Freundschaft ist Liebe mit Verstand (17)
- gert

- 3. Apr. 2020
- 28 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Nov. 2022

Roberto brachte Tinus allein zum Flugplatz Fornebu, da Bjørn eine Nachricht aus dem Pflegeheim bekommen hatte, dass es seiner Mutter schlechter ginge und sie ihn gern sehen wolle.
Während der Autofahrt Richtung Oslo schwiegen beide lange. Immer wieder legte Tinus seine Hand auf Robertos Oberschenkel und lächelte ihn an. Roberto konzentrierte sich auf den Verkehr und schmunzelte: „Wenn Du so weitermachst, kommst Du heute nicht mehr nach Amsterdam“. – „Ich würde am liebsten hier bleiben und jeden Abend mit Euch auf der Bank vor Eurem ‚Brygghus‘ sitzen. Ihr habt es geschafft meine Sicht auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu lenken und werdet mich von jetzt ab wohl nicht mehr so schnell wieder los“.
„Das hoffen wir. Bjørn, Walter, Gus und ich mögen Dich sehr und der lange Abstand zwischen Norwegen und Holland darf kein Grund sein, dass unsere Freundschaft leidet. Leider können wir Dich die nächsten Monate nicht besuchen. Bei uns ist einfach zu viel zu tun. Ich muss wegen meines Projektes jetzt öfter zum Goethe-Institut nach Oslo, da gibt es dann für Bjørn automatisch mehr Arbeit. Walter muss bis zum Ende des Jahres sein Anerkennungsjahr abgeschlossen haben und Gus will unbedingt auch mit seinem Projekt weiterkommen. Dann kommt die Hochzeit von Arild und Mai Linh, was wohl auch Auswirkungen auf den Hof haben wird und unsere Erweiterungspläne sind ja auch noch nicht vom Tisch“.
„Ihr seid alle Vier so prachtvoll und fleißig, dass ich überzeugt bin, Ihr schafft das alles ohne Probleme. Macht Euch keine Gedanken. Vielleicht sehen wir uns in Zukunft öfter, als Euch lieb ist. Ich habe meine Geschäfte mit Stat Oil noch verstärkt und werde vermutlich schon in zwei Wochen wieder in Oslo sein“.
„Oh, das wäre ja toll. Da würdest Du ja zum 17. Mai hier sein“, freute sich Roberto.
Tinus sah ihn fragend von der Seite an. „Der wichtigste Tag im Jahr für jeden Norweger…und das schönste Fest“, erklärte Roberto. – „Ach so ja… ich habe jedenfalls am 15. einen Termin in Oslo“.
„Du weißt ja, Dein Bett auf Bjørnstangen ist dann gemacht, und wir freuen uns riesig, wenn Du kommst“.
Tinus wischte sich mit der Hand über die Augen, als ob er ein Staubkorn entfernen wollte und blickte starr geradeaus. Dann flüsterte er: „Ihr seid so, so lieb… ich habe alles richtig gemacht“.
„Was hast Du richtig gemacht?“. – „Das erzähle ich Dir in zwei Wochen“.
Roberto vermutete, dass Tinus auf den Zug des beginnenden Erdöl-Booms in Norwegen aufgesprungen war und nun auf noch bessere Geschäfte hoffte. Ganz abwegig war dieser Gedanke nicht, da sich Tinus finanziell an der Exploration norwegischer Gas- und Erdölfelder beteiligt hatte und bereits ein Jahr später das Gullfaks-Feld entdeckt wurde, dessen Fördergewinne allein norwegischen Firmen zufloss.
Sie verabschiedeten sich herzlich vor dem Abflugschalter von KLM und umarmten sich so heftig, dass sie die Aufmerksamkeit fast aller Mitreisenden auf sich zogen. Ein Umstand, der Tinus noch vor wenigen Wochen unsagbar peinlich gewesen wäre, ihn jetzt aber eher stolz und glücklich machte.
„Ich rufe an… bis bald!“
Einige Tage später kam Mai Linh abends zum Abendbrot nach Bjørnstangen. Arild hielt sie fest im Arm, setzte sie ganz dicht neben sich und beide strahlten um die Wette. Der Termin für die Hochzeit stehe nun fest und alle seien herzlich eingeladen, verkündete Arild feierlich und etwas pathetisch. Dann schwieg er einen Augenblick, sah Mai Linh fragend an, sie nickte und er räusperte sich:
„Also, wir möchten, dass Du Bjørn und Du Roberto Patenonkel unseres Kindes werdet“.
Die beiden Angesprochenen sahen sich überrascht an und waren für einen Moment sprachlos.
„Das ist sehr lieb von Euch beiden. Glaubt Ihr denn, dass wir für die Kleine oder den Kleinen ein gutes Vorbild sein können?“ – „Das Beste, das man sich vorstellen kann. Wer könnte unserem Kind besser Toleranz, Zuverlässigkeit, Liebe, Freundschaft, Fleiß und Weltoffenheit vermitteln als Ihr beide?“
Bjørn und Roberto wurden verlegen und antworteten: „Danke! Das ist eine wirklich große Ehre für uns. Ihr könnt sicher sein, dass wir uns um Euer Kind so kümmern werden, als wäre es unser eigenes. Er oder Sie sollen sich immer bei uns zuhause fühlen“.
Mai Linh lachte und sah ihren Arild glücklich an: „Mama und Papa kommen aber zuerst!“ – „Versteht sich, aber Patenonkel müssen ein Kind auch ein bisschen verwöhnen dürfen“, scherzte Roberto. „Bei uns in Italien verwöhnen die Pateneltern die Kinder fast immer mehr als die Großeltern“.
„Na, das sind ja ideale Voraussetzungen“, feixte Arild. „Da Ihr beide damit ja sozusagen jetzt zu unserer Familie gehört, will ich Euch jetzt noch etwas sagen, was aber unbedingt die nächsten zwei Wochen noch unter uns bleiben muss. Sonst verliert Ihr einen guten Freund und Mai Linh und ich eine recht aussichtsreiche Zukunft“. Er machte eine bedeutungsvolle Pause.
„Ich habe hier den Vorvertrag für den Kauf von Bergstad-Gård“.
Die Nachricht verfehlte ihre Wirkung nicht. Bjørn fiel seine Scheibe Brot mit „Brunost“ vor Schreck in den Schoß und Roberto starrte Arild mit offenem Mund an und vergaß fast seine Tasse Tee abzustellen.
„Was hast Du?“ – „Ich habe Bergstad-Gård gekauft. Wir werden um den 17. Mai herum die Schlüssel bekommen“.
Roberto fand als erster die Sprache wieder: „Da steckt Tinus dahinter“.
Arild wurde etwas rot und schaute verlegen auf seinen Teller. „Ich hätte es Euch eigentlich erst in zwei Wochen sagen dürfen. Er möchte auf keinen Fall mit dem Kauf in Verbindung gebracht werden. Ich habe einen Kredit für den gesamten Kaufpreis über die DnC-Bank in Oslo bekommen. Tinus bürgt für die ganze Summe und wird auch Abtrag und Zinsen zu 70 Prozent übernehmen. Wir zahlen nur das, was wir allein auch für ein eigenes Haus hätten aufbringen müssen. Dafür hat Tinus lebenslanges Wohnrecht auf Bergstad und bekommt die Hälfte der Gewinne, die der Hof eventuell erwirtschaftet. Alle notwendigen Investitionen übernimmt er. Seine Anwälte müssen unsere Verträge noch prüfen, aber er und ich haben unsere Vereinbarung bereits unterschrieben. Für den Makler bin ich der Käufer und habe das ‚Odelsrett‘ [norwegisches Erbhofrecht], was ja für unser Kind wichtig ist“.
„Er ist ein Schlitzohr… aber ein kluger und treuer Freund“, beendete Bjørn seine Sprachlosigkeit.
„Mein Schwiegervater ist beleidigt, weil ich alles ohne ihn geregelt habe. Er weiß nichts von Tinus Anteil an dem Geschäft und das soll vorerst auch so bleiben. Er vermutet, dass Du, Bjørn, mir geholfen hast und ist sauer. Er glaubt, Du wolltest auf diese Weise Großgrundbesitzer werden und mich ausnutzen. Ich hoffe, Du kannst das ertragen“.
Bjørn grinste und schmunzelte: „Ich… Großgrundbesitzer… so ein richtiger Ausbeuter und Kapitalist… das fühlt sich gut an. Das Spiel spiele ich gerne mit. Anders, als bekannter Sozialist, wird seine Freude an mir haben“.
„Haben denn Tinus und Du schon Pläne für den Betrieb von Bergstad?“, fragte Roberto.
„Tja… wir sind uns einig, dass es vorerst das beste wäre, die meisten Felder und das kleine Stück Wald zu verpachten. Eventuell könnte man ein paar Wiesen für eine kleine Pferdezucht behalten. Tinus hat vorgeschlagen, die Pferdeställe für Pferdebesitzer aus Oslo oder Tønsberg zu vermieten und später vielleicht auch zwei oder drei Ferienwohnungen anzubieten. Der Makler in Oslo hatte eine Idee, die Tinus auch sehr gut gefiel. Er meinte, seit neuestem gäbe es in Süd-Norwegen einige Höfe, die auf ihrem gesamten Land einen Golfplatz eingerichtet hätten. Auch darüber könnte man nachdenken. Aber die Genehmigung dafür dauert lange und ist wohl sehr schwer zu bekommen“.
„Ich würde natürlich gerne pachten. Du kennst meine Pläne und weißt, dass wir Bjørnstangen nur so langfristig eine stabile wirtschaftliche Basis schaffen können“, sagte Bjørn.
Die Zukunftsplanungen zogen sich an diesem Abend noch sehr lange hin. Kjell hatte zwischendurch Wein und Bier auf den Tisch gestellt und Bjørn meinte, es gäbe kaum passendere Gelegenheiten auf etwas anzustoßen als die beiden überraschenden und schönen Nachrichten, die Arild und Mai Linh mitgebracht hatten.
Der Verkauf von Bergstad-Gård ließ sich in der Nachbarschaft nicht verheimlichen. Arilds Schwiegervater war daran natürlich nicht ganz unschuldig. Er setzte auch das Gerücht über Bjørns heimliche Finanzierung in die Welt. Onkel Odd war der erste, der Bjørn direkt darauf ansprach. Der versicherte ihm, dass er keinerlei Vereinbarung mit Arild getroffen habe, aber wisse, wie er den Kauf finanziert habe, und alles durchaus legal und normal über Norwegens größte Bank abgewickelt worden sei.
Onkel Odd war besorgt über die Gerüchte, die kursierten und vor allem darüber, dass Einar hinter Arilds Rücken gegen ihn und Mai Linh stichelte. „Die Beiden haben es im Augenblick nicht leicht“.
„Wenn die Leute sehen, dass Arild auf Bergstad vernünftig wirtschaftet, gibt sich das Gerede bald. Als Patenonkel seines ersten Kindes werde ich hoffentlich in den Augen der Leute auch ein Recht auf ‚besondere‘ Verbindungen zu Bergstad-Gård haben“, schmunzelte Bjørn.
„Ach, Du wirst Patenonkel?...Glückwunsch!“. Onkel Odd gratulierte zwar von Herzen, hegte aber dennoch einen Verdacht, dass es da einen Zusammenhang gab.
Die Gerüchte um Bergstad-Gård bekamen neue Nahrung, als Tinus am 15. April dort gemeinsam mit Arild, Mai Linh, Bjørn und Roberto gesehen wurde. Zur Schlüsselübergabe waren der Anwalt der Erbengemeinschaft und seine Sekretärin gekommen, die sich mit roten Lack-Pumps und knall grünem Minirock in der ländlichen Umgebung sichtlich unwohl fühlte. Daher drängte der Anwalt aufs Tempo. Es wurden noch ein paar Unterschriften geleistet, Papiere ausgetauscht und innerhalb einer Viertelstunde war alles erledigt.
Tinus setzte sich auf die Stufen des Haupteingangs, atmete tief durch und winkte Mai Linh und Arild zu sich. „So, jetzt lasst Euch beide mal in den Arm nehmen. Nicht nur für Euch beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Ich hoffe, wir alle werden uns in den nächsten Jahren hier gut verstehen. Ich habe endlich meinen Platz gefunden. Einen Rückzugsraum, wo ich Zeit und Ruhe zum Nachdenken habe, aber vor allem in der Nähe von lieben Freunden sein kann, die mich so nehmen, wie ich bin. Das ist mehr wert als jedes Erdölgeschäft. Ihr Vier müsst Euch jetzt einigen, wie es zwischen Euch weitergehen soll. Ich mische mich in Euer tägliches Geschäft nicht ein. Ich vertraue Bjørn und Roberto blind und Du Arild und Du Mai Linh seid ebenfalls prachtvolle Menschen. Also überlasse ich Euch, was Ihr aus Bergstad-Gård macht. Erlaubt mir lediglich, dass ich mir die Räume für meinen privaten Bereich so gestalte, wie ich es mir vorstelle. Ich werde leider in den nächsten Monaten nicht so oft hier sein können, wie ich gerne möchte, daher müsst Ihr sozusagen meine Augen und Ohren sein, den Handwerkern meine Ideen und Pläne erklären und aufpassen, dass mein Bereich in meinem Sinn gestaltet wird“.
„Das wird ein hektischer Sommer, fürchte ich. Wir sollten vielleicht überlegen, ob wir uns noch eine Hilfskraft suchen“, meinte Roberto nachdenklich. – „Macht das! Ich will nicht, dass Euch alles über den Kopf wächst. Übrigens, wenn Ihr einverstanden seid, schicke ich Euch Jeroen für ein paar Wochen. Der ist auch jemand, auf den ich mich hundertprozentig verlassen kann… und er ist fleißig“.
„Prima Idee. Wir werden gut mit ihm auskommen“. Bjørn zwinkerte Tinus und Roberto zu. „Heute abend können wir Ruben fragen, ob er uns jemanden von der Landwirtschaftsschule in Ås empfehlen kann, der bei uns arbeiten möchte. Vielleicht kennen auch Gus und Walter jemanden, der Lust hat, uns bei diesem Projekt zu unterstützen. Die beiden kommen vermutlich auch heute noch“.
Beim Rundgang durch die dunklen leeren Räume des recht großen Haupthauses machte Tinus einige Notizen, Skizzen und Fotos mit einer Taschenkamera. Auch Arild schrieb eifrig einiges auf einen großen Schreibblock. Dann riss er die Blätter raus und heftete sie in den einzelnen Zimmern an die Balken. Mai Linh untersuchte die Küche genau und stellte fest, dass die Einbauten in einem besseren Zustand waren, als sie gedacht hatte. Sie schlug vor, dort und im angrenzenden Esszimmer die Basis für die Umbauarbeiten einzurichten.
Als Gus und ich am späten Nachmittag auf Bjørnstangen ankamen, trafen wir unsere „Großgrundbesitzer“ alle gemeinsam am Küchentisch an. Kjell raufte sich die Haare, da der Platz für ihn langsam eng wurde, aber darauf wollte und konnte niemand Rücksicht nehmen. Bis weit nach Mitternacht wurde diskutiert, gezeichnet, gerechnet und geplant.
Ruben versprach, sich in Ås umzuhören, meinte aber, er habe schon eine Idee, wer auf Bjørnstangen helfen könne. Gus schlug vor, Kollegen aus der Gärtnerei von Grønnt Hus zu fragen, ob sie Lust hätten, sich ein bisschen Geld dazu zu verdienen.
Um den Konflikt mit Nachbar Einar abzumildern, machte ich Arild den Vorschlag, seinen Schwiegervater nach Bergstad einzuladen und ihn zu fragen, ob er bei ganz bestimmten Sachen helfen könne.
Am Morgen des Nationalfeiertags erlebte Tinus das erste Mal, dass es auch Hektik und Stress in Norwegen geben konnte.
Roberto und Ruben hatten den Kuhstall übernommen und bereits eine halbe Stunde früher als gewöhnlich die Tiere gemolken und gefüttert. Auch Pekka war schon auf der Weide und hatte seine rot-weiß-blaue 17.Mai-Schleife am Halfter.
Als Ruben die letzte Karre Mist nach draußen gefahren hatte, fragte er beiläufig: „ Könnten wir auch einen Mithelfer anlernen, oder muss der unbedingt eine landwirtschaftliche Ausbildung haben?“ – „Grundsätzlich kein Problem, kommt auf die Person an. An wen denkst Du? – „Ich habe Magne gefragt, ob er sich vorstellen könnte, bei uns zu arbeiten. Ich dachte, einen Elektriker im Haus zu haben, könnte ganz nützlich sein“. – „Gar kein dummer Gedanke. Wenn er Lust hat… ich hätte nichts dagegen“. – „Er kommt nachher zum Kirchplatz. Dann könnt Ihr ihn fragen“. – „Ok, ich bespreche das mit Bjørn“.
In der Küche türmten sich die geschmierten Brötchen, verschiedene Kuchen und Würstchen. Zusammen mit drei Thermoskannen, anderen Getränken und Campingstühlen und –Tischen musste alles innerhalb der nächsten Stunde zum Kirchplatz geschafft werden.
Wie jedes Jahr am 17. Mai schob sich ein Lindwurm aus jubelnden und Fähnchen schwenkenden Kindern und Jugendlichen mit ihren Lehrern, Erziehern und verschiedenen Musikkapellen durch die Gemeinde. Vorneweg Bürgermeister und „Lensmann“ [Polizeichef und höchster Verwaltungsbeamter der Gemeinde], ganz am Schluss Eltern und alle anderen festlich gekleideten Bürger. Wer sich dem Zug nicht anschließen wollte, stand jubelnd und „Heia“ rufend am Straßenrand. Prachtvolle und farbenfrohe Trachten aus allen Landesteilen und die Farben Rot-Weiß-Blau der norwegischen Flagge prägten das Bild. Eine ‚Bunad‘ unterscheidet sich von Region zu Region, manchmal sogar von Tal zu Tal. Man trägt die ‚Bunad‘ aus dem Landesteil, in dem man geboren ist oder zu dem man sich zugehörig fühlt.
Tante Rita hatte darauf bestanden, dass Bjørn sich von ihr eine ‚Bunad‘ schneidern ließ. Er trug sie an diesem Tag zum ersten Mal. Noch am Morgen hatte er das halbe Haus rebellisch gemacht, weil er erstens Teile des Silberschmucks nicht fand und zweitens meinte, das Hemd aus weißem, irischen Leinen sei zu eng. Dennoch stand ihm seine Tracht ausgezeichnet und unterstrich seinen makellosen, durchtrainierten Körper auf eine sehr elegante Weise. Er zog damit noch mehr Blicke des weiblichen Teils der Gemeinde auf sich als sonst ohnehin schon. Roberto in einem eleganten, sehr körperbetont geschnittenen, dunklen Anzug an seiner Seite brachte einige junge Mädchen völlig aus der Fassung.
In diesem Jahr stand auch auf Bjørnstangen einen Fahnenmast mit der traditionellen Beflaggung. Onkel Kjartan war die Mühe zu groß gewesen, dem offiziellen Flaggen-Reglement zu folgen und an jedem ‚Flaggentag‘ – und davon gibt es viele in Norwegen – die Nationalfahne morgens aufzuziehen und abends einzuholen. Kjell hatte vorgeschlagen, die alte Tradition wieder aufleben zu lassen und sich bereit erklärt, die Aufgabe auch zu übernehmen.
Das übliche, gemeinsame Picknick der Gemeinde auf einem Platz neben der Kirche unterschied sich auch in diesem Jahr in nichts von denen der Vorjahre. Kjell und Tante Rita hatten Essen und Getränke für mindestens zwanzig Leute vorbereitet. Daher kamen an die gemeinsamen Tische von Bjørnstangen und Bekketangen besonders viele Leute, die bloß mal eben ihre Glückwünsche zum „großen Tag“ loswerden wollten und dabei ein Stück Kuchen oder ein kleines Brötchen abstaubten.
Der Verkauf von Bergstad Gård hatte sich jetzt endgültig rumgesprochen und Arild und Mai Linh mussten, ob sie wollten oder nicht, die Glückwünsche der Nachbarn entgegennehmen. Einar und seine Frau wollten augenscheinlich auf das Thema nicht angesprochen werden, schienen aber mit ihrem künftigen Schwiegersohn und ihrer Pflegetochter eine Art ‚Feiertagsfrieden‘ geschlossen zu haben.
Tinus hielt sich als Gast von Bjørn und Roberto bescheiden im Hintergrund, wechselte ein paar Worte mit Arild und Mai Linh und stellte sich sowohl Einar als auch anderen Nachbarn höflich vor. Er betonte immer wieder, wie einmalig schön die Umgebung sei und, dass er sich vorstellen könnte, hier in der Nähe ein Feriendomizil einrichten zu können.
Einar ging darauf ein und sagte, das dürfe doch nicht schwierig sein, schließlich vermieteten inzwischen einige Hofbesitzer Ferienwohnungen und sein zukünftiger Schwiegersohn habe ja gerade einen großen unrentablen Hof gekauft, der vermutlich nur durch Vermietungen und Verpachtungen am Leben erhalten werden könne. Tinus bemerkte, dass er das wisse und sich sicher mal mit Arild unterhalten werde.
Wir hatten schon fast eine Stunde zusammengesessen und uns das bunte Treiben angeschaut, als endlich auch das ungleiche Paar Ruben und Magne auftauchten. Der eine klein, drahtig und schwarzhaarig, der andere groß, athletisch und blond. Beide in offenbar neuen, sehr eleganten Anzügen. Ruben in Beige, mit dunkelblauem Hemd, trug weder Krawatte noch Unterhemd. Magne in Hellblau, mit roter Krawatte und einer so engen Hose, dass Tinus, Roberto und Gus sich minutenlang auf sie zu konzentrieren schienen. Selbst Kjell bewunderte Magne unverhohlen.
Ruben strahlte so glücklich und blickte immer wieder zu Magne auf, dass auch das kaum jemandem verborgen blieb.
„Hei, Magne! Gratulere med dagen! Ruben hat uns erzählt, Du könntest Dir vorstellen, bei uns zu arbeiten?“, begrüßte ihn Bjørn. – „Ruben könnte sich das vorstellen…“, lachte Magne. „ Ich habe mit Landwirtschaft noch nie viel zu tun gehabt, aber mag das Arbeiten an frischer Luft und mit Tieren. Wirklich können kann ich allerdings nur Elektrotechnik“. – „Gerade das würde gut zu uns passen. Wir haben einige Projekte vor, für die wir dringend einen Elektro-Fachmann brauchen. Ganz abgesehen davon, dass auch bei uns immer mehr Elektronik in die Landwirtschaft Einzug hält“. – „Ja, das hört sich sehr spannend an. Ich möchte aber unbedingt zuhause ausziehen, habe aber noch keine Wohnung gefunden. Hier in der Gegend ist es sehr schwer. Deshalb wollte ich eigentlich nach Oslo“. – „Wenn es weiter nichts ist. Eine kleine Wohnung könnten wir Dir anbieten. Du kennst sie ja. Es ist noch nicht lange her, dass Du dort den Telefonanschluss gelegt hast“. – „Ach, ich dachte Ihr hättet damit andere Pläne…?“. – „Überleg es Dir! Du würdest gut zu uns passen und über Dein Gehalt werden wir uns schon einig“. – „Danke, da kann ich eigentlich gar nicht nein sagen“. Magne lächelte und sah glücklich auf seinen fast zwei Köpfe kleineren Freund hinab.
Bereits am 1. Juni zog Magne auf Bjørnstangen ein.
Die Arbeiten auf Bergstad Gård liefen bereits auf Hochtouren. Trotz der bevorstehenden Industrieferien hatten es Arild und Tinus geschafft, Zimmerleute und Klempner zu finden, die bereit waren auch während der landesweiten Urlaubszeit zu arbeiten. Bjørn hatte Magne gebeten, sich die gesamte Elektrik des Hofes anzusehen und einen Kosten- und Arbeitsplan zu erstellen.
Tinus war wieder in Amsterdam, hatte aber angekündigt, dass Jeroen ab Mitte Juni für mehrere Wochen nach Bergstad kommen werde.
Gus und ich hatten uns entschieden, in diesem Jahr unseren Urlaub auf Bjørnstangen zu verbringen. Wir wollten sowohl faulenzen als auch arbeiten.
Roberto hatte uns gefragt, ob wir es einrichten könnten, Jeroen vom Flugplatz abzuholen. Mit genauer Personenbeschreibung und einem Pappschild ausgerüstet, auf das wir „Bergstad Gård“ geschrieben hatten, warteten wir in der Ankunftshalle von Fornebu auf unseren Gast.
Was Roberto nicht wissen konnte; Jeroen hatte sich in der Zwischenzeit einen kurzen Vollbart stehen lassen. Daher erkannten nicht wir ihn, sondern er uns. Beziehungsweise er stutzte als er unser Pappschild sah, blieb stehen und fragte grinsend: „Gleich zwei nette Männer, die auf mich warten?“. Gus lachte und antwortete: „Wie üblich hat Tinus weder Kosten noch Mühen gescheut… Ich bin Gus und das ist mein Freund und Partner Walter“. Jeroen gab uns die Hand und betrachtete uns abwechselnd von oben bis unten. „Und bei der Auswahl seiner wenigen Freunde hat Tinus schon immer ein glückliches Händchen gehabt“.
„Direkter geht’s kaum“, dachte ich und schaute mir nun meinerseits unseren Gast genauer an und kam zu dem Schluss, einen sehr gepflegten, fröhlichen und seiner erotischen Reize durchaus bewussten, etwa zwanzigjährigen Mann vor mir zu haben, der kaum Hemmungen zu haben schien, jeden Spaß mitmachen würde und ausgesprochen selbstbewusst wirkte.
„So, so… Du bist also gekommen, um Tinus‘ neues Domizil auf Vordermann zu bringen?“ – „Na, ich hoffe, ich muss nicht allein arbeiten“, grinste er. „Ein paar kräftige Männer sollten schon noch dabei sein“.
„Keine Angst, Tinus hat so viele Mithelfer organisiert, dass vielleicht sogar noch Zeit für Dich bleibt, ein bisschen Land und Leute kennenzulernen“. „Oh ja, er weiß, was ich mag“, bemerkte Jeroen hintersinnig.
Auf der Fahrt in Richtung Holmestrand war Jeroen so fasziniert von der Landschaft, dass er immer wieder rief: „Gott, was für ein tolles Land!“.
Als wir nach Bjørnstangen kamen, war niemand zu sehen. Die Türen von Brygghus und dem Haupthaus standen weit offen. Wir stellten unser Gepäck in den Windfang und ließen Jeroens Koffer im Auto, da wir ihn ja noch nach Bergstad bringen mussten. „Komm! Wir suchen mal Bjørn und Roberto. Die beiden kennst Du ja“.
Die beiden Hofbesitzer waren hinter dem Kuhstall damit beschäftigt, mit dem Traktor schwere Betonteile auf einander zu stapeln, um eine neue Jauchegrube zu bauen. Beide hatten lediglich Turnhosen an und waren beide total mit Schlammspritzern verdreckt.
Jeroen ging lachend auf sie zu und nahm beide ohne zu zögern in den Arm. „Das letzte Mal als wir uns sahen, wart Ihr etwas sauberer, aber so gefallt Ihr beiden mir fast noch besser“, schmunzelte er.
„Willkommen in Norwegen, im Land der Bauern!“, scherzte Roberto. „Schön, dass Du gekommen bist“. Ich bildete mir ein, dass er Jeroen besonders herzlich umarmte und meinte unter der Dreckkruste in seiner Turnhose eine deutlich wachsende Beule auszumachen. Aber das konnte auch mal wieder ein Produkt meiner so sexgeprägten Phantasie sein.
„Wenn wir hier fertig sind, kommen wir nach Bergstad. Ich hoffe, ein Zimmer für Dich ist dort fertig. Wenn nicht, kommst Du einfach zu uns“. Bjørn zwinkerte Jeroen zu und startete bereits den Traktor wieder.
Auf Bergstad herrschte geschäftiges Treiben. Handwerker liefen rein und raus. Der bisher so gepflegte Rasen vor dem Haus war mit Baumaterialien vollgestellt und überall hörte man Hämmern, Bohren und Sägen. Die Autos der einzelnen Firmen waren kreuz und quer geparkt, so dass wir nicht ans Haupthaus ranfahren konnten.
Jeroen schaute sich fasziniert um, während er seinen Koffer über Bretter und Zementsäcke balancierend in den großen Flur brachte.
Auf der Treppe zur ersten Etage arbeitete Magne an einem Gewirr von Kabeln, die aus der Wand hingen. Ich stellte ihm Jeroen vor und er grinste: „Wir können jede Hand gebrauchen“. – „Freut mich immer, wenn jemand meine Handarbeit schätzt“, feixte Jeroen. „Ich bin zwar nicht so kräftig wie Ihr Wikinger aber ausdauernd“. – „Na, dann bist Du hier genau richtig“, lachte Magne.
„Hast Du Arild gesehen?“ – „Ja, er ist oben im letzten Zimmer auf der rechten Seite“.
„Hei! Ich bin Arild, der Besitzer dieser Baustelle. Willkommen auf Bergstad-Gård. Ich habe gerade Dein Zimmer klar gemacht. Jetzt hast Du wenigstens ein Bett. Meine Frau hat Dir unten in der Küche etwas zu essen gemacht“. – „Danke! Ich finde mich schon zurecht“.
Mai Linh hatte Jeroen sofort in ihr Herz geschlossen, und er vermutlich auch sie, denn er flüsterte mir ins Ohr: „Tut doch richtig gut, auch mal ein weibliches Wesen in dieser Männerwirtschaft zu treffen. Da bin ich dann nicht ganz so abgelenkt“.
„Schlingel! Ich dachte, Du bist zum Arbeiten hier?“. – „Ja schon, aber so viele nette Männer machen mich schon ein bisschen nervös“, zwinkerte er mir zu.
Die Renovierungsarbeiten schritten schneller voran, als wir dachten. Gus und ich hatten uns zwar eigentlich vorgenommen eher zu faulenzen als zu arbeiten, konnten uns aber der allgemeinen Betriebsamkeit nicht entziehen. Mal strichen wir einen halben Tag lang nur Holzbretter an und ein anderes Mal übernahmen wir den Transport von Baumaterialien mit Traktor und Hänger vom Baustoffhandel nach Bergstad. Wir strichen den Estrich in der neuen Jauchegrube auf Bjørnstad genauso glatt, wie wir Ruben bei seinem endgültigen Einzug bei Magne halfen.
So brach bereits die zweite Woche unseres Urlaubs an ohne, dass wir mit viel mehr als mit einem Gute-Nacht-Kuss abends todmüde ins Bett gesunken und morgens mit einem schläfrigen „Guten Morgen“ aufgestanden wären. Das sollte sich ändern, als Magne eines Abends Jeroen mit nach Bjørnstad brachte, um ihm die Sauna zu zeigen. Auf Bergstad hatten sie gemeinsam begonnen, zwei Räume des alten Pferdestalls für den Einbau einer Sauna vorzubereiten, und Jeroen hatte ihm erzählt, dass er in Amsterdam in einer Sauna arbeitet und selbst sehr gerne schwitzt.
Obwohl es zwei Tage vor ‚St. Hans-Aften‘ [23. Juni, Mittsommer] war, war der Abend regnerisch und kühl. Daher fanden auch Roberto und Bjørn die Idee gut, den Sauna-Ofen anzuheizen. Ruben war eher skeptisch, weil er, wie er sagte, der „Schwitzkultur“ nichts abgewinnen konnte.
Magne und Jeroen kamen spät von ihrer Baustelle. Magne hatte vorgeschlagen, Jeroen könne im Gästezimmer des Brygghus übernachten, und er würde ihn dann am nächsten Morgen wieder mit nach Bergstad nehmen. Bjørn war einverstanden, und so versammelten wir uns alle erst einmal in der Küche von Magnes Wohnung, tranken von Ruben gebrauten Johannisbeer-Wein und unterhielten uns über die Arbeitsfortschritte der letzten Tage. Bis Ruben Jeroen fragte, wie groß denn die Sauna sei, in der er arbeite.
„Unser Betrieb hat ungefähr 1200 Quadratmeter auf drei Etagen verteilt“. – „Oh, das ist viel. Kommen denn so viele Menschen in Amsterdam zum Schwitzen?“. Jeroen musste lachen, denn ihm schien diese Frage naiv. „Zu uns kommen nur Männer. Wir haben zehn Stunden jeden Tag geöffnet und es kommen im Schnitt 100 Gäste am Tag, am Wochenende wesentlich mehr“.
Auch Magne, der sich, genau wie Ruben einen solchen Sauna-Betrieb nicht vorstellen konnte, wollte Jeroen nicht so recht glauben.
„Jungs, wir sind dort gewesen. Jeroen übertreibt nicht. Die Anlage ist sehr, sehr schön. Es gibt eine Bar, einen kleinen Pool, eine Dampf-Sauna, eine finnische Sauna und eine Dachterrasse zum Sonnen…und… Massage gibt es auch“, schmunzelte Roberto und zwinkerte Jeroen zu.
Auch für Gus und mich hörten sich diese Dimensionen etwas phantastisch an. Aber wir kannten ja inzwischen Tinus‘, Robertos und Bjørns ausführlichen Berichte.
„Nur Männer…“, murmelte Ruben ungläubig. „Alle nackt?“ – „Na ja, Handtuch binden sich die meisten schon um“, grinste Jeroen. – „Ehy, da müssen wir unbedingt mal hin“, meinte Magne begeistert. – „Fassen die Männer sich denn da auch an?“, fragte Ruben etwas unsicher. „Also, wenn Du Sex meinst… Ja, die Männer haben auch Sex mit einander. Ist das schlimm für Dich?“ – „Nein… gar nicht… ich kann’s mir nur nicht vorstellen… und… wenn ich da mit meinem Freund hinginge, wäre ich dauernd eifersüchtig“. – „Ja, darüber muss man vorher reden. Wenn man sich seiner Beziehung nicht ganz sicher ist, sollte man vielleicht besser nicht mit seinem Freund kommen…“, meinte Jeroen nachdenklich.
„Oder gerade… denn wenn die Beziehung einen solchen ‚Stress-Test‘ aushält, ist es eine stabile und ehrliche Freundschaft“, warf ich ein.
Ruben und Magne sahen sich an. „Würdest Du mit mir dort hingehen?“. – „Ja klar… wegen ein bisschen Spaß mit anderen Männerschwänzen, würde ich Dich doch niemals aufgeben…niemals“, erklärte Magne und sah seinen Ruben so verliebt an, dass dieser ihm spontan einen Kuss gab.
„Das ist die richtige Einstellung… Bjørn und Roberto machen es Euch vor, wie es geht“, sagte Jeroen.
„Bei uns ist es nicht anders. Ich würde mit Walter auch jederzeit in diese Sauna gehen. Das wäre ein riesen Spaß und wir würden sicher interessante Leute treffen“.
„Aber jetzt möchte ich erstmal hier schwitzen. Wie ist das mit Euch? Wer will anfangen? Für acht Mann wäre Platz…“, feixte Roberto und sprang auf, um in die Dusche zu gehen. „Ich komme mit“, rief Jeroen. „Ich auch“, schloss ich mich an.
Gus, Bjørn, Ruben und Magne wollten noch austrinken und dann nachkommen.
Im Raum zwischen Sauna und Dusche waren inzwischen zwei Bänke aufgestellt und Garderobenhaken angebracht. Wir konnten uns dort jetzt bequem ausziehen und Handtücher waren auch griffbereit.
Für mich ist Roberto bis heute eine Augenweide. Sein gleichmäßig schwarz behaarter, makelloser Körper faszinierte damals aber auch Jeroen, der seinen Blick nicht mehr von ihm lösen konnte und völlig abwesend wirkte, als er hastig Hose, Hemd, Slip und Schuhe auf einen Haufen warf und dabei jede Bewegung von Roberto verfolgte. Mein Schwanz reagierte wie immer sofort, was Roberto mit einem Augenzwinkern und einer kurzen Kopfbewegung in Richtung Jeroen quittierte. Der sich seinerseits keine Mühe gab, seinen sich langsam mit Blut füllenden, massigen, dunklen Schwanz zu verbergen.
Als Jeroen den ihm wohlbekannten, penisförmigen Duschkopf im Bad sah, hob er anerkennend die Brauen. „Da hat ja der Chef schon gleich mal für die richtige Ausstattung gesorgt“, grinste er.
Wie selbstverständlich prüfte er die Wassertemperatur und schob sich ohne Umschweife das Messingteil in seinen Arsch, lachte dabei und meinte, es gäbe doch nichts Schöneres als eine gründliche Körper-Reinigung vor einem Saunagang. Roberto und ich seiften uns ein und schauten unserem „Sauna-Fachmann“ zu. Als der bereits nach wenigen Minuten fertig war, übernahm ich den „Intim-Reiniger“ und ließ das handwarme Wasser in meinen Darm laufen, was meinen Schwanz dazu brachte vor Freude zu zucken.
Noch während ich das Wasser wieder rausdrückte, hatte mir Roberto den Duschkopf aus der Hand genommen und führte ihn sich mit einer solchen Wucht ein, dass er sein Gesicht für einen Moment vor Schmerzen verzerrte.
Jeroen und ich hatten schon auf der obersten Saunabank Platz genommen als Roberto noch gründlich die Dusche von unseren Spuren reinigte.
„Roberto und Bjørn sind wirklich zwei nette, ordentliche Kerle. Die sehen beide nicht nur unwiderstehlich gut aus, sondern sind auch noch gewissenhaft und fleißig. Kein Wunder, dass Tinus einen Narren an ihnen gefressen hat“. Jeroen lächelte. „Du hättest mal erleben sollen, was sich bei uns alles verändert hat, nachdem er die beiden kennengelernt hat. Tinus ist ein ganz anderer Mensch geworden. Seine Leute arbeiten jetzt richtig gern für ihn und wenn er zur Kontrolle in die ‚Thermos‘ kommt, ist jetzt immer gute Stimmung“. – „Das sagt er ja auch selbst von sich“, gab ich lächelnd zurück. – „Er war aber auch von Euch beiden wahnsinnig begeistert. Er hat in den letzten Wochen bei jeder Gelegenheit über sein neues Lieblingsland, Bjørn, Roberto und Euch beide gesprochen. Dabei haben seine Augen so geleuchtet, wie ich es bei ihm noch nie erlebt habe. Jetzt, wo ich es selbst erlebe, verstehe ich ihn voll und ganz…“. Dabei schaute er mir direkt in die Augen und ich hielt seinem Blick stand. Er rückte noch näher an mich heran und legte seine Hand in meinen Nacken, um mich ganz behutsam zu massieren. „Stört Dich doch nicht, oder?“ – „Nein, ganz und gar nicht. Du machst das sehr gut“.
„Ich brauche auch dringend eine Nackenmassage“, grinste Roberto, als er sich auf die Bank zu unseren Füßen setzte. Sofort drehte sich Jeroen etwas und griff mit seiner anderen Hand nach Robertos Nacken und knetete ihn so, dass Roberto schon nach wenigen Sekunden wohlig grunzte.
Unsere drei Schwänze standen wie eine Eins und der Schweiß rann bereits in kleinen Bächen über unsere Körper, als Gus, Bjørn und Magne in der Tür standen. Alle drei groß, schlank und jeder auf seine Weise außerordentlich attraktiv. Für einen kurzen Augenblick erinnerte ich mich an den Moment, als ich Gus in Italien das erste Mal nackt gesehen hatte.
Ich war damals mit Andrea, Gian und seinen Freunden am Meer zum Baden und Gus gesellte sich zu uns. Er hatte nicht den ausgeprägt durchtrainierten Körper wie die Italiener, aber wirkte durch sein natürliches Lächeln und seine entkrampfte Art sich zu bewegen auf mich sofort sympathischer als alle anderen.
Auch jetzt war es wieder diese Mischung aus Unbefangenheit und natürlicher Geschmeidigkeit, die ihn von Magne unterschied, der leicht verkrampft, kerzengerade, unentschlossen und etwas nervös mit den Füßen wippend, überlegte, wo er sich hinsetzen sollte. Gus und Bjørn schwangen sich lachend und mit ebenfalls strammem Schwanz zu uns auf die oberste Bank und machten Magne ein Zeichen, sich neben Roberto zu setzen. Nach kurzem Zögern tat er es, hielt dabei beide Hände vor seine Körpermitte und schien bewusst zu vermeiden, uns anzusehen.
„Wo ist denn Ruben?“, fragte Roberto. „Er kann sich noch nicht so richtig überwinden. Er duscht lieber noch etwas und probiert Euren merkwürdigen Duschkopf aus. Das ist aber auch ein für Norwegen sehr ungewöhnliches Teil…“, meinte Magne etwas verlegen lächelnd. „Ich habe, als ich hier einzog, nicht gewusst, wofür man das benutzt. Bjørn hat’s mir erklärt und jetzt finde ich das ganz praktisch“.
Bjørn grinste: „Für unsere Gäste nur das Beste und Neuste“, dabei schob er seine Hand unter Gus‘ Po und tastete sich zu seiner Rosette vor. „Ehy, ich dachte Du wolltest schwitzen?“. Gus tat entrüstet, drückte seinen Arsch aber gleichzeitig ganz fest an Bjørns Hand. – „Ich wollt ja nur testen, ob Du den Duschkopf richtig angewendet hast…“, grinste Bjørn frech.
Gus stöhnte leise, blieb aber fast unbeweglich sitzen, stellte allerdings seine Füße auf Magnes Schultern und spielte mit seinen Zehen in seinem Nacken. Widererwarten entspannte Magne dadurch sichtlich und ließ sich die Behandlung klaglos gefallen.
Bjørn drang jetzt schon mit drei Fingern tiefer in Gus Darm vor und brachte seinen Schwanz erheblich zum Zucken. Jeroen ahnte offenbar, was neben ihm vorging und fühlte sich bestärkt, Ähnliches bei mir zu machen. Seine langen Finger waren sehr gefühlvoll und die Berührung meines ‚G-Punktes‘ brachte mich sofort wieder dazu, mich darauf zu konzentrieren, nicht schon wieder ungewollt abzuspritzen.
Roberto drehte sich um und nahm abwechselnd Jeroens und meinen Schwanz in den Mund. Magne beobachtete ihn dabei fasziniert und wichste seinen jetzt auch steinharten schönen, langen Schwanz. Dabei hatte er ein hoch rotes Gesicht und der Schweiß rann ihm über die Schläfen.
Ich wendete mich meinem Liebsten zu und küsste ihn besonders heftig, als ich spürte, dass die Entladung meines Kolbens kurz bevor stand. Roberto hörte gerade noch rechtzeitig auf und meinte, es werde ihm zu heiß, und er wolle sich abkühlen.
Magne erhob sich und streichelte wie unabsichtlich Robertos behaarten Po, lächelte und sagte: „ Man muss aufhören wenn’s am schönsten ist“.
„Aussetzen, nicht aufhören…“, lachte Roberto und gab jeweils Jeroen und Magne einen freundschaftlichen Klapps.
Bjørn und Gus beschäftigten sich noch mit einander, als wir vier anderen die Sauna verließen.
Ruben stand immer noch unter der Dusche und ließ mit geschlossenen Augen das warme Wasser über seinen Körper rinnen. Sein dünner, zart rosa Schwanz stand kerzengerade in dem dichten, tief schwarzen Büschel seiner Schamhaare und er rieb sich immer wieder gedankenverloren über seine paar Haare am Po. Magne ging zu ihm und flüsterte lächelnd: „Schatz, wenn Du noch länger duschst, weichst Du auf…“.
Ruben stöhnte nur leise und streckte seinem Freund seinen Po entgegen. Die Gegenwart von Roberto, Jeroen und mir schien ihn nicht zu stören.
Magne sah sich kurz zu uns um und schob dann ohne zu zögern seinen langen, harten Schwanz direkt in das Loch seines Partners. Ruben juchzte vor Begeisterung und stützte sich mit beiden Armen an der Wand ab. Jeroen und ich schauten vorerst nur den beiden zu und bearbeiteten unsere Schwengel.
Schließlich kniete sich Jeroen allerdings auf den Fußboden und näherte sich den beiden kriechend. Seine Zunge suchte erst das Loch von Magne um sich dann mit dem rhythmisch stoßenden Schwanz zu beschäftigen. Magnes Sack verschwand mehrmals in Jeroens Mund, der es meisterhaft verstand, sich den Bewegungen anzupassen.
Ruben keuchte und bekam Jeroens Kopf zu fassen, um ihn recht unsanft auf seinen etwa daumendicken, 15 cm langen, harten Penis zu drücken. Jeroen ließ es sich gefallen und der rosa Stab verschwand mühelos in seinem Schlund.
Da Jeroen jetzt breitbeinig auf dem Rücken lag und sein ästhetischer, dunkler Schwanz kerzengerade in der Luft stand, konnte ich nicht widerstehen, ihn ebenfalls zwischen meine Lippen zu nehmen.
Über mir stieß Magne immer wieder stöhnend zu und biss sich förmlich im Nacken seines Liebsten fest. Dessen Keuchen wurde jetzt immer lauter und hin und wieder von leisen Seufzern unterbrochen.
Genau in dem Moment als Magne sich mit einem lauten Brüllen in Rubens Darm entleerte, standen Gus und Bjørn Arm in Arm und mit wie Bajonette abstehenden, feucht glänzenden Kolben in der Tür zum Duschraum.
Bjørn sah Gus grinsend an und flüsterte: „Und ich dachte, denen wäre es in der Sauna zu heiß gewesen. Hier ist es ja noch viel heißer“.
Magne betrachtete mit hoch rotem Kopf seinen fast noch röteren von Sperma tropfenden Schwanz und wirkte so fern, als ob er das Geschehen um sich herum nicht wahrnahm.
Ruben hingegen genoss hör- und sichtbar Jeroens Behandlung mit wachsender Lust. Während er sich mit einem Arm weiter an der Wand abstützte, krallte er sich mit seiner anderen Hand in seinem eigenen Po fest und riss sein Loch weiter auf. „Bitte, mach doch weiter! Mehr… mehr!“
Gus gab Bjørn ein kurzes Zeichen und wies auf mich und Jeroen am Boden, dann umfasste er mit beiden Händen Rubens kleinen knackigen Po mit den wenigen Haaren und schob erst vorsichtig dann immer härter seinen Schwanz in das spermaverschmierte, weit offene Loch.
Ruben schien für einen Augenblick zu stutzen, gab sich dann aber genussvoll den Stoßbewegungen meines Mannes hin.
Ich spürte an meiner Rosette einen mir durchaus bekannten Kolben, der mit leichtem Druck um Einlass bat. Jeder Druck eines steifen Penisses auf meinen Schließmuskel tat ohne Gleitmittel einige Sekunden lang recht weh, und ich warf auch diesmal den Kopf hoch und musste die Zähne vor Schmerzen zusammenbeißen, ob wohl Bjørns Schwanz von Lusttropfen und vielleicht sogar etwas Sperma tropfte und sehr geschmeidig war.
Jeroen nahm seinen Schwanz sofort in die Hand, drückte ihn am Schaft ab und streckte ihn mir fordernd entgegen. Ich sah die zum Bersten dicken dunkelroten und lila Adern und die wunderschön dunkelrosa glänzende Eichel. Erst als Bjørn seinen Schwanz bis zum Schaftansatz in mir versenkt hatte und seine Schamhaare an meinem G-Punkt kitzelten, konnte ich mich wieder um Jeroen kümmern, der immer noch wie wild Ruben zur Extase trieb. Der rief immer wieder: „Stoß zu, stoß doch zu… mehr…mehr!“ Und Gus gab schwitzend sein Bestes.
Magne schien ganz langsam aus seiner Lethargie zu erwachen. Er lehnte sich an die Wand und brachte seinen Liebsten dazu, sich an ihm festzuhalten, um dann mit seinen Lippen Rubens Mund zu verschließen.
Ruben spannte plötzlich seinen Körper an, so dass alle seine Muskeln herrlich zu sehen waren, stöhnte laut und spritzte dann Jeroen seine gesamte Ladung ohne Vorwarnung in den Rachen. Der schluckte so gut es ging und musste dennoch etwas würgen.
Kurz darauf spürte ich in mir das Pulsieren von Bjørns Schwanz. Er stieß noch zwei- dreimal heftig zu und zog sich dann zurück.
Jeroen hatte in Windeseile sein Loch mit dem Sperma von Ruben geschmiert und bot sich jetzt meinem Schwanz an. Ich wusste, dass ich sofort abspritzen würde, nachdem mein Schwengel sich in seinem engen Loch auch nur ein paar Mal auf und ab bewegt hatte. So kam es. Ich konnte gerade noch laut „ich komme“ rufen und schon schoss es aus mir raus. Immer wieder ein neuer Schub in einer für mich ungewöhnlich großen Menge. Ich stöhnte, keuchte und atmete schwer.
Jeroen grinste, stand auf und stellte sich neben Gus, der immer noch in kurzen Abständen in den bettelnden Ruben stieß und wichste seinen Schwanz wie ein Irrsinniger. Er rollte mit den Augen, verzerrte sein Gesicht und gab Laute von sich, die an ein Raubtier erinnerten. Dann schoss es aus ihm heraus. Kräftig und so weit, wie ich es vorher noch nie erlebt hatte. Seine Spermamenge stellte alles in den Schatten, was an diesem denkwürdigen Abend in der Dusche von Brygghus verspritzt worden war.
Wir alle saßen auf dem von einer Fußbodenheizung angenehm angewärmten Boden und streckten Arme und Beine von uns. Das Wasser lief immer noch sachte und jeder bekam ein paar Tropfen davon ab.
Magne und Ruben kuschelten sich ganz dicht an einander und küssten sich immer wieder. Bjørn und Roberto steckten ebenfalls ihre Köpfe zusammen und streichelten sich ihre Brusthaare. Gus hatte seinen Arm um mich gelegt und massierte mir liebevoll den Nacken, während Jeroen mit seinem Kopf in meinem Schoß lag und hin und wieder gedankenverloren meinen verklebten, schlaffen Schwanz ablegte.
„Gott, ist das hier ein versautes Haus… und doch seid Ihr alle so lieb, dass ich hier nie wieder weg möchte“, Jeroen lag zwischen meinen Beinen und sprach die Worte quasi zur Decke.
Magne trocknete sich und seinen Schatz ab und forderte uns auf: „Kommt, wir gehen in die Küche und trinken noch was zusammen“.
Wir redeten und tranken… lachten und tranken… versicherten uns unserer Freundschaft mit mehrfachem lauten „Skål“ und tranken, bis es wieder taghell war.
Bjørn, Roberto, Gus und ich schwankten schließlich nackt über den Hofplatz zum Haupthaus und fanden uns alle im großen Bett der beiden Hausherren wieder.
Als wir einige Stunden später bei Ruben und Magne vorbeischauten lagen auch dort drei Männer im Doppelbett.
Die Sommermonate gingen vorbei wie im Flug. Ein paar Tage vor Mai Linhs und Arilds Hochzeit waren die Arbeiten an ihrer Wohnung im Erdgeschoss von Bergstad-Gård so gut wie abgeschlossen. In der ersten Etage waren zwei Zimmer und die sanitären Einrichtungen für Tinus‘ Wohnung fertig. Von seinem Schlafzimmer aus hatte man einen traumhaften Blick über die Felder und bewaldeten Hügel bis zum in der Ferne liegenden Bjørnstangen-Gård. In seinem zukünftigen Wohnzimmer fehlten noch die Möbel und auch im künftigen Arbeitszimmer standen bisher nur ein alter Schreibtisch und ein Telefon. Das sehr behaglich eingerichtete Gästezimmer war bis vor zwei Wochen noch von Jeroen genutzt worden. Jetzt hatte Mai Linh es für Hochzeitsgäste vorbereitet. In drei weiteren Zimmern fehlten noch die Holzverschalungen, Schrankeinbauten und Möbel.
Auf Tinus Wunsch waren alle Räume seiner Wohnung unter einander mit Türen verbunden, so dass man, ohne auf den Flur gehen zu müssen, von einem ins andere Zimmer und ins Bad gelangte.
Am 28. September war es dann soweit. Auf Bergstad und Bjørnstangen waren die Flaggen gehisst. Pekka war vor die Kutsche gespannt, die Kirche mit Blumen von ‚Grønnt Hus‘ geschmückt und zwei festliche, lange Tafeln für vierzig Gäste in der Scheune gedeckt.
Mai Linh wurde von ihrem Pflegevater Einar zum Altar geführt, wo Arild nervös und schwitzend wartete. Das Kirchenschiff war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Tradition gehorchend gab es für die großen Höfe der Gemeinde bestimmte reservierte Bankreihen. Die für Bjørnstangen und Bekketangen lagen neben einander. Bergstad war als Hof nicht bedeutend genug, um ein solches Vorrecht zu haben.
Vatern und Anders waren aus Italien gekommen. Tinus, Erik, Karl, Jerry und Morten saßen genauso in unserer Reihe wie Carmen, Tante Rita, Tore und Onkel Odd. Natürlich waren auch Kjell, Magne und Ruben dabei.
Der Pastor war ein junger, rotblonder, untersetzter Mann mit dichtem Haar und Vollbart. Er war erst vor wenigen Wochen in die Gemeinde gekommen und den meisten daher unbekannt. Mit seiner sehr launigen und humorvollen Predigt machte er sich jedoch nicht nur beim Hochzeitspaar sofort beliebt.
Zu lautem Gelächter kam es, als er Mai Linh und Arild erlaubte, sich nunmehr zu küssen und dazu bemerkte: „… was Ihr ja offenbar schon einige Male vorher gemacht habt“, und dabei zwinkernd auf den Baby-Bauch von Mai Linh schaute.
Beim Essen lernten wir dann ‚unseren‘ Pastor noch besser kennen. Er hieß Vegard, kam aus Tromsø, war viele Jahre Seemannspastor, unverheiratet und 38 Jahre alt.
Als wir uns dann am 14. November alle, bis auf Vatern und Anders, wieder in der Kirche zur Taufe des Sohnes von Arild und Mai Linh wiedertrafen, meinte Vegard lächelnd zur Begrüßung in seinem unverwechselbaren nordnorwegischen Dialekt: „ Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell wiedersehen“.
Der kleine Erbe von Bergstad-Gård sollte Bjørn-Albert [ich werde ihn von jetzt ab der Einfachheit halber nur ‚Albert‘ nennen] heißen, was seinen Patenonkel natürlich noch stolzer als ohnehin schon machte.
Ich glaube nicht an Vorsehung und bin auch nicht abergläubisch, allerdings bewegt mich bis heute eine Szene bei der Taufe, die, ohne, dass wir es ahnen konnten, schicksalshafte Bedeutung für das Leben des kleinen Albert haben sollte. Am Taufbecken legte Mai Linh den winzigen Schreihals in Bjørns Arme, damit er als Patenonkel das Kind halten sollte. Albert hörte sofort auf zu schreien, ließ die Zeremonie des Pastors über sich ergehen und schlief schließlich in Bjørns Armen sogar ein. Der wiegte den kleinen Wurm so zärtlich, als wäre eine Vater-Rolle für ihn das Normalste der Welt.
Das tragische Schicksal wollte es, dass Albert seine Eltern fast zehn Jahre später, in der Nacht zum 7. April 1990 beim Untergang der Scandinavian Star auf dem Skagerak verlor. Da es keine leiblichen Verwandten gab, die sich um das Kind hätten kümmern können und die ‚Pflege-Großmutter‘ inzwischen verstorben war, befürwortete der ‚Pflege-Großvater‘ eine Pflegschaft durch Bjørn und Roberto, die das Jugendamt schließlich auch genehmigte. Erst als Albert 18 war, konnte Bjørn ihn adoptieren, so dass er heute voll erbberechtigt ist und alle Rechte an Bjørnstangen besitzt. Aber dazu später mehr.
Erst im Frühjahr des nächsten Jahres waren die Arbeiten auf Bergstad-Gård endgültig abgeschlossen. Tinus verbrachte viel Zeit auf ‚seinem‘ Hof, lernte die norwegische Sprache und beschäftigte sich mit dem Gedanken, aus Bergstad einen 18-Loch-Golfplatz zu machen. Eine kleine Pferdezucht sicherte zwar das Auskommen von Arild und seiner Familie, reichte aber nicht für eine solide Wirtschaftlichkeit des Hofes.
Bjørn und Roberto hatten die Felder von Arild gepachtet, die Bjørn sich gewünscht hatte. Ihr Gewächshaus-Projekt wurde dann aber doch, allerdings erst ein Jahr später, auf Bjørnstangen realisiert.
(Dran bleiben! Es geht weiter im Kapitel 18)
Kommentare und Fragen an: gugamster@hotmail.com



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