso schon immer mal machen“. Er grinste. Gus hob sein Glas und prostete Bjørn zu: „Das ist eine tolle Idee, Skål!“ „Wir fahren morgen mit Erik und Karl nach Oslo. Da können wir versuchen, noch ein Ticket bei Jahre-Line für Dich zu bekommen. Jetzt in der Ferienzeit sind die Fähren ziemlich voll, aber wir können es ja versuchen“, sagte ich. „Oh ja danke, das wäre riesig nett“. Tore war einverstanden und Bjørn noch ein bisschen glücklicher als ohnehin schon an diesem Abend.
Wir sagten allen artig gute Nacht und zogen uns gemeinsam auf unsere Zimmer zurück. Bjørn strahlte immer noch, gab uns beiden einen Kuss und fragte, ob er die Tür zu unserem Zimmer offen lassen könne. Er schliefe dann besser. Er durfte.
Am nächsten Morgen rief Erik schon um neun Uhr an und fragte, ob wir startklar seien. Karl und er kämen gleich vorbei, um uns abzuholen. Tante Rita bestand darauf, uns ein ‚Nistepakke‘ (Lunch-Paket) mitzugeben, schließlich sei ja in Oslo alles so teuer. Wir amüsierten uns etwas, aber ihr selbstgebackenes Brot war so lecker, dass wir nicht nein sagen konnten.
Tore und Bjørn waren bei den Kühen auf dem Feld und winkten uns nach, als wir eingeklemmt auf der Rückbank von Eriks Käfer an ihnen vorbei Richtung Oslo aufbrachen.
Karl und Erik waren in bester Stimmung. Mir fiel auf, dass Karl ein neues dunkelgrünes Oberhemd und eine hellgraue, eng geschnittene, fast maßgeschneiderte Bundfaltenhose trug, die seine anatomische Besonderheit raffiniert zur Geltung brachte. Ich war so fasziniert von dem Schnitt, dass ich ihn sofort fragen musste, wo er denn dieses tolle Teil erstanden habe. Es stellte sich heraus, dass Erik Karl gestern noch genötigt hatte, bevor sie nach Hause fuhren, bei einem der besten Herrenausstatter Oslos in der Stortingsgata vorbeizuschauen. Karl gefielen die Sachen dort zwar gut, schienen ihm aber zu teuer zu sein. Daher suchte Erik ihm Hemd, Hose und einen Pullover aus und schenkte sie ihm. „Na ja, und dann hat er mich auch noch gezwungen, mich mit ihm zu verloben. Dieser Mann hat mich total in der Hand und ich kann nichts dagegen tun…“, feixte Karl. „War alles ganz anders, ich war gezwungen, für vernünftige Bekleidung zu sorgen, damit ich keinen schlechten Ruf bekomme, wenn ich mit ihm zusammen auf der Straße gesehen werde…und… schließlich hat er mich vergewaltigt, so dass wir bis heute Morgen das Bett nicht verlassen konnten… so war das“, konterte Erik, lachte und kniff Karl in die Backe.
Der Oslofjord zur Rechten und die leicht hügelige Landschaft zur Linken glitten an uns vorbei. Im Westen sah man zum Teil ganz in der Ferne die höheren Berge der Telemark. Das Wasser des Fjordes variierte zwischen dunkelgrün und dunkelblau. Schwarze Felsen, saftig grüne Wiesen und dunkle Wälder wechselten sich ab. Dazwischen ochsenblutfarbene und weiße Holzhäuser, hier und da eine norwegische Flagge an weißem Fahnenmast und über allem ein tief blauer Himmel. So präsentierte sich das Land nicht oft, aber wenn, dann war es so schön, dass man sich keinen schöneren Platz auf der Welt denken konnte.
Als wir die Brücke in Drammen passierten, nahm ich meinen ‚Verlobten‘ in den Arm und gab ihm einen Kuss. „Na, na, na… schön brav bleiben da hinten. Nachher beschwert sich der Erik noch über Flecken in seiner ‚Knutschkugel‘…“, Karl drehte sich zu uns um und zwinkerte uns zu. „In was bitte?“, fragte Erik ratlos. So gut waren seine Deutschkenntnisse dann doch nicht. „‘Knutschen‘ ist das, was Du mit mir ständig machst, und ‚Kugel‘ ist ein anderes Wort für meinen Bauch“, feixte Karl. „Ach so, deshalb liebe ich mein Auto so…“, grinste Erik. „Macht was Ihr wollt dahinten. Wir sind in Norwegen, da haben deutsche Puritaner nichts zu sagen“, dabei kniff er Karl noch einmal in die Backe. [Es dürfte allerdings zu dieser Zeit in Norwegen prozentual mehr Puritaner gegeben haben, als in Deutschland, das gerade seit Anfang der siebziger Jahre eine Liberalisierungsphase durchmachte.]
Ich hatte Erik gebeten als erstes zum Ticket-Büro der Jahre-Line zu fahren, damit wir klären konnten, ob es auf der „Prinsesse Ragnhild“ noch einen Platz für Bjørn gab. Einzelkabinen gab es auch auf der Rückfahrt nicht mehr, aber da Karl eine Doppelkabine als Einzel gebucht hatte, war ein Platz für unseren neuen jungen Freund zu haben. „Dass Du mir bloß nicht mit diesem hübschen Bengel anschließend durchbrennst…“, sagte Erik lachend und für alle hörbar zu Karl. Die Dame am Schalter schaute etwas verständnislos blickend auf, schien aber den genauen Sinn der Worte nicht zu erfassen. In wenigen Minuten hatten wir das Ticket in den Händen und bezahlt.
Eriks graue ‚Knutschkugel‘ schob sich langsam durch den Großstadtverkehr über die Prachtstraße Karl-Johanns-Gate aufs königliche Schloss zu, fuhr an der Universität vorbei, die vielleicht eines Tages mal unsere Lehranstalt sein würde, folgte Universitetsgata und Parkveien um dann über den langen Sognsveien sich langsam dem hoch über der Stadt gelegenen Holmenkollen zu nähern. An den Hängen dieses Berges wohnten (und wohnen heute noch) die Reichen und Berühmten dieser Stadt. Prachtvolle Villen im norwegischen Blockhausstil mit historischen Drachen-Schnitzereien säumten die kurvige Straße, die bei der weltberühmten Skischanze endete. Wie eine Art weiße Sichel aus Beton erhob sich dieser Ski-Sprungturm elegant über der Stadt. Der einzigartige Blick von der obersten Plattform nicht nur über Oslo und den Fjord sondern auch meilenweit in alle Himmelsrichtungen verschlug einem immer wieder den Atem. „Gott, ist das schön hier“, entfuhr es meinem Geliebten und Karl atmete einfach nur hingerissen tief durch. Glücklicherweise war niemand mit uns die letzten Treppen nach oben gestiegen. Die meisten Touristen glaubten, der Fahrstuhl habe sie schon ans Ziel gebracht.
Genau wie auf der Fähre genossen wir es, uns die Arme um die Schultern beziehungsweise Hüften zu legen und ganz eng bei einander einfach nur zu schauen. Karl knabberte hin und wieder vor Begeisterung an Eriks Ohrläppchen, Gus hatte zwei Finger unter meinen Hosenbund geschoben und suchte einen Weg zwischen meinen Pobacken. „Diesen Platz hier oben würde ich gerne mal ein paar Stunden für uns alleine haben. Ich glaube, es wäre nichts toller als Euch Drei nackt hier oben vor diesem Wahnsinnspanorama glücklich zu machen. Ich würde spritzen, bis ich erschöpft zusammenbräche und man müsste mich dann alle Treppen wieder hinunter tragen“. Während Gus so schwärmte hatten seine Finger meinen Po umrundet und kraulten jetzt meinen Sack. Auch bei Karl hatte er seinen Arm an den Hosenbund verlagert, der allerdings so eng war, dass es kein Weiterkommen gab. Schließlich trafen sich seine Hand und die von Erik genau auf der höchsten Wölbung von Karls Po. „Jungs, wenn das hier jemand mitkriegt, schmeißen die uns gleich von hier in die Tiefe“, feixte ich. „Wir hören doch, wenn jemand die Treppe raufkommt. Bloß Karl kriegt dann Probleme, weil er seine neue Hose niemals schnell genug zu bekommen wird. Die ist für solche Spiele nicht geeignet“, beklagte sich Gus. „Spinner!“, grinste Karl. „Die ist doch elastisch…“. Was jetzt für jedermann deutlich sichtbar wurde. Erik hielt jetzt allerdings Gus‘ Hand fest, um zu verhindern, dass Karl tatsächlich beweisen musste, von welch guter Qualität der Reisverschluss an seinem Hosenstall war. Eriks modische Waldarbeiterhose hatte inzwischen auch eine recht ansehnliche Beule direkt unter der Gürtelschnalle bekommen. Schon fingerte mein Verlobter am Reißverschluss meiner Jeans und schob ihn mit einem Ruck nach unten. Den Knopf am Bund hatte er vorher schon geöffnet um seiner Hand einen freieren Zugang zu ermöglichen. Mein Slipp konnte meinen harten, gespannten Schwanz nicht mehr halten. Er federte gleichsam ins Freie. Karl nutze den Moment seine Kamera zu zücken und eine Serie von uns, dem herrlichen Panorama und einigen eben beschriebenen Details zu machen. „Los, Hose runter und mehr ins Licht!“, rief er mir zu. „Du auch Gus! Du wolltest dieses Motiv schließlich haben… Dreht Euch um, nehmt Euch in den Arm! Küssen!...Ja endlich… so sieht das gut aus“. Auf diese Weise entstanden die wohl erotischsten schwulen Fotos, die in den siebziger Jahren auf dem Holmenkollen gemacht worden sind. [Leider sind diese Bilder mit den meisten seiner anderen nach Karls Tod verloren gegangen.]
Erik umfasste seinen Karl von hinten, presste seinen Unterleib ganz fest an den schönen runden Arsch und küsste ihn in den Nacken. „Bitte… ich kann so nicht fotografieren. Walter spritzt gleich und ich bekomme es nicht mit…“, beklagte sich Karl. Er bekam es tatsächlich nicht mehr mit, da ich unmittelbar vor der Entladung Schritte auf der Treppe hörte, hastig Gus ein Zeichen gab und Slipp und Hose hochzog. Ich hatte gerade den Knopf am Bund zugeknöpft, als sich die Ladung in die Hose ergoss. Nass, warm und schön… ein unbeschreibliches Gefühl… . Gus fingerte noch an seinem Gürtel, als hinter uns ein Stimmengewirr einer uns unverständlichen Sprache weitere begeisterte Touristen ankündigte. Eine Gruppe japanischer Schüler hatte den Weg zur Aussichtsplattform gefunden. Gottseidank hatten sie für uns keinen Blick über, sonst hätten einige sicher den doch recht deutlichen feuchten Fleck auf der dazugehörigen Beule an meiner Hose entdeckt. Bis auf einen erstaunten Seitenblick eines etwa 15jährigen Knaben auf Karls ungewöhnliche Körpermitte schien sich niemand für uns zu interessieren. Der fotografierte weiter und bedeutete uns, langsam mit dem Abstieg zu beginnen.
Als wir wieder unten angekommen waren, schlug Erik vor, einen Spaziergang zu dem damals noch sehr neuen Fernsehturm Oslos zu machen. ‚Tryvannstårnet‘ liegt oberhalb des Holmenkollen und bot bis 2014 einen fast noch spektakuläreren Ausblick als die berühmte Skischanze.
Auch Erik hatte ein ‚Nistepakke‘ mitgenommen und dazu noch eine Thermoskanne mit Kaffee im Rucksack. So hatten wir genug Essen für einen kleinen Lunch zu viert. Wir mussten nur noch einen passenden Platz finden.
Für die knapp vier Kilometer Fußweg braucht man etwa eine Stunde, wenn man nicht zwischendurch eine Pause auf Frognerseteren machte, einem der bekanntesten Ausflugslokale der Stadt. Wir schauten dort nur kurz rein, um die einzigartige Atmosphäre des im klassisch norwegischen Blockhausstil gebauten Gebäudes auf uns wirken zu lassen. Hinter dem Haus begann der Aufstieg auf ausgetretenen Trampelpfaden zum Tryvannstårn. Im Sommer war hier oben nicht viel los. Kaum ein Mensch war zu sehen. Ganz anders im Winter, da wimmelte es hier von Wintersportlern jeden Alters.
Die Stille und die ursprüngliche Natur in Verbindung mit der fantastischen Aussicht auf die Stadt und den Fjord waren überwältigend. Für unsere Lunch-Pause fanden wir eine kleine Lichtung mit mehreren vom Wetter ausgeblichenen Baumstümpfen und ein paar glatten Granitfelsen am Rande eines kleinen Wildbachs. Wir breiteten unsere Brote, Äpfel, Eier und Schinken auf den Steinen aus. Erik hatte an einen Becher für jeden und sogar an Schokolade zum Nachtisch gedacht.
Karl sah sich suchend nach einem Platz um, an dem seine Hose keinen Schaden leiden würde. Gerade als er sich auf sein Taschentuch setzen wollte, schlug Erik vor: „Zieh doch die Hose aus. Hier kommt niemand vorbei, der sich daran stören würde. Die Leute, die hier wandern, kennen das“.
Erik war schon dabei seine Hose abzustreifen. Gus und ich taten es ihm gleich. Karl sah sich noch unschlüssig um, legte dann aber auch seine edle Hose ab und deponierte sie ordentlich gefaltet auf einem Baumstumpf. Mein Slipp war immer noch etwas feucht und konnte auf diese Weise besser trocknen.
Erik öffnete die Thermoskanne und schenkte jedem von uns ein. Auf den Felsen war es angenehm warm und man konnte sich sogar bequem in die Sonne legen und dabei die Aussicht genießen. Erik nahm ein kleines Stück Schokolade und legte es auf Karls Bauchnabel. Dann beugte er sich über ihn und nahm es mit den Lippen wieder auf. Die Schokolade schmolz schnell in der Sonne und hinterließ sowohl auf Karls Bauch wie an Eriks Lippen lustige Spuren, die ich sofort mit einem Foto festhielt. Erik grinste in die Kamera und sah aus wie ein glückliches Kind. Karl nahm verträumt die Schokoladenreste mit seinem Zeigefinger auf und leckte ihn ab. „Das ist schon ein kleines Paradies hier… quasi das Land, in dem Milch und Honig fließen“, sagte er und rekelte sich, als ob er es sich auf einer weichen Matratze bequem machen wollte. „Na Jungs, dann lasst doch Eure Milch fließen…“, alberte Gus. Er trank seinen Kaffee etwas ungeschickt im Liegen und machte einige Zehenübungen, als ob er damit Zeichen geben wollte.
Erik hatte inzwischen das zweite Stück Schokolade auf Karls Bauch platziert. Diesmal etwas näher an den leuchtend roten Haaren vor seinem gigantischen Berg aus Hoden und Schwanz. Jetzt leckte er die kleinsten Flecken weg, schluckte und lies seine noch braune Zunge um Karls abnormes Fortpflanzungsorgan wandern. Das Areal war so groß, dass nicht nur die Zunge sondern der gesamte Kopf um die Lust-Zone kreiste. Gus‘ Slipp sah schon aus wie ein kleines Einmann-Zelt und sein Blick hatte sich wieder einmal auf Karls Zehen konzentriert. Ich übernahm die Aufgabe der Foto-Dokumentation nicht ohne mich zwischendurch um das kleine Zelt meines Verlobten zu kümmern.
Karl hatte sich total seinem Geliebten überlassen und bewegte sich so gut wie gar nicht. Langsam bewegte Gus seinen Kopf in Richtung tanzende Zehen und schließlich umfassten seine Lippen nach und nach jeden einzelnen. Ich näherte mich mit meinem jetzt nackten Po der Stange meines Liebsten, feuchtete mit etwas Spucke meine Rosette ein und ließ ihn hineingleiten. Ich saß darauf bequem und sehr angenehm. Erik schob seinen Unterleib etwas mehr in meine Richtung, so dass ich seinen Schwanz mit meiner Zunge erreichen konnte. Alle vier genossen wir die herrliche Ruhe und völlig entspannte Stimmung. Unsere Körper bewegten sich nur minimal. Offenbar hatte keiner von uns Lust zu schnell zum Abspritzen und damit zum vorzeitigen Abschluss dieses gemütlichen Picknicks zu kommen. Erik schaffte es sogar zwischendurch einen Schluck Kaffee aus seinem Becher zu nehmen. Und dann spürte ich doch das typische Pulsieren in meinem Darm, ohne dass ich eine schnellere Stoßfrequenz gemerkt hätte. Gus gab keinen Laut von sich sondern beschäftigte sich ohne Unterbrechung weiter mit den Zehen unseres Karls. Der zuckte zwar ein paar Mal mit dem ganzen Körper und wischte dann mit seiner Handfläche durch seinen Schritt, blieb aber auch entspannt liegen und sonnte sich weiter. Erik wandte seinen Kopf meinem Schoß zu und umschloss mit seinen Lippen meinen Schwanz, der noch verklebt war von der etwas vorzeitigen Eruption auf der Aussichtsplattform. Leider entzog er mir dadurch seinen Kolben, der kurz vorm Platzen zu stehen schien. Seine Sahne traf meine Unterschenkel. Ich musste jetzt den Schwanz meines Liebsten leider freigeben, um mit einem schnelleren und heftigeren Rhythmus noch einmal einen kräftigen Schuss Sahne in Eriks Mund abzugeben.
Hätte uns jemand beobachtet, hätte er sich sicher gewundert, dass nur wenig Bewegung in unserer eng verschlungenen Gruppe war, und wir uns plötzlich alle auf den Rücken fallen ließen, um wie Sonnenanbeter unsere Körper der Sonne zuzuwenden.
Karl schnappte sich einen Apfel, der in seiner Reichweite lag. Erik genoss die letzten Schlucke seines Kaffees. Gus kaute sein Schinkenbrot fertig und ich lutschte die letzten Stücke Schokolade. Niemand von uns wollte offenbar von diesem idyllischen Platz aufbrechen.
Noch über eine Stunde räkelten wir uns in der Sonne, genossen die Aussicht und die Reste unseres ‚Nistepakke‘.
Obwohl wir nur wenige Kilometer vom Zentrum der norwegischen Hauptstadt entfernt waren, hatten wir hier draußen in der ‚Nordmarka‘ schon seit zwei Stunden keine Menschenseele mehr getroffen. Die Stille hier oben hoch über der Stadt war einzigartig.
Auch am Fernsehturm waren nur sehr wenige Menschen zu sehen. Ein deutsches Ehepaar saß auf einer Bank am Eingang und als sie uns sahen sprachen sie uns an. „Kennen Sie sich vielleicht hier aus?“. „Ein bisschen schon“, antwortete Erik höflich. „Gibt es hier vielleicht einen ausgeschilderten Rund-Wanderweg? Ich glaube, wir sind vorhin etwas vom Wege abgekommen und mussten uns auf Trampelpfaden hierher durchschlagen“. Der Mann sah etwas gequält seine Frau an und schien mit seinem Latein am Ende. Erik lachte: „Nein, hier ist es etwas anders als bei Ihnen zuhause. Wir organisieren unsere Natur nicht so gerne. Es muss Raum bleiben, sie selbst zu entdecken. Wenn Sie sicher sein wollen, schnell wieder zur S-Bahn-Haltestelle oder in die Stadt zu kommen, müssen Sie die Zufahrtsstraße vom Fernsehturm abwärts benutzen. Alles andere sind die Trampelpfade, die Sie schon kennen. Da das im Winter Ski-Loipen sind, gibt es verschiedenfarbige Markierungen an den Bäumen. Richtung Stadt folgen Sie am besten den blauen“, erklärte er den beiden etwas verdutzten Touristen.
Nachdem wir auch den atemberaubenden Rundblick von Tryvannstårnet in alle Himmelsrichtungen genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg zu unserer ‚Knutschkugel‘, die inzwischen alleine auf dem großen Parkplatz unterhalb des Holmenkollen auf uns wartete.
„Das war ein toller Ausflug! Danke, mein Schatz, dass Du uns das alles gezeigt hast“, sagte Karl und gab Erik einen Kuss auf die Backe. „Ja, diesen Ausflug werde ich lange in Erinnerung behalten…das war einfach klasse“, schwärmte Gus und küsste Erik in den Nacken. „Und gemeinsam mit Euch hat’s nochmal mehr Spaß gemacht…“, fügte ich hinzu.
(dran bleiben, schon bald geht es im Kapitel "Normal anders (3)" weiter.)



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